11. Juli

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Ich weiß gar nicht richtig, was ich sagen soll, zu dem Artikel,
den Barbara Plagg für das Südtiroler Online-Magazin BARFUSS geschrieben hat.
Bin sehr dankbar. Und viel sprachloser, als ich es offenbar mal war.
Müsst ihr wirklich unbedingt lesen: KLICK.

Danke.

9. Juli

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Das hier sind klassische Machdichlocker-Skizzen meiner etwas eingeschlafenen Zeichenhand.

Vielen Dank für all die Nachrichten, Herzen und Gedanken am 5. Juli.
War alles ok, vor allem der Himmel meinte es sehr gut mit uns,
wusch mit fein dosiertem Regen den Steinestrand von Leuten mit fröhlichen Kleinkindern in bunten Gummistiefelchen leer, und machte auf der Rückfahrt
ein solches LichtWolkenSonneStrahleleuchtspektakel,
dass wir ernstlich beeindruckt waren.

4. Juli

 

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Heute morgen war ich am Friedhof, bevor ich in mein (geiles) Büro gefahren bin.
Habe Gartenblumen hingestellt, gegossen, die Kerze erneuert.
Es war richtig Betrieb, einige waren da, um die Gewächse der Gräber zu wässern.
Ich war gerade fertig, da fragte mich ein Herr, wie es mir ginge,
ob alles in Ordnung sei.
Ja, alles gut, antwortete ich, alles ok soweit.
Ich wäre so dunkel gekleidet, da hätte er gedacht…
Ach, pfff, winkte ich ab. Ist ja genau morgen schon vier Jahre her, dass er starb, da wäre man nun eigentlich nicht, abgesehen von dem Wie-Immer und mein Kleid hätte rein nichts zu tun mit. Fing währenddessen an zu weinen.
Er fragte weiter, zaghaft höflich, ich erzählte, gern.
Dann standen ihm die Tränen in den Augen und ich bedankte mich zum Abschied.
Dafür, dass er mich angesprochen hat.
Denn das hört auf.
Mit der Zeit.

29.März

 

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Der Tag, an dem er geboren wurde,
um kurz Hallo zu sagen.
Und unsere Fässer mit Liebe voll zu machen.
Die wir nie leer weinen können, damit sie leichter werden.
Die umkippen, und man vorübergehend mal kurz ertrinkt.
Die sich dann wieder leicht mitbewegen, wie im Fluss.
Die im Körperkeller ruhen.
Aber wir können tausendunendlich viele Wasserpistolen daraus abfüllen, Nils.
Alle Blumen auf der ganzen Welt gießen.
Drin planschen und daraus trinken, bis wir besoffen sind.
Sie werden niemals leer werden.
Nie nie nie. Wir lieben dich auch so sehr.

(und irgendwie wollte ich ihm auch was Lustiges zum Geburtstag zeichnen….)

28. März

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-nichtmehr-

Nachdem ich gestern ins Buch gezeichnet hatte,
blätterte ich abends etwas weiter und fand das hier.
Genau, was ich vorher im Wald nicht ausdenken konnte.
Mit allem drin über den Frühling und Alles.

Also an seinen schlechteren Tagen.

Mein Freund Rilke.

15. März

Kaum hatte ich gestern beim Arbeiten irgendwann den Gedanken,
mir würde eigentlich eine wegweisende Eigenschaft fehlen,
nämlich die Gutallgemeineratschlaggebenkönnende, 
fiel mir dann plötzlich ein echt praktischer in die Hände und ein
und den gebe ich jetzt mit Überzeugung und vollweisheitgelöffelt weiter:

Was man morgens beachten sollte, wenn man sehr traurig ist.

fürmorgens

5. März

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Gestern erst habe ich dieses Wort gefunden.

Nilsweh.

Nicht zu vergleichen mit Heimweh, Fernweh, Bauchweh, Herzweh, Halsweh.
Nicht so allgemein und abgewetzt wie Trauer.
Wir hier haben gerade sehr viel und sehr schreckliches Nilsweh.

(jeder kann natürlich variabel den Namen vor das „WEH“ setzen, der sein muss. Praktisch.)

5. Dezember

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Ich schrieb vor drei Jahren mal, ich wünschte, ich hätte sie nie zeichnen müssen, die Kerzentiere.

Und so ist es auch. Das denke ich auch jetzt gerade. Dies ist die No 365.

Mit Viento beginnt die Serie der Kerzentiere und sie endet mit ihm.
Es ist die einzige Zeichnung, auf der ein Mensch (ein kleiner) zu sehen ist.
Irgendwie dachte ich, wäre es gut, Nils dazu zu zeichnen, durch den all das Licht entstanden ist.
Wegen dem ich sie zeichnen durfte.
Ich freue mich sehr auf die Ausstellung, denn die wird nicht tränenreichtraurig,
sondern ganz ganz schön.
Und ich bin dankbar.
Für viel mehr, als ich jetzt schreiben will. Trotz allem.

Ich hoffe, dass alle, die es einrichten können, kommen werden!