2. März

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Als ich in der ersten Klasse war, bin ich alleine mit dem Bus durch Berlin zur Schule gefahren.
(fast alleine, meine Mama meint, sie beschattete mich eigentlich heimlich…aber egal.)

Einmal, auf dem Nach-Hause-Weg saß ich vorne auf dem Vierer, umringt von Omis.
Meine Beine reichten noch nicht bis auf den Boden.
Mir gegenüber war ein Junge, der war schon richtig groß, ungefähr vierte Klasse.
Er streckte mir permanent die Zunge raus und ärgerte mich den ganzen Weg lang.
Vielleicht dachte er, er könne mich einschüchtern oder zum Weinen bringen.

Irgendwann holte ich mit einem feinen Schwung aus, zielte, und trat ihn wortlos volle Karacho vors Schienbein.
Seinen erstaunten Blick werde ich nie vergessen.

Und auch nicht mein Gefühl, als ich dann aufstand und nach hinten zum Ausstieg ging.
Mich recken musste um den Stop-Knopf zu drücken und wartete, bis der Bus hielt und sich die Tür öffnete.
Ich spürte die Blicke der Omis, die nicht strafend, sondern voller Respekt waren.
Klar zitterten mir draussen die Knie, aber ich fand mich auch echt gut.

Ich halte nichts von Gewalt, auch nichts von Treten oder Schlagen.
Aber viel davon, sich überhaupt gar nichts gefallen zu lassen.

3 Kommentare zu „2. März“

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