28. November

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Jeden Abend vorm Einschlafen rolle ich mich ein, halte mein Kind unsichtbar im Arm und wünsche mir, von ihm zu träumen. Das dauert circa zwei Sekunden, dann bin ich auch schon weg.
Ich träume nie. Naja…. fast nie.

Wenn es- wie in den letzten beiden Nächten- dann so ist, dass ich glaube, die Erinnerung an einen Traum zu fühlen, will ich nicht mehr aufwachen. Tauche immer wieder zurück, suche, denke, hoffe, ihn dort zu finden, im Schlaf wenigstens.
Wo warst du, wie siehst du aus, was hast du gemacht, gehts dir gut, ist alles ok?

Gestern habe ich mich sogar wieder hingelegt, als alle weg waren. (pssst…!)

Aber das klappt leider nicht. Ich klappere vergeblich jeden Winkel meines Schlafes ab. Und wenn ich dann aufstehe, bin ich lebensmüde.
(jetzt nicht im gefährlichen, nur im Wort- Sinn, keine Sorge)

Ist ja nicht so, als hätte ich nicht mal klare Anweisungen gekriegt.
Heute ziehe ich dann auch gleich meine Jogginghose aus und eine richtige an.

18. Oktober

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Wildgänse haben auf dem Blog hier eine lange Tradition.
Hier, im Herbst 2010.
Hier, 2011. Oder hier. Natürlich hier.
Jetzt fliegen sie gerade wieder nach Rügen, wie Nils mal sagte. Nach Süden, was er meinte.

Er ist immer dabei und ich hoffe, die vielen Leute, die an ihn denken, wenn sie die Gänse sehen, lächeln.
So wie ich. Meistens.

Danke dafür wollte ich sagen.

29. September

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Letztens fragte eine Freundin, ob der Herbst für mich besonders bedrückend ist. Weil ja alles vergeht und fällt, verwelkt und stirbt.
Ich litt früher sehr unter den Herbsten.
Ehrlich gesagt, bekam ich schon am Anfang der Sommerferien Angst vor deren Ende und dem damit beginnenden Herbst. Häufig machte ich zu dieser Zeit Termine mit verschiedenen Therapeuten.
Meine Omi hatte so einen tollen Begriff dafür- den reiche ich nach- er fällt mir nicht mal mehr ein. Nee, nicht Herbstdepression. (Mama?)
Also, ich fand ihn schon schön, den Herbst, mit dem Licht und der Luft und den tollen Farben… aber diese Dunkelheit und die Kälte und die ganzen Viren, die durch die Luft flogen. Örgs.
Die schnürten mir die Kehle zu.

Warum das weg ist. Keine Ahnung. Aber es ist eine gute Nebenwirkung meiner Trauer, die man hier ruhig auch mal erwähnen kann.

Edit: „Dat aaame Dier.“ So nannte sie es, meine Omi. Das ist plattdeutsch. Danke, Mama! Visuell hatte ich es offenbar noch drin im Hirn, jetzt passt die Zeichnung perfekt!….

Ich hatte wieder dat aaame Dier. Wie ich diesen Ausdruck liebe!

6. Juli

Wir hatten einen schönen Tag. Widersprüchlich? Joa. Aber die Idee, an den Strand zu fahren, mit dem jungen und dem alten, tattrigen Hund und mit Angeln und Keksen und Bier, ohne Zeitplan und grosse Erwartungen, abgesehen vom Fischbrötchen, war so gut. Ich musste einfach viele Bilder machen. Von all den kleinen Dingen. Mit einem wahnsinnig verrückten Sonnenuntergang am Abend. Kurz bevor es ganz dunkel wurde, flog dann noch eine einzelne Wildgans über unser Auto.

Es war, als würde uns jemand die ganze Zeit sagen wollen, dass alles gut ist. Und ja: Ich finde, man überlebt nur mit dem Willen, Zeichen zu sehen und an sie zu glauben. Man sollte sie nur nicht zerreden. Also höre ich jetzt auf.
(sagt bloß nichts zu diesem kitschigen Engelchen)

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Im Uhrzeigersinn: Strandstille. Mein Fundstück. (etwas dick aufgetragen, aber naja… man nimmt, was man findet, haha). Ferdinand im Meer. Spielen, Irgendwas suchen, Angeln (nicht im Bild).
3
Steine schmeissen. Schiefer Baum. Wildgänse (sieht man nicht, sie fliegen aber da vorbei, ich schwöre!) Beginn der Lightshow.
2
Müder Hund. Fröhliches Kind. Mit Papa. Edwin mit Möwenfeder.

Danke für all eure Nachrichten, Gedanken und Ballons!