24. Februar

Wir sind wieder zuhause.
Oben mein Ohrwurm der letzten zwei Wochen, mein Mantra.
Ich hatte noch eins: Mein Stern, mein Licht, mein Herz, meine Liebe.
Immer und immer wieder wiederholt. In Gedanken und auch laut.

Nils ist ein kleines Rätsel der Medizin.
Er hat eine Leukämie. Die hat er aber im ersten Schwung selbst ausser Gefecht gesetzt.
Das gibt’s wohl manchmal.
Den ganz ganz schlimmen Infekt, durch den das alles überhaupt rauskam, hat er jetzt überwunden und die Leukämie ist erstmal nicht nachweisbar.
Nun warten wir also.
Nicht mehr im Krankenhaus, sondern endlich zuhause.
Das hört sich genauso kompliziert an, wie es ist und ich erzähle meine eigene, wahrscheinlich nicht gerade wissenschaftlich fundierte, dafür am ehesten begreifbare Version.

Alle, die jetzt Tränchen in den Augen haben, können sie nun wieder abwischen,
denn wir sind nicht am Boden zerstört.
Wir sind viel stärker und mutiger, als ich es je gedacht hätte.

Deswegen geht es jetzt hier auch weiter.

Egal, was passiert,
(ich hoffe ja immer noch, dass er in die Medizingeschichte eingeht, als erstes Kind, dass seine Leukämie selber in den Griff bekam, dafür musste er heute noch ein paar Extra-Röhrchen Blut abgeben für die Forschung…)
schaffen tun wir das.

Und nun bitte keine Betroffenheit.
Auch wenn die heile Rehwiesenwelt etwas lädiert ist.
Nur Licht, Freude und gute Gedanken.

36 Gedanken zu „24. Februar“

  1. Liebe Melanie, ein (Schul)Mediziner sagte vor ein paar Jahren zu mir, dass sich jede Zelle des Körpers alle 7 Jahre erneuert, was bedeutet, dass einfach alles möglich ist, wenn wir stark sind und daran glauben… eben auch komplette Heilungen.
    Ich bin mir sicher, ihr alle zusammen seid stark genug, um alles zu schaffen – und Nils sowieso.

    Herzlich, Katja

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