20. Mai

In dem Buch, in dem wir manchmal arbeiten, um verstopfte Herzlöcher durchzuspülen, war gestern die Aufgabe, einen Brief zu schreiben.
Um ihm noch mal zu sagen, was einem wirklich wichtig ist.

Ich möchte zum Beispiel nicht, dass er denkt, er müsse mich trösten. Weinende Mütter sind schwer auszuhalten und ich mute es meinen Kindern nur ungern zu.
Um Trauer zu fluten ist es erlaubt, aber niemand soll sich niemals dafür verantwortlich fühlen, bitte.
Auch nicht Nils.
Noch wichtig: Wir werden ihn nie vergessen.
Selbst wenn sich die Erinnerungen verändert haben und sich immer verändern werden.
Sie werden nicht leer werden.

Ich mag das Buch.
Auch wenn es wahnsinnig anstrengt, zusammen diesen Dingen hinterher zu denken.
Und man Trauersprüche ab und zu etwas passender schreiben muss.

Buch

Ich habe den Eindruck, es ist in unserer Version nur noch gebraucht erhältlich:

„Du bleibst für immer in meinem Herzen“ aus dem Groh Verlag.
ISBN: 4036442004135
Jetzt sieht es wohl so aus.
Wegen mir bräuchte es allerdings keine kindgerechten Bildchen.

29. März

dritter
Was würde ich dafür geben, ihn heute so hier zu haben, lachend und albernd, Geschenke auspackend, Torte essend.
Einfach da seiend.

(Natürlich mit fünf Kerzen mehr, einer cooleren Frisur und vermutlich einer eigenen Playstation im Hintergrund.)

Alles Liebe zum Geburtstag, großer Nils.
Wir feiern dich und dass du geboren bist.
Torte essen wir heute auf jeden Fall. Für dich.

6. März

40843

 

Ist schon längst erschienen, dieses Buch, für das ich letztes Jahr die Illustrationen gemacht habe.
Letztes Jahr, als ich eigentlich NICHTS nebenher zeichnen sollte durfte konnte wollte.

VoratzNachsatzprobe1a

Einzig eine der nettesten Lektorinnen,
(ich kenne übbrigens inzwischen schon drei netteste Lektorinnen der Welt)
ein Mini-Motivationsloch, zu der Zeit, als die Anfrage kam und die Geschichte selber, hatten mich dazu bewogen, eine kleine Ausnahme zu machen. Was gut war.

Eine sehr verrückte Geschichte.
Von einem „meschuggenen“ Haus. Mehr verrate ich nicht.

Ich hoffe sehr auf eine der Lesungen von Jens Steiner hier in der Gegend,
die sollen  nämlich legendär lustig sein.

Vorher die Kaufempfehlung! In eurer Buchhandlung, oder hier.

Ich verlose ein Buch mit dieser Widmung drin, wo mir mein Arm traumhaft anatomisch korrekt aus dem Hals wächst und dein Wunschname eingetragen wird, unter allen Kommentaren, die bis zum 13. 3. 2020 hier eintrudeln. Viel Glück!

Widmungmeschugge

 

 

17. Februar

Laugenecken
Beim Bäcker ist es leer, ich bin ziemlich früh, das bedeutet, die Auswahl an Brötchen ist noch groß, eine Stunde später kann es passieren, dass man warten muss, bis der letzte Schwung Schrippen aus dem Aufbackofen kommt.

Ich kenne den Bäcker, seit er eröffnet wurde,
vorgelagert in einem Discounter, der Sonntags aber natürlich zu ist,
daher abgetrennt durch ein Metallgitter.
Ich kenne die Verkäuferinnen.
Ich kenne die Brötchensorten, den Geruch, das Licht und den Parkplatz zu jeder Jahres- und Tageszeit.
War hier schon mit zwei, drei, wechselnde Besetzungen, auch mit allen vier Kindern.

Sehr oft mit dem einen Kind, nachdem wir seinen großen Bruder zur Schule gefahren haben,
bevor es weiterging zur Tagesmutter.
Immer ein Rosinenbrötchen, immer hob ich Nils hoch und immer bezahlte er ganz alleine und bekam das Brötchen direkt in seine immer kleine Hand.

Ich denke jedes Mal daran, wenn ich an der Verkaufstheke stehe.

Ich bezahle gerade, als sich die Tür öffnet und ein Vater mit Kind eintritt.
Kleiner Junge, drei Jahre etwa, scanne ich versiert und konzentriere mich auf meine Tüten.
Ausgerechnet. Örgs.
Die Verkäuferin bewundert den glitzernden Plüschfisch in der kleinen Hand.
Kleine Hand.
Schnell weg, ich stecke mein Portemonnaie ein.

„Zwei Laugenecken bitte…. Oder sind die etwa… schon alle?!“ fragt der Mann.

„Just gerade von der Dame vor ihnen…“,
sie nickt lachend in meine Richtung, „… weggekauft.“

Ich greife meine Sachen.

„Na sowas“, entrüstet sich der Vater, gespielt verärgert.
Aber er ärgert sich echt, ich merke das.

Ich grinse irgendwie entschuldigend, versuche nicht aufs Kind zu treten,
weil ich in solch einem Fall nur den Bereich Ü-Halbermeter-Erdoberfläche überblicke und gehe Richtung Tür.

„Glück muss man haben, was?“ wirft er mir hinterher und dann: „Wohl bekomms!“
Das klingt ein bisschen so, als würde er es anders meinen.

Aber ich antworte nichts mehr, finde mein Auto auf dem leeren,
auf unserem appsssoluten Lieplingspatplatz und weine und denke an Glück.

Daran, dass es echt nicht gerade mein größtes Glück ist, ihm seine zwei Scheiß-Brötchen weggeschnappt zu haben.

Ihm, der gleich sicher seinen Sohn hochhebt, damit der irgendein Gebäckteilchen in seine kleine Hand gelegt bekommt.
Konnte ich ihm nicht sagen, dass er hier der Glückspilz ist, dem .

Dafür hab ich ganz leckere Laugenecken im Sack.

13. Februar

Wenn ich abends nicht mehr im Büro arbeite, gibt es die Zwölf am Dreizehnten.
Gewöhnt man sich auch dran.
Spektakulär, dass ich sie überhaupt geschafft habe, gestern.
Eigentlich vor allem dem Mann im Hintergrund von Bild 11 zu verdanken,
der (wie fast immer in letzter Zeit) gekocht hat, dass ich sie überhaupt geschafft habe.
Mehr 12v12 gibt es wie immer bei Caro vonDraussennurKännchen!
Edit: Upps, korrigiere Physio-Termin und Physiotherapeut. Sie ist osteoppathisch behandelt worden. Den Unterschied müsst ihr selber googeln. ;  )

 

31. Januar

„Ich muss nachsitzen in Latein, weil ich zu spät zum Unterricht gekommen bin. Damit ich meinen Punkt kriege, muss ich eine Übersetzung als Strafarbeit machen. “

( A., 19 Jahre, Abiturient)

Lehrersindsodoof

 

Ich werde immer mal wieder in meinem Unglauben an das Lehrertum bestärkt.

13. Januar

So war das gestern.
(draufklicken machts groß!)

Der Tag der bescheuerten Erkältung, der vor dem ist, an dem es einem schon viel besser geht.
Und an dem ich gelernt habe, dass Rhythmus mit zwei th´s geschrieben wird.
Habe ich jetzt aber doch nicht verbessert im Original.
Und heute wieder viel viel frischer an die Arbeit.
Habt einen schönen Tag!
Mehr Zwölfer gibt es wie immer bei Caro von DraussennurKännchen!

13. Dezember

Da sind se.
Mehr Zwölfer gab es schon gestern bei Caro von DraussennurKännchen.
(Bluse sagte meine Omi immer statt Blase. Aus vornehmen Gründen)