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Scan 34

Julius war ungefähr vier, als er mir erzählte, er würde eine Stimme in seinem Kopf hören.
Jaja… nickte ich muttimäßig. Klaaaar.
Aber nachdem er immer wieder davon anfing, und wie unheimlich die wäre,
die Stimme im Kopf, fing ich doch an, mir Sorgen zu machen.
Wann die denn käme, und was die sagen würde?
Immer mal wieder sagt die was. Einfach so. Und die macht voll gruselig:
„Schu-huuuuuu…“ Wie ein Geist.
Mmmmh.
Er solle mir nächstes mal Bescheid geben, wenn er sie höre, ok?
Abgemacht.
Eines Nachmittags dann holte ich ihn vom Kindergarten ab.
Jetzt! Mama! Da ist sie wieder!
Wir standen draußen.
Eine Taube gurrte.
Die ist nicht in deinem Kopf, die sitzt da oben im Baum, erklärte ich ihm.
Und wir waren alle beide SEHR erleichtert.

12.Mai

Vergesst sofort wieder das erste Bild. Keine Ahnung, vielleicht war ich noch zu müde, zu hektisch, zu hormonell aufgestaut. Uns verbindet so ne Art Hassliebe, meine Menstruation und mich. Deshalb.
TMI! („TooMuchInformation“, würde G. jetzt kreischen)

Ist auch schon spät. Also, Danke fürs Zuschalten.
Mehr Zwölfer wie immer bei Caro von DraussennurKännchen!

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12. März

Mein Schreibtisch hat tatsächlich heute nicht mehr von mir gesehen, als wie in Bild 5, und solche Tage sind nicht gerade meine liebsten. Dafür hatte ich viel frische Luft und war zweimal komplett nass verdreckt und eingesaut in der Öffentlichkeit. Morgens und Abends.
Bravo Bäuerin.
Mehr Zwölfer gibt es bei Caro von DraussennurKännchen!
Ach, und HIER dieses Müsli aus Bild 2. Ihr kennt es sicher schon. Das ist echt leckerstens.

 

1. März

Liebe.jpg

März. Der Geburts-Tags-Monat.
Für immerdrei, jetzt bald sechs im Konjunktiv.
Und im Laufe diesen Jahres wird dann noch irgendwann der Tag kommen, den ich nicht extra ausrechnen möchte.
Davon hatte ich irgendwo mal gelesen.

Dieser Tag, ab dem der Zeitabschnitt, in dem Nils tot ist, quasi länger ist als der, in dem er gelebt hat.
Und während ich das überlege, denke und weiß ich, und schreibe es mir zur Erinnerung auf
(nein, ich diktiere es besser nicht meinem Handy…),
dass man dies nicht rechnet und auch nicht zählt.
Ab wann beginnt denn ein Leben? Und wann hört es auf?
Hat ein Jahr in echt 365 Tage, oder besteht es aus Augenblicken und Momenten, die man sowieso nicht zählen kann?
Ich weigere mich also, zu rechnen.
Drei Jahre kommen mir wahnsinnig lang und gleichzeitig furchtbar kurz vor.
Mir werden auch sieben Jahre schrecklich lang, im Verhältnis zu dreien allerdings gnadenlos kurz und ebenso ewiglich erscheinen.
Ein Jahr kann wie Kaugummi, ein anderes komplett aus dem Gehirn verschwunden sein.
Und was war mit den neunundreissig, die vergingen, bevor diese drei kamen und was zählen und wiegen die letzten siebzehn mit all meinen Kindern?
Ein Segen, wenn man mit Zahlen nicht umgehen kann. Wer es kann, muss es ja nicht wollen müssen.

Für Vermissung und Tod und Liebe und Leben gibt es ohnehin keine feste Maßeinheit.

Und – Nils wird NIE länger tot als hier sein. Basta.

(P.S.: Und ja! Ich zeichne ihn … weil ich darf, „muss“, und es tatsächlich wieder kann…)

13. Februar

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Jaaaaaa…. ich habe gestern keine Zwölfer gezeichnet.

Heute hatte ich erst überlegt, 13 von 13 zu zeichnen, aber dann fiel mir ein, dass ich ja Sonntag eine Ausstellung mache und diese mal vorbereiten sollte. Gut, dass ich so forsch eingeladen habe….

Das Bild da oben ist unverkäuflich, habe ich aber beim Sortieren gefunden und finde es immer noch sehr großartig. (Baaaa hieß Ball. Was der Herr zum Glück nicht wusste)

Ich habe aber etwa drei- bis fünfhundert andere Zeichnungen gefunden und rausgesucht und bin gespannt, ob wer kommt, um zu gucken. Also ich hoffe es. Gern auch nur so. Das dauert nämlich wahrscheinlich Tage, die alle an die Wand zu kleben. Aber sieht dann sicher hübsch aus. Also.

Achja… weil einige fragten: Ich werde leider ganz sicher nichts von den Sachen online verkaufen. Weil mir für die Verschickerei gerade die Zeit fehlt. Tut mir leid.

Edit: Jetzt habe ich ihn endlich gefunden: Den Originalbeitrag.

 

 

 

Zwölf von Zwölf im Januar 2018

Die zwölf Bildchen des Tages. Farblich durchaus der Realität entsprechend.
Die Blutegel-Session auf morgen früh verschoben. Puh.

Mehr 12von12 gibt es wie immer bei Caro von DraussennurKännchen zu entdecken.