100/100

Koikarpfen100

Im Berliner Aquarium gibt es am Eingang ein Streichelbecken mit Kois.
Julius war ungefähr drei, als er sich zu weit rüberbeugte und kopfüber ins Wasser fiel.
Weil ich typischerweise irgendwo wie ein aufgescheuchtes Huhn rumrannte,
um Tickets, Jacken und Kinderklogänge gleichzeitig zu regeln, war es gut, dass sein großer Bruder Artur da war und ihn sofort wieder rausgefischt hat.
„Hängen se die da auf, dit passiert hier öfters“,
meinte die Frau an der Kasse,
als ich fragte, ob ich irgendwo die nassen Sachen trocknen könne.

Epilog:

Ich weiß noch genau, dass eine von euch meinte, ich wäre bis Weihnachten beschäftigt mit den 100 Tieren.
Habe ich nämlich voll erschrocken geglaubt!
(zählen kann ich schlecht)
Jetzt sind sie doch schon fertig und es ging viel schneller, als gedacht.
Ich habe mir überhaupt keine Reihenfolge ausgedacht und –
bis auf einzweidrei Ausnahmen – keins im Voraus gezeichnet.
Jeden Tag neu überlegt, daher sind sie weder chronologisch noch dramaturgisch sortiert.
( nur manchmal hatten sie einen Datums-Bezug… )
Es hat mir Riesenspaß gemacht und ich habe mich über jedes einzelne eurer vielen Herzen, Kommentare und eigener kleiner Geschichten gefreut!
Edwin wäre eigentlich ein gutes hundertstes Tier gewesen, weil der Satz am Ende seiner Geschichte,
der,
mit dem Zufall und dem Geschenk und so,
irgendwie gut zu allen Tiergeschichten in meinem Leben passt.
(aber das wollte ich nicht, aus dramaturgischen Gründen…)
In jeder kleinen Geschichte, ob sie jetzt von Tieren handelt, oder was anderem – kann man nämlich was finden.
Was gut, lustig, schön, schlimm, traurig, vielleicht sogar untröstlich ist.
Irgendwas klitzekleines.

Und wenn man es schafft, sie so zu drehen und zu wenden, die Geschichte,
bis der Winkel des Blickes stimmt, dann ist es ok für den Moment oder für immer.
So.
Jetzt könnt ihr den Schmalz von eurem Handy-Display oder Computerbildschirm wischen.
Danke!
Und: Ich habe jetzt auch keine Tiere mehr. Jetzt muss ich mal wieder 45 Jahre Pause machen und sammeln.

 

14 Kommentare zu „100/100“

  1. Vielen, vielen Dank für all die Bilder! Es hat soviel Spaß gemacht, sie anzusehen und die Geschichten dazu zu lesen! Ich hab mir den Blog bei meiner täglichen Runde durchs Internet immer bis zum Schluss aufbewahrt – das Beste kommt schließlich zum Schluss :-)
    Sooo schade, dass die 100 Tage schon vorbei sind, ich werde die Bilder und Geschichten sehr vermissen!
    Viele liebe Grüße!

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  2. Guten Morgen!

    Wir hatten einen Koi, Big Ben, von engen Familienfreunden übernommen. Wenn mein Vater mit der Büchse raschelte, war der Große sofort da. Goldfarben und kuschelig. Da brachte auch mein Protest von wegen Schleimhaut und Schutz nichts, meine Eltern kraulten ihn am Kopf und er liebte es. Deshalb finde ich diese abschließende Geschichte so toll, da versteht mich mal jemand. Ich wünsche mir neue 100 von 100. Es beruhigt die Seele.

    Mit besten Grüßen aus Bonn,
    Franziska

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