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Der November ist der Geburtsmonat dieses Blogs. Der ZEHNTE (!) Geburtstag war am 3. November, den habe ich leider verpasst. Aber so ganz ungefeiert möchte ich ihn doch nicht verstreichen lassen. Hat er es doch ohnehin etwas schwer in der letzten Zeit, mein lieber Blog. (alles Phasen) Also lade ich euch herzlich ein, mit ihm und mir zu feiern. Ich verschenke drei kunterbunte Überraschungspakete. Mit Büchern, Zeichnungen und vielleicht sogar Wunscherfüllern. (kommt auf den Wunsch des Beschenkten an…) Richtig tolle Päckchen, versprochen! Dafür müsst ihr allerdings was für mich machen! Bitte schreibt doch in den Kommentaren,…
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Gibt schon Phasen, da ist Instagram wahnwitzig inspirierend, anstachelnd und kreativitätsfördernd. Wie die #100tiereausmeinemleben. Hätte ich ohne NIE gemacht. Es gibt aber auch Phasen, da scheint das Handy meine ohnehin sommerzähe Gehirnmasse nur einsaugen, wegbrutzeln und eliminieren zu wollen. Jetzt.
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Im Berliner Aquarium gibt es am Eingang ein Streichelbecken mit Kois. J war ungefähr drei, als er sich zu weit rüberbeugte und kopfüber ins Wasser fiel. Weil ich typischerweise irgendwo wie ein aufgescheuchtes Huhn rumrannte, um Tickets, Jacken und Kinderklogänge gleichzeitig zu regeln, war es gut, dass sein großer Bruder A da war und ihn sofort wieder rausgefischt hat. „Hängen se die da auf, dit passiert hier öfters“, meinte die Frau an der Kasse, als ich fragte, ob ich irgendwo die nassen Sachen trocknen könne. Epilog: Ich weiß noch genau, dass eine von euch meinte, ich…
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Jonathan Livingston Seagull of Always Unlimited ist sein Geburtsname und ich fand ihn durch Zufall in meinem Handy, als wir gerade in Italien waren. Keine Ahnung, wie wir darauf kamen, wieder an einen dritten (!) Hund zu denken. Einen Welpen, und wieder einen Whippet! Weiterer Zufall war, dass wir auf dem Heimweg sowieso bei der Züchterin vorbei fuhren. Perfekter Zwischenstop auf halber Strecke. Tssss. Mal angucken geht ja immer und wir durften das netterweise, obwohl die Welpen erst knapp zwei Wochen alt waren. Ja. So lernten wir Edwin kennen. Er hat einen Pfeil nach oben auf…
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Wir waren im Zirkus, saßen ganz vorne, als der Elefant den Rest Zuckerwatte klauen wollte. Plötzlich hatte ich neben meiner Tochter diesen riesigen Rüssel auf dem Schoß. Sie war da noch ganz klein, wollte aber u n b e d i n g t nach der Vorstellung reiten. Auf dem Elefanten. Tat sie auch, und das fand ich echt mutig.
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Als wir Tobi (68/100) bei uns am Haus stehen hatten, war dieses Pony seine Gesellschaft. Die Besitzerin war meine große, ältere Freundin und hat mir viel beigebracht, über Pferdehaltung, reiten und Pflege. Wir waren mit beiden einmal im Urlaub am Meer, sind ein Turnier mitgeritten und haben echt viel Lustiges erlebt. Ich pubertierte währenddessen und nicht immer war alles eitel Sonnenschein zu dieser Zeit. Puh, manches war eher Donnerwetter mit Zeter und Mordio. Nach einem ganz großen Krach und getrennten Wegen sind wir uns später wiederbegegnet, es wurde wieder gut. Ich bin einmal auf Bobby geritten,…
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Als No 96 darf auch mal der innere Schweinehund erwähnt werden, dem ich in den letzten Wochen dieser Hundert-Tage-Tiere meistens überlegen war. Nunja. Nicht jedes Mal, aber fast immer. Er war auch diesbezüglich nicht sehr dominant. Andere Bereiche beherrscht er besser. Mein kleiner fieser Freund.
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Reimt sich auf Löwe.
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„Nach Rügen, nach Rügen! Die fliegen nach Rügen!“ „Nach Süden, jaaa, die fliegen nach Süden. Da muß ich dich aber gut festhalten, wenn die hier rüber fliegen, nicht, dass sie dich noch mitnehmen, wie den kleinen Nils Holgersson!“ „Hahaaa…Maaama…Geht doch gar nicht!“ „Nein. Das geht nicht. Das dürfen die auch nicht. Du musst ja hier bei uns bleiben.“ Ich danke dem Klimawandel, dass sich die Gänse in den letzten Jahren nicht mehr an die Jahreszeiten halten und zum Beispiel letzte Woche einfach mal vier von ihnen nach Rügen flogen. Wir konnten Nils nicht festhalten, wir mussten…
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Eine dieser Urlaubsbekanntschaften. Man musste von der Pension in Tirol nur den Berg runterrennen, um auf eine große, verwilderte Wiese zu kommen. Dort traf ich mich jeden Tag mindestens einmal mit Jule, einer kleinen, quirligen hellbraunen Mischlingshündin. Sie rannte glücklich hinter jedem Stock her, den ich warf. War sie müde, flitzte sie zurück ins Dorf. Leider gehörte sie jemandem. Ich hätte meine Eltern sonst bestimmt dazu gekriegt, sie mitzunehmen… Bestimmt. (Nicht).
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Im Sommer 2016 wohnte eine Amsel bei uns im Garten, die pfiff, wie wir noch nie eine Amsel haben pfeifen hören. Fünf Töne, die klangen irgendwie wie der Singsang, wenn man sich versteckt und dann „Hierbinichdoch“ oder “Halloätschibätsch” flötet. Wenn wir Besucher darauf aufmerksam machten, hörten die meisten sie komischerweise erstmal nicht. Oder die Amsel schwieg. Es war der Sommer, in dem wir oft gedankenverloren umherliefen. Verloren umherliefen. Gedanken verliefen. Verlor man sich tief und tiefer, und ertönte die Melodie, machte sie einen lächeln. Jaja… dachte man. Weiß ich doch. Sie war nur in diesem einen…
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In Mexiko, da, wo ich die Wale gesehen habe, bin ich einmal auch mit Seelöwen geschwommen. Das war ein bisschen gruselig, denn die sind von nahem viel größer, als man denkt. Und sie starrten mich so komisch an.
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Der Hund meines Onkels und meiner Tante, die unten im Haus meiner Omi wohnten. Mir fällt keine einzige Geschichte zu ihm ein. Außer: Ich durfte nicht mit ihm spazieren gehen. (#storyofmylife) Eng verknüpft mit ihm ist die Erinnerung an Ferien mit meinen Cousins und meiner Cousine, in denen wir John Sinclair Heften verfallen waren. Und der Geruch an das Haus meiner Omi. Ich vermute im Nachhinein, sie war mir tatsächlich wichtiger als Nico, und das fühlt sich irgendwie sehr schön an.
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Meine Pubertätsbusenfreundin Silke zog mit ihren Eltern um, und weil sie gebaut hatten und alles wahnsinnig chaotisch war, sollte ihr Kater Branco in dieser Hin-und-Her-Phase bei uns bleiben. Das klappte auch gut, er verstand sich mit unseren Katzen und war ohnehin ein Kater der Sorte breitwiehochwielang so gemütlich und ruhig. Aber irgendwie entwischte er uns den einen Tag und war dann weg. Das war natürlich Horror, für uns, meine Freundin und für alle. Die Familie war längst im neuen Haus eingerichtet, als sieben Wochen später ein Anruf ihrer ehemaligen Nachbarn kam. Sie wären nicht sicher, aber…
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Wir haben vier neue Hühner. Das Huhn, dass Georg für mich ausgesucht hat, ist ein Sussex Huhn. Es heißt Smilla. Alle vier sind wie echte Teenager und wollen abends nicht ins Bett. Sie wollen nix davon wissen, dass hier abends der Fuchs rumschleicht. Der Yodahahn und Jar-Jar-Binks schlafen derweil schon tief und fest.
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Ich habe das „Tier des Tages“ gestern nicht geschafft zu zeichnen, obwohl es mir direkt in mein Zimmer flog. Beobachtungen zufolge flog es zur Haustür rein, ward eine Weile nicht mehr gesehen, und flatterte dann im dritten Stock über meinem Zeichentisch herum. Den Weg aus dem Fenster fand die Kohlmeise schnell und ich glaube, wir kannten uns schon. Ich habe so ein Vogelhäuschen am Fenster kleben, da blinzeln wir uns täglich zu. Wahrscheinlich wollte sie nur mal die Perspektive wechseln.
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Es gibt Pferde, die siezt man. Und fragt sie, ob es ok ist, wenn man sich ihnen nähert. Die nie von sich aus aufdringlich werden würden, oder anhänglich, bei denen du vielmehr stolz bist, wenn sie dich überhaupt eines Blickes würdigen. So eins ist Moussu.
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Schäfchenwolken? Ich hab vor ner halben Stunde eine echte Ferdinandwolke gesehen. Die kam grade passend.
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„Weißt du, was er ihm für einen Namen gegeben hatte? Ich musste mich grade dran erinnern.“ „Nein? …. Affi?“ „Nee. Er meinte, er nennt ihn J Zwei.“ „Oh. War das jetzt eine große Ehre? Oder- …. eher frech, wenn ich mir ihn so anschaue….?!“ (Wir lachen. Stop: Ich lache. J weint.) „Nein, Mama, so war er nicht. Er meinte das ehrlich.“ „Ja. Stimmt“, natürlich lache ich jetzt nicht mehr. „So war er.“
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Die unsichtbaren Tiere meiner Kindheit waren diverse Springpferde, mit unterschiedlichen Namen, unterschiedlicher Rassen in unterschiedlichen Farben. Ich saß auf, sobald ich nach der Schule aus dem Bus gestiegen war und galoppierte den ganzen Weg nach Hause. Jeder Gulli war ein Sprung und an jedem Bordstein tänzelte das unsichtbare Pferd ungeduldig. Manchmal brach ich mir ein Stöckchen als Gerte ab, es wirkte dann irgendwie echter.
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Endlich. Here we go: Die restlichen VON den hundert. Letzte Woche bin ich von einer Pferdebremse in die Stirn gestochen worden. Erstaunlicherweise mehr Natural-Botox als Look-Alike-Klingone. Könnte man fast eine Geschäftsidee draus entwickeln.
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Von den Küken, die das Yodahuhn (35/100) ausbrütete, überlebte ja, wie ihr schon wisst, nur der Yodahahn. Die anderen wurden entweder vom Marder, vom Fuchs wahrscheinlich, vor allem aber vom Habicht erwischt. Einmal gingen wir mit den Hunden spazieren und hörten, kurz bevor wir wieder zuhause waren, schon lautes Alarm-Gegacker. Wir rannten los. Noch auf dem Waldweg erschien der Raubvogel in der Luft mit einem der Küken in seinen Fängen. Als er direkt über uns war, ließ er es fallen. Oder warf es runter. So wirkte es. Wir hätten es auffangen können, aber es fiel zu…
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Eindrücklich war das Erlebnis, ein riiiiiesiges Stück von einem Damhirsch in der Hängematte verheddert zu finden. Nachdem uns der alarmierte Förster beruhigt hat, der könne durchaus mit dem halben Geweih überleben, kicherten wir über die Vorstellung, wie der Hirsch, bevor er erschrak, gemütlich zwischen den Bäumen schaukelnd ein Nickerchen machte. Kein schadenfrohes Kichern. Eins, was Sorge überspielt.
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Meine Freundin von gestern, die mit den Pferdedufttütchen, ist das einzige Mädchen, welches ich kenne, dass es geschafft hat ein aus dem Nest gefallenes Vogelkind zu retten. Piep war supersüß und superzahm, kackte überall hin und flog irgendwann ab und zu, dann für immer in die Freiheit. Blieb aber in der Nähe. Ehrensache.
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Von Westberlin aus haben wir mal Urlaub auf dem Bauernhof gemacht, im Teutoburger Wald. Meine Freundin und ich konnten dort jeden Tag reiten. Wir steigerten uns wahnsinnig rein, in unsere Liebe zu Timmi („ihrem“-) und Alex („meinem“ Pony). Am Ende der Ferien schlichen wir uns in den Stall, schnitten den Beiden heimlich ein paar Schweifhaare ab und steckten sie in kleine Plasiktüten. Daran haben wir monate-, vielleicht sogar jahrelang geschnuppert und sind vor Sehnsucht regelmäßig in Tränen ausgebrochen. Hier habe ich lustigerweise mehr Erinnerungen an den Geruch dieses Tütchens, als an das Aussehen des Ponys. Auf…
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Unsere ersten Hasen, spontan mitgenommen vom Kinderbauernhof in Ribbeck hießen Inga und Magda. Falls sich wer wundert: Bei Instagram hatte ich Magda und Martha verwechselt. Die Häsin hieß gar nicht wie meine Nichte heißt.
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Als meine Schwester ganz klein war, sagte sie statt Pinguin Puddingin. Wobei sie auch Pudding leider nicht wirklich aussprechen konnte. Pudding klang wie Pund-Ding. Folglich hießen Pinguine bei uns immer Pun-Ding-Ine.
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Es gibt diese kleinen Gummitiere, die man an glatte Oberflächen schmeißt. Sie pellen sich dann langsam ab und sehen dabei sehr lustig aus. Nils kriegte so eine geschenkt, sie kam mit einem grandiosen Aufheiterungspäckchen, und wir haben so gelacht, als die blaue Krake im Wohnzimmer an die Decke flog und kleben blieb. Da klebt sie immer noch. Ich werde den Maler, der Ende August zum Streichen kommt, bitten müssen, die Stelle auszusparen. Edit: Und habe zu spät dran gedacht! Plötzlich war die Decke weiß und keiner der Arbeiter konnte sich erinnern, eine blaue Krake abgepult zu…
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Ich habe gerade nachgesehen: Im September 2013 haben wir sie im Wald gefunden, als wir mit den Ponys unterwegs waren. Hier: klick! Irgendwie eingefangen gekriegt und in meinem Halstuch nach Hause getragen. Meggie ist die, die Tochters Liebe für Wellensittiche geweckt hat. Die Frau von dem grünen Kiwi und später dann Nick, der ihr jetziger Partner ist. Freundin von der zugeflogenen Lu. (23/100) (Die hatte leider einen Tumor und starb, kaum angekommen, vor ein paar Tagen…) Meggie bleibt hoffentlich noch schöööön lange bei uns!
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Jetzt kommt der schwarze Fleck auf meiner Tiergeschichtenweste: Juri. Wir waren mit Baby A und dem verwitweten Karlsson am Grunewaldsee spazieren, und sahen eine Frau mit einem winzigkleinen Galgobaby. Aus Spanien gerettet. Ein Zuhause suchend. Wir überlegten eine Weile und entschieden uns, wieder einen zweiten Hund aufzunehmen. Es war von Beginn an nicht leicht. Wir wohnten im zweiten Stock und ich wurde Meisterin darin, das Baby binnen Sekunden ins Tragetuch zu stecken, um den Hund rechtzeitig nach unten zu tragen. Er kackte Berge von Würmern. Überall hin. Sonst nichts. Das gab sich natürlich irgendwann, auch wurde…
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Mein erstes Pferd habe ich zu meinem zweiten Geburtstag bekommen und wir sind sofort gestürzt. Natürlich bin ich wieder aufgestiegen. (obwohl ich mich glaube zu erinnern, dass ich ewig gebraucht habe, um mich zu trauen. Drei bis fünf Jahre circa.) Da vorne steht es, in der Ecke meines Arbeitszimmers. Boah, ist das alt.
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„Ich würde ja mein Zimmer aufräumen, aber das geht leider nicht, weil da eine Fledermaus schläft“, meinte J einmal zu mir. Keine Ausrede, das war echt so. (2012) Hier: klick!
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Wäre es nach ihm gegangen, hätte er am liebsten für immer auf uns aufgepasst und Silvester die Raketen aus dem Himmel zu schnappen versucht. Der größte, allerbeste und mutigste Hund aus meinem Leben. Ferdinand. Er ist gestorben. (am 9. Juni 2018)
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Ein Pony? Ja- dann auch noch ein echtes eigenes Islandpony! Von Tobi (er war 16, als wir ihn kauften) habe ich viel gelernt: Was es bedeutet, Ponys „hinterm Haus“ selbst zu versorgen. Wie man fünf Heuballen gleichzeitig auf einer Schubkarre 500 m weit von der Garage zum Offenstall durch wadentiefen Matsch balanciert. Wie man Gras mit einer Sense mäht und volle Wassereimer trägt, ohne sich nass zu machen. Wie man eingefrorene Äppel vom Boden kloppt. Wie man im vollen Galopp abspringt, wenn das Pony durchgeht. Das man auch mal kompromissbereit sein muss, wenn es um Abkürzungen…
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Ein Hund! Als wir von Berlin nach “IndieNähevonWuppertal” aufs Land zogen! Ich war ungefähr zehn und die Aussicht auf einen eigenen Hund blendete alles aus, was so ein Umzug bei einer Zehnjährigen hervorrufen könnte. Kora vom Wildforst war eine Gordonsetter-Hündin. Nicht besonders schlau, in wildreicher Gegend mit uneingezäuntem Garten am Wiesen und Waldrand einen temperamentvollen Jagdhund anzuschaffen….. Aber sie war so süß! Und hübsch! Irgendwann bei einem unserer Spaziergänge traf ich eine Frau, die auch einen Setter hatte. Sie wunderte sich, warum ich unseren Hund nicht ohne Leine laufen ließ, (weil sie sonst mehrere Stunden alleine…
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Der Kuhkater hieß bei uns übrigens Kuhkater, weil seine Streifen wie die Flecken einer Kuh aussahen.
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Kasper war das Pflegekind meiner Katze Nele. Sie hatte schon ihre drei Babys, als irgendjemand eine Katzenmutter suchte, für den verwaisten rabenschwarzen Miniwinzling. Am Anfang schien es, als würde das nicht klappen. Nele fauchte ihn fies an. Aber ich steckte mir Kasper eine Weile unter den Pulli, streichelte ihn und überredete meine Katze, ihm einfach auch ein bisschen Milch abzugeben. Das tat sie, und sie versorgte ihn gut. Kasper sah gegen die anderen immer etwas mickerig aus, wurde aber ein kräftiger Kater und fand ein schönes Zuhause.
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Meine Katze Nele wurde ungeplant noch mal schwanger, diesmal vom sogenannten „Kuhkater“ aus der Nachbarschaft. Wieder waren es drei Babys: Balduin, Paulinchen und Grisella (wurde von ihren Besitzern später -ehrlich!- in „Mausi“ umgetauft…) Balduin kam als letzter raus (da rechneten wir gar nicht mehr mit einem dritten Katzenkind), als meine Eltern abends im Theater waren. Meine kleine Schwester durfte ihn behalten! Leider ist er verschwunden, als er noch ganz jung war. Vielleicht zogen ihn seine noch unkastrierten Katersinne davon, oder er wurde geklaut, oder. Jedenfalls war es furchtbar, dass er weg war. Kasper, das unerwähnte vierte…
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Meine Omi hatte mir von dem „dat arme Dier“ erzählt, da kannte ich es selber noch gar nicht. Zu ihr käme es immer im November. Ich lernte es später auch kennen. Klassisch im Herbst, aber meistens im Dezember. Eine Zeitlang war es weg, dann wiederum fiel es nicht weiter auf. Wenn ich es nun treffe, dann eher im Frühling und Sommer. Hier hat es mich im Arm…. zum Glück nie lange.
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Weil ich gerade eben eine zum Küchenfenster raus gebeten hatte: Meine erste Hornisse sah ich Stadtkind in Südtirol, im Urlaub. Sie saß auf der Badehose meines großen Bruders. Jeder Mensch wäre in Panik ausgebrochen, aber er nicht. Mit eiskalter, wilder Entschlossenheit rannte er los, und sprang mit Köpper in den Pool. Gerettet! Ich glaube, ich hatte vorher nie jemanden mehr bewundert. Und auch wenn wir noch tausendmal über die Geschichte lachen mussten- sie war und bleibt eine echte Heldensage. (da werden die Meinungen auseinandergehen…, aber ich tippe unrecherchiert auf 1981)
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Ein furchtbares Leben hatte der junge Schäferhund, der einer Familie gehört hat, wo früher unser Pony Tobi stand. (der kommt noch!) Entweder war Benny im Zwinger oder er musste „FußSitzPlatzAufFußPlatzAufFuß“exerzieren. Grauenvoll. Ich war dabei, als er eines Nachmittags außerhalb seines Zwingers angebunden war und der Langhaardackel, der immer alles durfte, zu nah an ihm vorbei lief. Der Schäferhund packte den Kleinen und biß ihn ohne Umschweife tot. Mich baten sie dann später, die Reste mit dem Wasserschlauch wegzuspülen. Das Frauchen vom Dackel musste daran gehindert werden, Benny mit der Mistgabel zu erschlagen. Mir war so schlecht.…
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„Dit is so traurich“, stöhnte unser neuer Nachbar, drei Häuser weiter, als wir dabei waren unser Haus zu sanieren und das Dach neu gedeckt wurde. Seit schon immer kämen nämlich die Mauersegler im Mai und nisteten im Dach. Aber jetzt? Ich gebe zu, wir ließen den Mauerseglernistkasten auch bauen, um uns mit den Alteingesessen gut zu stellen. (was funktioniert hat, der ältere Herr hatte Tränen in den Augen, als ich ihm das fertig montierte Ding zeigte….) Aber nun. Es ist jedes Mal im Mai eine helle Freude, wenn die Mauersegler einziehen und ihre Runden ums Haus…
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Mein Spaziergehhund nach Ramses. (32/100) Sie war perfekt. Ein ganz süßer Mischling. Fröhlich, freundlich, lief mit mir ohne Leine und wohnte um die Ecke. Einmal durfte ich sie sogar ein paar Tage zu uns nach Hause holen, weil ihre Besitzerin weg musste. Fast wie ein eigener Hund- für eine Weile. Himmel! Die Besitzerin war das einzige Problem: Sie war Lehrerin bei mir in der Grundschule. Ich hatte sie in der Flöten-AG. Nicht falsch verstehen, sie war ja eigentlich ganz nett. Ich litt bloß damals an ganz krasser Lehrerallergie (heute etwas besser geworden…) und daher grauste mir…
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1997 habe ich in Baja California, Mexiko, Wale gesehen. So sehen die aus.
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Unsere Blutegel. Chantal ist neu, kam mit Tinkas Hufrehe. Ihre Partnerin Erika Egel ist durch ein winzigkleines Loch geflohen. Uiii, das war gruselig! Nein, sie ist noch nicht gefunden worden… vermutlich musste sie vertrocknen. Steven lebt ja schon ewig bei uns, sein Freund Egon ist vor kurzem verstorben. Unter Wasser. Nun sind die beiden zusammen und verstehen sich blendend.
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Eine ganze Weile war dies mein Pferdelehrer, der Lippizaner Pluto. Das Ohr verlor er bei einem Kampf in seiner Jugend. Ich fand ihn sehr vornehm und hatte grossen Respekt vor ihm. Respekt nicht im Sinne von Angst, eher fühlte ich mich neben ihm …. irgendwie… naja- … un-adelig. Er ließ sich aber nichts anmerken und war mir gegenüber (natürlich!) immer höflich und galant. Ich glaube, ich muss ihn irgendwann mal wieder besuchen gehen.
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Eine meiner Lieblingsgeschichten, deshalb kennen die sicher schon viele. Egal. Dem Shettywallach Mäxchen, der früher in unserer Herde stand, wurden die Hufe vom Schmied gemacht. Als er fertig war, nahmen wir ihn mit, zu einer kleinen Spazierrittrunde. Nils war knapp zwei und fragte nach einer Weile: „Mamaaaaa? Mann mein Mäxchen Beine fertig appesägt?“ Mäxchen ist übrigens ausgewandert und lebt jetzt glücklich auf Gotland!
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Vorletztes Jahr ist der arme J in der Toskana beim Baden im Meer in ein Petermännchen getreten. Er hat schlimm geweint und geschrien, weil das wirklich sehr sehr schmerzhaft ist, aber ein freundlicher Italiener am Strand erfasste schnell die Lage und half uns, die notwendigen Sofortmaßnahmen zur Linderung zu treffen. (Fuß in den heißen Sand) Puh, das war echt ein großer Schreck. Nicht schön. Sehr schön war dann, ein paar Tage später, als wir an anderer Stelle beim Schnorcheln (mit Badeschuhen!) ein Petermännchen am Grund entdeckten. Wir alle, auch der ängstliche J, gruppierten uns unter Wasser…
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Wir entdeckten ihn bei einem Wochenendausflug hinter einer Lagerhalle oder sowas ähnlichem, denn am Hofeingang stand: Kaninchen zu verkaufen! Der, dem wir sagten, wir wollten den großen Hasen mit den Schlappohren haben (er war ohnehin weit und breit der Einzige…), war verwirrt. Wüsste er jetzt auch nicht, was der kosten täte. Der Kilopreis würde sich auf die im Tiefkühler beziehen. Wir zahlten und hatten den süßesten schokobraunen Deutschen Riesen Widder Brandenburgs im Kofferraum. Warm und lebendig! Und ja- der lag immer so.
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Wir hatten mal ein Meerschweinchen, das sah aus wie ein zu heiß gewaschener Weimaraner.
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Ich habe vorhin was Gemeines über Jar Jar Binks gesagt. J Huhn, Sozusagen-Schwester von Oreo und dem Yoda-Huhn. Sie sah schon immer sehr zerrupft aus und eine Freundin, die unser Haus mal hütete, filmte sie während unserer Abwesenheit, da sie einen Schlaganfall befürchtete. Die Henne stolperte mit schiefem Hals im Kreis und lief nur noch seitwärts. Davon erholte sie sich, nur ihre Bewegungen sind manchmal etwas – schräg. Keine Schönheit, aber ein echtes Charakterhuhn. Gestern hat der Fuchs am helllichten Früh-Abend das Huhn dessen Namen wir vergessen haben (alt! sehr alt!) aus dem Stall geholt. Jetzt…
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Die Amsel war einen Sommer lang sehr sehr wütend auf Pelle. Ich denke, der Vogel hatte Gründe. Kaum durchquerte der Kater den Garten, stürzte sich er auf ihn herab. Schimpfend, zeternd und mordlüstern. Todesmutig. Damals gingen wir nachmittags immer eine kleine Hunderunde. Der Große auf dem Laufrad vorweg, die Hunde Karlsson und Ferdinand dahinter, dann Tochter, von mir im Kinderwagen geschoben und am Schluß Pelle. (Ja, wir hatten immer Spaziergeh-Katzen…) Über uns, den ganzen Weg mitfliegend und böse zwitschernd: Die arme Amsel. Eine Karawane, die ich lustig fand und eigentlich schrecklich finde.
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In unserem ersten Jetzt-Im-Grünen-Haus, das wir gemietet hatten, lief uns ein Kater zu. Wir nannten ihn Pelle und er wohnte im Keller. Er verstand sich ganz gut mit den Hunden, denn die hatten recht schnell begriffen, dass er zur Familie gehörte und nicht aus dem Garten gejagt werden durfte. So richtig ins Haus kam er nicht, was mir damals auch ganz lieb war, mit zwei Kleinkindern, Hunden, plötzlich Garten und Arbeit kamen mir Katzenhaare im Haus irgendwie anstrengend vor. Pelle war immer mal wieder einen Tag weg. Dann zwei, dann wieder da. Wir ließen ihn kastrieren…
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Raja war unser Hund, als wir drei Jahre in Mexiko lebten. Während meiner ersten drei Lebensjahre. Sie war ein Mastiff-Doggen-Mix und riesengroß. Natürlich weiß ich nur aus Erzählungen, dass wir gemeinsam Knochen abnagten, wenn Mama nicht guckte und mir mein lustiges „Rajaaa-Piiiiiek!-Spiel“ (der Versuch, mit zwei harten Spagetti gleichzeitig beide Augen zu treffen), verboten wurde. Raja ist einmal durch eine geschlossene Glastür gelaufen, ohne sich zu verletzen, was ihr den Ruf einbrachte, äußerst robust und nicht besonders klug zu sein. Wir konnten sie nicht mitnehmen, als wir nach Deutschland zurück mussten. Sie passte nicht ins Flugzeug.…
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Im April 2014 bekamen wir die beiden Laufenten und im selben Sommer noch zehn Entenküken von Rosa ausgebrütet, dazu. Obwohl ich mich an wahnsinnig viele Details von wahnsinnig vielen Tieren aus meinem Leben erinnere, an Rüdiger und Rosa und Richard, ihren Sohn und die andere Ente, die noch kam (deren Namen ich nicht mal mehr weiß!) , als Richard letztendlich alleine war und hatten die nicht auch nochmal Küken? (…) Ich weiß nix mehr und kriege es nicht mehr auf die Reihe, wie das war, mit den Enten. Kann man hier im Blog aber recherchieren, wenn…
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Lieblingsschwein. Aus meinem Lieblingsfilm. Ich hab sogar meine schriftliche Diplomarbeit (unter anderem) darüber geschrieben. Sicher verrate ich nicht zuviel, wenn ich meinen Lieblingsfilmfastschlußsatz zitiere: „Gut gemacht, Schwein.“ Da werde ich jedesmal fast ohnmächtig.
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Heini war der langhaarige Schäferhund von einer Freundin, ihrer Freundin deren Freundin. Aus der Nachbarschaft. Er war perfekt. Zog das Mädchen auf Discorollern, indem sie sich an einem Stock festhielt, den er im Maul hatte. Er brachte die Kinder der Familie zur Schule und wartete Sonntags unangebunden eine Stunde vor der Kirche. Unzählige Heldengeschichten waren im Umlauf bei uns Kindern über diesen Hund. Manchmal kam das Mädchen in unsere Straße und wir durften Heini streicheln. (einzig sein Name…. aber naja) Das ließ er über sich ergehen, aber hauptsächlich schien er damit beschäftigt, gehorsam und toll zu…
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Rotkehlchen waren für mich normale niedliche Vögel, wie Meisen und Spatzen. Bis wir das eine am Friedhof kennenlernten. Glaubt es, oder glaubt es nicht: Es weiß alles und mehr, und es ist da, wenn man Trost braucht. Echt!
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Ich bin morgens nach Flensburg gefahren, hab sie angesehen, ins Auto gepackt und abends hüpfte sie zu uns ins Haus, als wäre sie schon immer hier zuhause gewesen. Meine Freundin von der Windhundhilfe hatte uns genau das richtige Greyhoundmädchen vermittelt. Auf den ersten Blick vielleicht keine Schönheit, aber engelslieb, musste sie nie an die Leine und war talentierte Leiterin unseres dreiköpfigen Hundechors. (mit Karlsson-Tenor und Ferdinand-Rap) Meine Daisy, sagte Nils immer. Trotz ihres schlimmen Mundgeviechers.
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Kühe Früher, wenn wir aus Westberlin in die Ferien gefahren sind, erst Richtung Westen, dann vielleicht sogar in den Süden, auf der Autobahn die Landschaft entlang, gab es irgendwann den Moment, wo es ganz stark nach Kuhkacke roch. Meine Mutter pflegte dann immer die Fensterscheibe runterzukurbeln und rief: „Frische Landluft! Frische Landluft! Tiiiiief einatmen!“ Was ich, zumindestens ein paar Jahre lang, auch brav machte. Ich fand das nie fies, auch nicht, als ich irgendwann feststellte, dass es völliger Blödsinn ist. Im Gegenteil. Ein ganz klarer Fall von Ansichtssache. Die Scheisse ist viel leichter zu ertragen, wenn…
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+ Ihr erster Kater war verschwunden, (der kommt, weil hier alles unchronologisch ist, ein andermal dran… ganz sicher sogar!) und irgendwann bekam meine kleine Schwester dann einen anderen. Der war ganz klein, etwas schüchtern und orangerot. Sie nannte ihn Rübe. Immer noch einer der besten Namen aller Tiere aus meinem- hier eher ihrem, oder unserem Leben. Passte einfach perfekt. Nach einem missglückten Skateboardversuch lag meine Schwester einmal ziemlich lange mit ihrem Oberschenkelhals in Gips im Krankenhaus. Sie tat mir so leid, dass ich ihr von meinem Taschengeld eine rote Stoffkatze kaufte, weil sie Rübe schrecklich vermisste.…
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Eine Schnecke mit kaputtem Haus war die erste Patientin in unserer Insektenklinik. Sie kriegte ein Blätterbett und beste Pflege. Die meisten der eingelieferten Patienten flohen allerdings schneller, als wir sie zudecken konnten. Am besten spielen konnte man mit toten Fliegen. Die waren leicht zu kriegen. Ja, wir waren recht grausame Ärzte. Aber dafür wahnsinnig gefühlvolle Insektenbestatter. (1980)
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Es gibt ein Bilderbuch von einem Murmeltier, dass immer sagt: „Murmeltier kann nix dafür!“ A´s Lieblingsbilderbuch -kannichauswendig, als er klein war. Natürlich hat er auch ein Plüschmurmeltier bekommen, als er es sich sehnsüchtig wünschte. Im Berliner Zoo waren wir häufig, oft an seinem Geburtstag, Silvester, aber auch im Sommer, im Frühling, im Herbst. Das Murmeltiergehege liegt zwischen den Elefanten und den Nashörnern, und war immer leer. Ein trostloser Höhleneingang in grauockerfarbenem Staub. In all den vielen Jahren haben wir die Murmeltiere NIE gesehen. Entweder schliefen sie, waren (angeblich) mit Babys beschäftigt oder sonst irgendwie unpässlich. Anfangs…
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Wir holten drei neue Hühner. Nils suchte sich ein weißes aus und nannte es Yodahuhn. Das Yodahuhn war ziemlich berühmt, denn es hielt sich vorzugsweise außerhalb unseres Gartens im und am Graben zwischen unserem Gartenzaun und dem Wiesenweg auf. Ständig rief wer an, klopfte oder sagte uns, ein weißes Huhn wäre ausgebrochen. Auweia! Also malte ich ein Schild, auf dem stand, dass Yoda aus freien Stücken und auf eigene Gefahr rumläuft. Sie die Freiheit jeglicher Sicherheit vorzieht. Nils hat nicht mehr erlebt, dass sie elf Küken ausgebrütet hat. Von denen ist eins übrig geblieben. Der Yodahahn.…
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Wir Kinder aus dem Haus standen drumrum, als Tom, ein wunderschöner Streuner aus der Nachbarschaft, unserer Katze Nele (3/100) Babys machte. (eindrucksvoll) Ein paar Wochen später bekam sie drei Stück, alle auf dem Katzenklo. Mussten wir leider die ganzen Klosteine von den feuchten Kätzchen pflücken. Wir nannten das Getigerte Kasimir, den, der wie ein schwarzer Pudel aussah, Leopold (das -inchen kam etwas später dazu, als wir feststellten, „er“ ist eigentlich eine „sie“…) und meine Freundin gab dem Grauen den Namen Winny. Sie durfte sich nämlich eins aussuchen. So blieb Neles Tochter im Haus und auch Kasimir…
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Jedes Jahr im Spätsommer landen abermillionen Marienkäfer an und auf unserm Haus. Einpaartausend davon kriechen rein und überwintern in den Ecken und Fensterkästen. Einige schaffen es bis zum Frühlingsanfang. Manche werden zwischendurch wach und krabbeln herum. Es gab schon einen in der Brotdose, welche auf der Zahnbürste und ein paar unter Kopfkissen. Und alle heißen Bob. Angeblich hat sich einer für alle so vorgestellt, bei der Schwester, sagt der Bruder.
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Und du nimmst heute….. Jupiter. Vor diesem Satz zu Beginn der wöchentlichen Reitstunde fürchteten sich meine beste Freundin und ich mich jedesmal SO sehr. Weil dieses Pferd einfach riesenhaft war. Ganz lieb, das schon, aber wir fühlten uns ihm irgendwie schrecklich ausgeliefert. Angaloppiert ist er nur, wenn der Reitlehrer mit seinem Schlüsselbund schepperte. Man hoffte zumindestens, dass er es tat, also anzugaloppieren, denn sonst flog das Ding und Jupiter machte einen wahrlich kometenhaften Satz nach vorn. Ich bevorzuge heute noch eher kleine Pferde.
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J war ungefähr vier, als er mir erzählte, er würde eine Stimme in seinem Kopf hören. Jaja… nickte ich muttimäßig. Klaaaar. Aber nachdem er immer wieder davon anfing, und wie unheimlich die wäre, die Stimme im Kopf, fing ich doch an, mir Sorgen zu machen. Wann die denn käme, und was die sagen würde? Immer mal wieder sagt die was. Einfach so. Und die macht voll gruselig: „Schu-huuuuuu…“ Wie ein Geist. Mmmmh. Er solle mir nächstes mal Bescheid geben, wenn er sie höre, ok? Abgemacht. Eines Nachmittags dann holte ich ihn vom Kindergarten ab. Jetzt! Mama!…
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Endlich hatte ich einen Ausführhund! Einen Foxterrier. Er interessierte sich nicht sonderlich für mich am anderen Ende der Leine und schaffte es sogar einmal „tomundjerrymässig“, mich durch schnelles Umrunden so in dieselbe einzuwickeln, dass ich losließ und er abhauen konnte.Ein Glück nix passiert. Aber ich mochte ihn sehr und erinnere ich mich wirklich noch an seinen Geruch und wie er sich angefühlt hat. Leider wohnte Ramses eine ewige Busreise mit dem 85er (oder dem 3er, 11er? Buszahlen kann ich mir nicht merken…) weit weg in Lichtenrade. Einmal hat er mir die Hand gepierced, beim Ballspielen, aber…
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Heute kramte ich im Gehirn nach einem Tier in meinem Leben, dass ich doof finde. Zur Abwechslung. Fand aber keins. Außer vielleicht Zecken, die mag ich nicht. Wir sammeln sie seit vielen Jahren in diesem Plastifläschchen in Formaldehyd.
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Achtung hier kommt Karlsson war unser zweiter Whippet, nach Flinn. Die beiden waren ein Herz und eine Seele. Als Flinn starb, war Karlsson erst eineinhalb Jahre alt. Als Einziger hat er die erste Windeln ALLER unserer Kinder auslecken dürfen (alter Baby-Hunde-Trick), er stand viermal geduldig neben den Kinderstühlchen, weil er wusste, da fällt viel runter. A nannte ihn Pa-pie-pa, G wollte auf ihm reiten, J war ständig voller Whippethaare, und Nils liess ihn von seiner Bifi beißen. Er konnte in Berlin Mitte ohne Leine zur Galerie flanieren, hat mit Wolfgang Joop geflirtet, an Regiestühle im Monbijoupark…
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Ida. Wir stiegen in den blauen Bus ein und es roch irgendwie nach Katzenpipi, wahrscheinlich hatte ihn ein Nachbarkater als den seinen markiert. So waren wir beim Thema. Nils war damals zweieinhalb und brauchte nur eine Fahrt zu Lidl, den gesamten Einkauf, die Fahrt zurück nach Hause und das gemeinsame Mittagessen anschliessend, für seine Argumentation, warum wir dringend eine Katze bräuchten. Ausser mir musste ohnehin keiner lange überzeugt werden. Am Nachmittag hatten wir zwei Telefonnummern und am Abend einen Termin für den nächsten Tag, zum Katzenbabys angucken. (nur gucken natürlich!) Eine Woche später holten wir die…
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Tinka kam Weihnachten 2010 zu uns, weil sie kurz unser Pflegepony war und dann verkauft werden sollte. Wir haben ja das Glück, so zu wohnen, dass wir sie schräg gegenüber unseres Haus einstellen konnten. Sie kam schwierig, wild, mit einem Riesenponysturkopf und einer guten Portion wahrscheinlich nicht so toller Erfahrungen im Gepäck, und hat mir und auch G sehr viel beigebracht. Sehr sehr viel. ; ) Sie war auch der Grund, weshalb wir ein zweites Pferd (Viento) kauften, denn ein Pony ließ sich eigentlich gut in den Alltag mit Hunden und Kindern integrieren. Sehr gut sogar.…
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Nicht die große Liebe, aber eine dicke Freundschaft hatten wir, weil wir uns fast täglich in der Nachbarschaft begegneten. Stellt ihn euch nicht als kleine Fußhupe vor. Er war riesig und vor allem wahnsinnig lang. Habe glaube ich, danach nie wieder einen Skyterrier in echt gesehen. Und nie gewagt, mich als Spazierengeh-Hilfe zu bewerben. Denn er riss schon seine Besitzerin fast um, wenn wir uns trafen. Hach. Der war echt nett, der Emil.
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Heute: Kein Bock. Der begleitet mich treu schon mein ganzes Leben. Und ist mein Joker heute.
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Viento. Monsieur, Quatschkopf, Einhorn, HanshüpfindieLuft, Streber, Kinderwagenschieber, Hinkebein (gewesen), Tänzer (wirdnoch), Fingerabbeißer, dieHaareschönhaber, Angsthase, Ruhebewahrer, Poser, Schlafmütze, Toto. Vor allem ist er aber : Ritterpferd. Ich bin sehr dankbar, dass es ihn gibt.
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Wenn das so weiter geht, im aufregenden Tierabenteuertagesgeschehen reichen die hundert gar nicht für all meine nostalgischen Tier-Anekdoten. Denn gestern flatterte ein Wellensittichmädchen bei den Hühnern rum. Der erste Fangversuch schlug fehl und kostete sie ziemlich viel Schwanzfedern (…), aber später konnte G sie mit ihrer sagenhaften Sittichgeduld in einen schnell geliehenen Käfig locken. Sie ist beringt und recht zutraulich. Mal gucken, ob jemand sie vermisst. Sonst bleibt sie halt. Namen kriegt sie dann. Tssss. Edit: Sie wurde Lu genannt, führte uns zu einer echten spezialisierten Vogeltierärztin namens Dr.Feder und starb dann aber leider doch sehr…
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Heute früh watschelten auf der Weide meiner Stallnachbarin zwei Gänse herum. Pickten mal hier mal da, um ihren grossen Schimmel herum, und das war so schön anzusehen. Tatsächlich hatte ich noch nie vorher solche Wildgänse gesehen. (Und die Wildgans gehört auf jeden Fall aus Gründen zu den Top-Four-Tieren aus meinem Leben, kommt also auch noch….) Kurz fotografiert, dann gegoogelt. Schnell die passenden Bilder gefunden, dann den Namen gesehen: Nilgänse. Verrückt, dass ich von denen heute zum ersten Mal höre, oder? Mehr über sie habe ich vorhin nachgelesen. Jetzt verstehe ich auch, warum letzte Woche ein Gänsepärchen…
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„Niiiiicht das Krönchen berühren!“ kreischte die alte Dame, als ich, nachdem ich um Erlaubnis gefragt hatte, ihren Pudel streichelte. Als ob dort der Knopf zur Tötung desselben versteckt wäre. Es ging ihr wohl nur um die Frisur, aber ich traue mich erst seit ein paar Jahren wieder, Pudel zu berühren. Am Rücken.
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Der rosa Vogel. 2013 habe ich ihn entdeckt und seitdem sitzt er manchmal ständig und immer, manchmal ab und zu, manchmal auch ne Zeitlang nicht (da wird er frei rumfliegen) auf meiner Schulter und singt mir Lieder ins Ohr, als würde er mich kennen. Ist ein bisschen gemogelt, weil sie eigentlich kein Tier ist, und diesem Vogel hier in keinster Weise ähnelt, aber um die kleine Ecke musste ich heute einfach denken, wo ich sie zum ersten Mal live sah. Und sie so toll ist.
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Mein Freund Brandy aus der Kommandantenstrasse. Ich besuchte ihn täglich, spielte Stöckchen durch den Zaun, streichelte und liiiiiebte ihn. Mein erster Weg, wenn wir aus dem Urlaub kamen, war der zu ihm. Einmal lud mich die Besitzerin in ihren Garten ein, und ich durfte richtig mit ihm spielen. Also ohne Zaun. Ich glaubte kurz, es würde der schönste Tag in meinem Leben werden, aber dann sprang Brandy mich an und machte eindeutig zweideutige Bewegungen. Und wenn ein Golden Retriever ein mittelkleines Mädchen anspringt, ist er quasi auf Augenhöhe mit ihr. Keiner hat es gesehen, zum Glück,…
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Seit drei Jahren und für immer heißen Kohlweißlinge hier Kohlschwarzlinge. Jeder fucking einzelne von den hier gerade wie wild rumflatternden Faltern.
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Nobel. Der Chef unserer kleinen Herde. Rüstige Ü-20, und gerade wieder als Limbodancer durch die Zäune unterwegs. Auf der anderen Seite ist das Gras immer grüner, sein Motto. Oh, ich könnte ihn manchmal… Heute zweimal zurückgeholt und zusätzliche Litzen unter Strom gesetzt.
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„Wenn die mich nicht nehmen, in London, kaufe ich mir einen Windhund“, hatte ich gesagt. Und so war das dann. Mein erster Whippet war: Besonders. Konnte zum Beispiel Käng-gu-ru bellen, auf Kommando. Hat mit mir zusammen in einem großen Büro gearbeitet, als Papierschreddermaschine und Mülleimerauskipper. Er war schönster Junghund auf einer Whippetausstellung und ein echter Berlin-Mitte-Schnösel. Karlsson’s (folgt demnächst) Ehemann. Flinn starb komplett unerwartet mit zweieinhalb Jahren bei der Kaninchenjagd im Tiergarten an einem Herzversagen. Ich war im sechsten Monat schwanger mit A. Das war schlimm damals. Edit: Aber auch nicht SOOO sehr. Braucht ihr keine…
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Meine Mutter nannte diese großen schwarzen Spinnen bei uns zuhause, die, die vom Fell und Format eher an kleine Säugetiere erinnern, immer Iiiiisadora, Iiiiisabella, Iiiiiiivonne oder Iiiiiisolde. Ab und zu auch mal Iiiiiiwan und Iiiigor. Das war schlau von ihr, denn die kriegte man nicht mal eben so weg und raus. Mit Namen versehen, waren sie einfach: MitbewohnerInnen. Für die Phobiker unter euch habe ich sie ultraextra niedlich gezeichnet.
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Achtung! Nicht aktuell….vom Datum her. Nein, ich kenne keinen persönlich. Nicht wirklich. Aber als wir Kinder waren, gab es etwas, das immer gegen alles Blöde geholfen hat. Wenn mein Vater im Auto Gorilla gespielt hat. Er konnte nicht nur perfekt in Gorillasprache sprechen, er war auch in der Lage, sich gleichzeitig auf die Brust zu klopfen und wildeste Schlangenlinien zu fahren. Ohne Rücksicht auf den Verkehr. Es gibt vielleicht nichts Lustigeres auf der Welt. Ich habe das lange nicht mehr gemacht, fällt mir da ein, obwohl ich mich auch für recht begabt halte, in der Gorillaimitationskunst.…
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Ich war früher häufiger in Hunde verliebt. Dieser gehörte zum Zooladen, der die durchsichtigen Tüten voll kleiner roter Wasserflöhe führte. Für 12/100! Ein Basset! Wochenlang tagträumte ich, ich dürfte mit ihm spazieren gehen. Das schien mir das größte Glück auf Erden, er und ich durch die Straßen von Lichterfelde streifend (er lässig die Ohren schleifend…), so richtige supertiefe Freunde für immer und dann, aus irgendwelchen Gründen, müsste ich ihn wohl einfach geschenkt kriegen. Ich habe mich echt getraut, ganz alleine zu fragen. Den könne ich nicht festhalten, meinte der Zooladentyp, der wäre viel zu stark für…
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(der aufmerksame Leser fragt sich nach der 11? Die hatte ich ganz am Anfang- am 13. Juli, als Preview quasi…) Aus irgendeinem Tümpel Laich mitgenommen. Und im Garten ein Loch gebuddelt, wasserdicht gemacht mit einer Plastiktüte, natürlich Wasser, Erde, Steine und vermeintliche Wasserpflanzen rein. (Miniseerosen aus Gänseblümchen zum Beispiel) Wir Kinder aus dem Haus waren tagelang mit dem Projekt „Frösche züchten und später zähmen“ beschäftigt. Als die Erwachsenen das irgendwann mitkriegten, waren schon längst Kaulquappen geschlüpft und wir mussten jeden zweiten Tag Wasserflöhe zu holen, damit sie am Leben blieben. Und dann waren das gar keine…
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Die Wasserschildkröten. Sie lebten in unserer ersten gemeinsamen Wohnung in einem riesigen Aquarium voll mit meist stinkendem Wasser. Eines Tages trug ich ein leuchtend gelbes T-Shirt und die beiden rasteten aus, als ich in ihre Nähe kam. Ich dachte erst, die hätten Tollwut oder den Krötenwahnsinn. Dann schien es, sie wollten mich fressen. Genau. Sie hatten mich nämlich mit ihrer gelben Futterdose verwechselt. Kurz darauf mussten sie ausziehen. „Die Schildkröten oder ich“, habe ich zu Georg gesagt. Ja, ich war zickig damals. Schwanger vielleicht.
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Auf dem aller-allerersten Foto-Film, den ich verknüpfen (knipsen, du Arschautokorrektur) durfte, so mit sechs oder sieben, war ein einziges Bild etwas geworden: Ein Wildschwein, durch die untere Ecke rennend. Ich war megastolz und schwor mir, dass Wildschweine jetzt für immer meine Lieblingstiere sind. Für die jüngeren unter euch: Agfa Pocket Kamera googeln.
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Niegei. Der Name ist zusammengesetzt aus Mela-Nie und Hol-ger. Logisch. Daraus, dass der Name meiner kleinen Schwester nicht integriert wurde, schließe ich, bekamen wir unseren Kanarienvogel vor 1977. Einmal flog er in die Badewanne und einmal weg. Frau Dr. Schröter, unsere Kinderärztin fand ihn vor ihrem Wohnzimmerfenster. Was für ein Zufall, oder? Und mit was für einem Zeug ist mein Hirn eigentlich verstopft? Niegei wurde ziemlich alt. Mindestens zehn.
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Als ich schon fast auf der Welt war, bekam Asja einen Zwinger draußen, weil meine schwangere Mama den Hundegeruch nicht mehr ertragen konnte. Ich selbst erinnere mich leider nicht mehr an den allerersten Hund in meinem Leben. Wir zogen für eine Weile nach Mexiko, da war ich noch nicht mal eins, und die riesengroße Dogge konnten wir nicht mitnehmen. Ich weiß nur noch, dass ich das viel später superschlimm fand und meinen Eltern abertausend Vorwürfe machte. In der Zeit, wo ich mir nämlich dringend einen wünschte.
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Der Flokati-Maus begegnete ich so ungefähr 1986. Sie hatte vorher schon eine Weile unter meinem Bettvorleger gelegen und war vermutlich ein übersehenes Geschenk meiner Katze. (3/100)
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Auch hier- nicht aktuell, sondern vom 7. April… Hahn Solo. Unkomplizierter wäre die Auflistung unserer Hähne in chronologischer Reihenfolge. Aber Hahn Solo hat vorgestern der Fuchs geholt, daher heute sein Quasi-Nachruf. Er war der Sohn von unserem Hahn Theo, das eine Küken, von dem ganz aufgeregt erzählt wurde, vor fast genau drei Jahren, da ist er nämlich geschlüpft, ausgebrütet worden bei den Hühnern von Nils Tagesmutter. Dann starb Theo. Und Nils. Hahn Solo zog ein, in diesem einen Sommer vor drei Jahren. Die letzten Monate waren hart für ihn, denn sein Sohn, der Yodahahn, hatte…
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Nele. So ungefähr 1980 geboren war sie meine Kindheits- Jugend- und Erwachsenwerd-Katze. Ist mit mir ausgezogen und hat meine wildesten Jahre erlebt. Für sie trug ich fünfzehn Jahre keine wolligen Pullis, denn an denen konnte sie nicht nuckeln. Sie ist in Berlin mal vom Balkon gefallen. Nicht tief, erster Stock, aber natürlich in einen ekligen Hundehaufen. (…) Oh, wie ich sie geliebt habe, Nelepopele
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Ok. Here we go. 1/100 war nur die Einleitung, daher geht es mit dem hier los. (was bedeutet, ich hätte ja eigentlich noch eins offen….) Danke für eure Rückmeldungen, ab jetzt also hier hundert Tage lang hundert Tiere aus meinem Leben. #100tiereausmeinemleben Paulinchen sollte eigentlich Misses Smith heißen. Die Dame von der Igelhilfe meinte aber, dass könne ich der Igelin nicht antun, sie würde ja jedesmal vor Angst sterben, wenn ich diesen Namen ausspreche, denn die vielen ssss klingen in Igelohren, wie das böse Zischen einer Schlange. Ich habe im Laufe des Winters, als meine…
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Als ich mich gestern bei meinem Blog entschuldigte, weil ich ihn etwas links liegen gelassen habe, dachte ich nicht, dass es wohl wirklich einige gibt, die NICHT bei Instagram mitlesen…. Tsssss. Jetzt mal Hand aufs Herz: Haben hier wirklich welche die #100tiereausmeinemleben verpasst? Vorgestern habe ich dieses Instagram-Projekt beendet, nachdem ich täglich ein Tier gezeichnet und seine Geschichte dazu erzählt habe. Anfangs hatte ich überlegt, sie parallel hier zu posten, fand es dann aber irgendwie doppeltgemoppelt und wollte niemandem mit gleichen Beiträgen auf zwei Kanälen auf die Nerven gehen… Außerdem wurde den einen und anderen…
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Jaaaa … ich bin meinem Blog ein bisschen untreu, weil neben meiner momentanen Arbeit, von der ich nichts so richtig zeigen kann und den täglichen #100tiereausmeinemleben auf Instagram einfach keine Zeit bleibt, noch eine Dazwischen-Blogskizze zu machen. Geschweige denn, große Weisheiten zu verfassen oder auf hohem Niveau zu zeichnen. Zum Glück habe ich Freitags früh jetzt einen Praktikanten, den ich zwingen kann, mir seine Skizzenbuchseiten zum Veröffentlichen zur Verfügung zu stellen. Hehe. Die Vorzeichnungen sind von mir, aquarelliert hat er sie ganz alleine!
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100 Tiere aus meinem Leben. Ich habe bei Instagram der Versuchung dieser 100dayproject-Sache nicht wiederstehen können. Weil es toll ist, sich selber zu stressen mit Verpflichtungszeichnungen, die man auch einfach lassen hätte können wollen. Weil sie einen dazu bringen, das Gehirn zu bewegen, in Gegenden, die man sonst nicht so betritt. Und ein bisschen Zwang (bei mir) häufig perfekt ist, um die Mühle der pennenden Kreativität in Gang zu kriegen. Hundert Tage sind lang. Aber als mir im Urlaub dieses Thema einfiel, wusste ich: Da könnte ich auch 300 Tiere zeichnen und die Geschichten dazu erzählen.…