3. Oktober 2018

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Heute ist der letzte Abend meiner einwöchigen „Arbeitsklausur“ im Kloster.

Stille, Einfachheit, Alleinsein, Ruhe, Geborgenheit, gute Geister drumherum und Schwestern, die so freundlich, offen und liebenswert sind. Gutes Essen!
Sofort festgestellt:

Ich kann noch zeichnen.
Ich habe auch Ideen.
Mein Buch wird gut.
Ich schaffe es. (heute nicht fertig, aber dann)

Natürlich habe ich auch ein bisschen prokrastiniert (siehe hier), übermässig früh geschlafen und zu viel geraucht.

Morgen früh fahre ich nach Hause. Mit großem, dankbarkeitsgefülltem Herzen.
Ich freue mich schon.

Hier ein paar Bilder.

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Wer den Text nicht lesen kann (ich nicht auf dem Foto):  „Abends musste ich den toten Jesus abhängen und auf den Sessel legen. Ich kann nicht schlafen, wenn er direkt im Blickfeld am Fußende so gestorben aussieht.“  Nach der ersten Nacht hatten wir uns dann aneinander gewöhnt.
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Der Blick von meinem Zeichentisch

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Abendbrot
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Gerechtigkeit-Mässigkeit(hä?)-Tapferkeit-Klugheit

Wenn ich wieder zuhause bin, geht es dann auch weiter mit den 100 Tieren.

 

28. Februar

12elFebruar

12tel Blick

Ich habe es endlich mal geschafft, mir pünktlich ein Motiv zu suchen, dass ich einmal im Monat fotografieren werde. (beziehungsweise, einmal im Monat eines der sechsundreissig Bilder des besagten Motivs rauspicke, denn ich kann es meist nie immer nicht lassen, das Handy ganz kurz auf dem markierten Pfosten zu platzieren. #qualderwahl)

Der Februar war durchweg magisch. Klar, sonnig und eiskalt. Und mondig auch.

Unten sieht man noch nachträglich das Januarbild (graubraunmatsch) und HIER sind die vielen feine Februar-Zwölftel-Blick-Bilder anderer BloggerInnen verlinkt. Danke Tabea!

12.Übersicht

 

31. August

Gretas beste Freundin hat uns und die Pferde gestern zur geheimen und nur ein ganz kleines bisschen verbotenen Badestelle begleitet und Fotos gemacht!

Ich kann die ganzen schönen Bilder nicht alle bei Instagram posten… aber hier. Haha.

Der Weg dorthin ist lang, die Straße, die man ein Stück entlang laufen muss, befahren von wahnwitzig rasenden Autos und Lastwagen, der Wald voll aggressiver Mückenwolken, aber es hat sich so gelohnt. Weil der See kühl und sauber war, die Pferde so brav und Tinka diesmal richtig geschwommen ist! Und weil es so lustig ist, mit Pferden zu schwimmen. Hach. Guter Ausflug, sehr guter.

 

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6. Juli

Wir hatten einen schönen Tag. Widersprüchlich? Joa. Aber die Idee, an den Strand zu fahren, mit dem jungen und dem alten, tattrigen Hund und mit Angeln und Keksen und Bier, ohne Zeitplan und grosse Erwartungen, abgesehen vom Fischbrötchen, war so gut. Ich musste einfach viele Bilder machen. Von all den kleinen Dingen. Mit einem wahnsinnig verrückten Sonnenuntergang am Abend. Kurz bevor es ganz dunkel wurde, flog dann noch eine einzelne Wildgans über unser Auto.

Es war, als würde uns jemand die ganze Zeit sagen wollen, dass alles gut ist. Und ja: Ich finde, man überlebt nur mit dem Willen, Zeichen zu sehen und an sie zu glauben. Man sollte sie nur nicht zerreden. Also höre ich jetzt auf.
(sagt bloß nichts zu diesem kitschigen Engelchen)

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Im Uhrzeigersinn: Strandstille. Mein Fundstück. (etwas dick aufgetragen, aber naja… man nimmt, was man findet, haha). Ferdinand im Meer. Spielen, Irgendwas suchen, Angeln (nicht im Bild).
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Steine schmeissen. Schiefer Baum. Wildgänse (sieht man nicht, sie fliegen aber da vorbei, ich schwöre!) Beginn der Lightshow.
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Müder Hund. Fröhliches Kind. Mit Papa. Edwin mit Möwenfeder.

Danke für all eure Nachrichten, Gedanken und Ballons!

26. Juni

Wir haben Daisy über die Windhundhilfe vermittelt bekommen.
Ich habe sie ungesehen einfach irgendwo im Norden abgeholt und nach Hause gebracht. Sie passte zu uns, genau, wie sie es gesagt hatten.

Eine schwarze, klapprige Greyhoundhündin, die in ihrem Leben noch nie Treppen gelaufen war und bei jedem Steinchen im Wald jammerte und sich die empfindlichen Ballen blutig piekste. Sie kam von einer Rennbahn und lebte, bis sie zur Pflegestelle kam, wahrscheinlich ausschließlich auf glattem Beton.

Als sie zu uns kam, war Julius ungefähr zwei Jahre alt.
Einmal, ganz am Anfang, stolperte er und landete rittlinks auf ihr.
Beide schrien vor Schreck wie am Spieß, aber Daisy rührte sich nicht von der Stelle, so dass ich den kleinen Julius vorsichtig von ihrem Bauch heben und so beide retten konnte.
Natürlich bleibt man immer vorsichtig bei Kleinkindern mit Hunden. Aber von dem Moment an vertraute ich ihr.

Ein ganzes Jahr habe ich jeden Morgen einen Kackhaufen aus der Küche geräumt, bis sie verstanden hatte, damit zu warten, bis wir sie raus lassen.
Komisch, war zwar blöd, aber so richtig aufgeregt hat es mich nicht.
Sie war einfach zu lieb, um ihr böse zu sein.

Ich kann mich nicht erinnern, ob wir sie jemals an der Leine führen mussten.
Sie hat nie etwas geklaut. (und DAS ist ungewöhnlich für einen Greyhound)
Mit anderen Hunden hatte sie keine Probleme.
Noch nicht mal mit Ferdinand. Den hatte sie unterm Pantoffel.

Ihre Gabe war es, Kinder zu verzaubern.
Ganz sanft war sie, ganz still.
Sie durfte einmal sogar mit in die Schule, als Referats-Anschauungsobjekt.
Daisy war jedesmal Ostern mit an der Ostsee.
Hat im Winter nie gefroren.
Sie neigte etwas zu Zahnstein, der wiederum, sofern er nicht frisch entfernt war, zu ziemlichem Mundgeviecher führte.

Niemandem war das so egal wie Nils. (ausser jetzt Edwin)
Meine Daisy, sagte NIls immer und nahm sie in seine Arme.

Das Laufen fiel ihr in den letzten Jahren immer schwerer.
Und Brummfliegen, Gewehrschüsse und Silvester.

Heute morgen haben wir sie einschläfern lassen, weil die Schmerzen zu doll wurden.

Ich schreibe das hier, weil Daisy zu unserer Familie gehörte.
Wehe, irgendwer kommentiert mit Mein Beileid oder so…. das lösche ich dann.

Nicht, weil ich nicht trauere, um sie, das tue ich schon.
Aber eher so – wie man eben um einen Hund trauert.
Sie war ein guter Hund.

Mit einem Hundeherz aus Gold.

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hier wurde sie mal schick gemacht.

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Weihnachten war es meist grau und dunkel und sehr sehr nass. Aber wenn der Regen kurz nachließ, passierte dieses Himmelsdings. (meist an der Pferdepfütze, äh -koppel….)

Kleine Grüsse und gewaltige Antworten auf die Frage, ob Düsternis ewig ist. Was Hoffnung bedeutet. Und wie schön der Himmel wohl ist.

Kommt gut durch die Dazwischentage.

Edwin und Ferdinand

Edwin hat nie davon gehört, dass Ferdinand einer der gefürchtetsten Hunde der Rehwiese ist. Wegen dem wir schon zweimal die Hundehaftpflicht wechseln mussten. Der den lieben Karlsson mal skalpiert hat und von uns in den letzten elf Jahren  schon häufig verteufelt wurde. Ein echtes Raubein. Und nun kommt dieser kleine Whippet und überschüttet ihn mit Liebe und Hundezärtlichkeit. Komplett unvoreingenommen. Eine gute Entscheidung. Also, ein Hundebaby zu haben.

Beim Durchsehen muss ich euch aber auch noch das hier zeigen. Weil Ferdinand nicht nur Raubein ist und war. Quatsch.