• J hat entdeckt, das es ihn sehr gut von der Würfelwartezeit und einer eventuell drohenden Niederlage ablenkt, wenn er während unserer abendlich ab und zu stattfindenden Kniffelrunde in sein Heftchen malt. Und er zeichnet super! Kniffel-Niederlagen sind nicht mein Problem, aber nebenher zu kritzeln perfekt. Was, ist so toll piepegal. Hier: Malmichmalalsschmetterling.

  • Seifenblasen mit dem Mittelfinger platzen lassen. (unauffällig)

  • Ich kann leider noch nicht mehr zeigen. Aber glaubt mir. Die linke Seite des Blattes ist so verstörend, wie die Lampe guckt. Hehe. Ich liebe meine Arbeit.

  •         Noch von kurz nach dem Ostseeurlaub nacktbadinspirierte Skizzenbuchseite. Ich mag nackte Frauen sehr.  

  • Zumutung und Zu-Muten liegen nah beieinander. So ähnlich habe ich vorhin einen Kommentar beantwortet und musste sofort an das Buch denken, dass mir Ina Milert schon vor einer ganzen Weile geschickt hat. Ich habe ihr versprochen, darüber zu schreiben, damit möglichst viele davon erfahren und es lesen. Dann wusste ich nicht, wie. Sie schreibt darin, wie sie ihre Tochter Lea verlor. Es soll kein Ratgeber sein, wie sie zu Beginn schreibt, sie möchte ihren Schmerz und ihr Erlebtes teilen, um damit vielleicht anderen Trauernden zu helfen. Nach zehn Jahren traut sich die Autorin, die Tagebücher ihrer…

  • Menschen im Gespräch ungefragt mein totes Kind ins Gesicht zu ballern, wie einen Hammer, k a n n   unter Arschlochsachen fallen. Manchmal mache ich das extra und verspüre eine gewisse Häme, wenn die Unterhaltung damit beendet ist. Gab aber auch schon, dass der andere nur nickte und meinte: Ja. Mein Vater hat auch immer gesagt, er hat vier Kinder, obwohl mein Bruder gestorben ist. Und weiter fragte. Oder andere gute Sachen, so in der Art. Das ist dann eine Arschlochsache-Ausgehebelt.

  • Arschlochsachen II.

  • Viento war eine Woche lang, knapp vierhundert Kilometer weit, zu einem Bildungsurlaub in der Reitschule Horstmann. Und wir haben viel viel viel gelernt. Mal ganz davon abgesehen, fünf Stunden ohne Pipipause mit Hänger auf der Autobahn zu fahren. (ging gut!) Und wir haben natürlich das Pferdekind besucht!

  • Jetzt habe ich seit gestern nachgedacht, was für Arschlochsachen ich bisher gemacht habe, weil ich dachte/denke, ich darf alles. Tja. Bin zum Schluß gekommen, ich d a r f alles. Haha. Fremde kleine Kinder durch gemeine Grimassen verstören, weil sie mich zum falschen Zeitpunkt angucken, mache ich sowieso schon lange nur noch ganz selten.

  • Seit der Artikel erschienen ist, denke ich, sowohl bei Instagram, als auch hier, ich sollte nun wirklich mal wieder was thematisch „passendes“ schreibenzeichnendenken, irgendwas, das zeigt: Bin natürlich immer noch so wowheldenhaft, wie der Zusammenschnitt meiner Texte in dem Artikel. Fällt mit schwer. Leider fühle ich mich nicht so. Habe Angst Ist mir zu warm, reinzufühlen, Gefühle in Wörter zu fassen oder womöglich Ratschläge zu geben. Habe Probleme damit, Menschen, deren Lieben sterben, passende Sachen zu sagen. Habe inzwischen selber so viel gelesen, davon, was man besser nicht tun soll, wie man jenes vermeiden muss und…

  • Manchmal habe ich das sehr sehr ungute Gefühl, dass die Welt schrecklich gefährlich ist. Und plötzlich gehts wieder. Dazu endlich mal wieder ein songdestages, der eigentlich einer meines Lieblings-Albums der letzten Wochen ist. Und dazu das Video. (also danach- n a c h  dem song!)  

  • Ich weiß gar nicht richtig, was ich sagen soll, zu dem Artikel, den Barbara Plagg für das Südtiroler Online-Magazin BARFUSS geschrieben hat. Bin sehr dankbar. Und viel sprachloser, als ich es offenbar mal war. Müsst ihr wirklich unbedingt lesen: KLICK. Danke.

  • Gibt schon Phasen, da ist Instagram wahnwitzig inspirierend, anstachelnd und kreativitätsfördernd. Wie die #100tiereausmeinemleben. Hätte ich ohne NIE gemacht. Es gibt aber auch Phasen, da scheint das Handy meine ohnehin sommerzähe Gehirnmasse nur einsaugen, wegbrutzeln und eliminieren zu wollen. Jetzt.  

  • Das hier sind klassische Machdichlocker-Skizzen meiner etwas eingeschlafenen Zeichenhand. Vielen Dank für all die Nachrichten, Herzen und Gedanken am 5. Juli. War alles ok, vor allem der Himmel meinte es sehr gut mit uns, wusch mit fein dosiertem Regen den Steinestrand von Leuten mit fröhlichen Kleinkindern in bunten Gummistiefelchen leer, und machte auf der Rückfahrt ein solches LichtWolkenSonneStrahleleuchtspektakel, dass wir ernstlich beeindruckt waren.

  •   Heute morgen war ich am Friedhof, bevor ich in mein (geiles) Büro gefahren bin. Habe Gartenblumen hingestellt, gegossen, die Kerze erneuert. Es war richtig Betrieb, einige waren da, um die Gewächse der Gräber zu wässern. Ich war gerade fertig, da fragte mich ein Herr, wie es mir ginge, ob alles in Ordnung sei. Ja, alles gut, antwortete ich, alles ok soweit. Ich wäre so dunkel gekleidet, da hätte er gedacht… Ach, pfff, winkte ich ab. Ist ja genau morgen schon vier Jahre her, dass er starb, da wäre man nun eigentlich nicht, abgesehen von dem…

  •   Bin zu spät, weil ich dann gestern merkte, dass ein Büro sehr von Nachteil ist, wenn man noch schnell was scannen möchte. Ehrlich gesagt, habe ich dann auch gar nicht fertig gezeichnet, denn im Nachmittag und Abend war das Hundertfache von dem an Bildern und Erlebnissen drin, was ich dann gerade eben in drei Stichpunkte-Bilder gequetscht habe. Egal. Jetzt fertig, viel Spaß beim Gucken. Mehr Zwölfer gibt es wie immer bei Caro von DraussennurKännchen!  

  • Seit dem ersten Juni habe ich mir ein Büro gemietet und arbeite jetzt fast Vollzeit. Die Kinder müssen sich mittags alleine was zu essen machen und mit den Hunden rausgehen. Sie finden das merkwürdig, aber ok. Ich habe so pro Tag mindesten vier Stunden zusätzlich. Und zwar un-abgelenkte Stunden ohne Pausen. Zum Zeichnen. Das schönste Zimmer im Haus, mein riesengroßes, liebes, tolles Arbeitszimmer ist ein bisschen beleidigt, aber ich brauche gerade dringend den Abstand. Tja. Muss es durch. Hier ist es hundert Grad warm, draussen brausen viele Laster vorbei und ich habe nur Handy-Hotspot-Internet. Es fühlt…

  • Vorletzte Woche durfte ich an einem Workshop bei Nina Weniger teilnehmen, in dem es um Atem, Stimme und Präsenz ging. Am besten hat mir die Übung: „Pelztierchen, die von der Decke hängen, in die Länge ziehend, streicheln mit Ton“ gefallen. Die ist sehr gut für die Stimmbänder. Ich habe den tollsten Verlag. Mehr dazu im nächsten Jahr. ; )  

  • Europa. Ich bin jetzt nicht plötzlich wahnsinnig politisch geworden. Wollte es nur mal kurz ausprobieren, mit den Sternen genau so auf der Fahne. Und da sind sie.  

  • So war das heute. Meine morgendliche Wie-Toll-war-Mein-Tag-Gestern-UUUUND-Ich-War-Tanzen-Ich-War-Tanzen-Euphorie wich im Laufe des Tages einer ziemlichen Müdigkeit mit anschließender schlechter Laune-Deluxe. Aber jetzt gehts wieder. Gute Nacht. Mehr ZwölfvonZwölf gibt es bei Caro von DraussennurKännchen!  

  • Mein husch husch hingekritzelter Zettel für unseren armen Briefkasten fanden bei Instagram so viele Leute super,(hurra!) dass ich nun eine Version für jederfraumann zum Ausdrucken gemacht habe. Weil ich es zwar nicht schlimm finde, demnächst auf etwa dreitausend Briefkästen im Strahl zu kotzen, mir aber gedacht habe, wäre ja auch nett, wenn man den Zettel personalisieren könnte (weil geteiltes Kotzen ist halbes Kotzen), gibt es auf dem Ausdruckzettel eine Variante zum Weiterzeichnen. Mit eigener Frisur, Nasenform und- falls vorhanden- Busengröße. HIER. ist er.

  • Wunderschöne Ostereier von der Tochter. Habt ein schönes Fest, wir machen diesmal Ferien ohne unsere Handys. Das wird sicher, ähm, ungewohnt.

  •   Ich dachte, ich mache es einfach mal wieder, die Zwölf zeichnen. Bei Caro von Draussen nur Kännchen sind die anderen alle versammelt!  

  • „Da hab ich ihm seine Himmel gegeben,- und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;“ Hatte nur kurz nachgesehen, ob mein Freund Rilke noch einen Werbetext für mich hat. Klar. Hat er. Einen anderen Teil der Engelslieder hatte ich schon mal bei Instagram illustriert, fiel mir dann ein und ich habe das Blatt sogar noch in der Schublade gefunden: (die andere Perspektive vom #immerindenhimmelgucken)

  • Jetzt im Rehwiesenshop. Zum Glück für euch habe ich nämlich gerade eine fleissige Mitarbeiterin.

  • Am Wochenende am Fenster des Verwalterhauses gestanden, Prenzlauer Allee, Ecke Torstrasse, und die Vorübergehen und -fahrenden gezeichnet. Was man viel öfter machen sollte. Die Männer-Dutt-Dichte war wirklich sehr hoch. Die übrig gebliebenen Himmelsgucker-Bilder werden gerade von meiner Mitarbeiterin für den Shop vorbereitet.

  • Als ich mich in den letzten Tagen immer mal so ein paar Stunden hingesetzt habe, kleine „immerindenhimmelgucken-Aquarelle“ zu machen für den Spring-Bazar (nicht zu aufwendig, damit sie auch erschwinglich bleiben…), überlegte ich, wie ich eigentlich drauf kam, auf dieses Himmelsgegucke. Ich fand den Ursprung hier. Kleine Grüße oder gewaltige Antworten. Nicht immer, manchmal muss ich mich selbst bitten, dran zu glauben, aber sehr oft klappt es noch. Und dann ist es ok. Gehe jetzt mal aufhängen.

  • Kleine Erinnerung mit klitzekleiner Vorschau für das kommende Wochenende. ImmerindenHimmelgucken! Einladung als PDF Und guckt mal, wer auch dort ist: Die Papiertänzerin!

  • Du darfst alles sein, was du willst und bist die, die genau so nicht anders sein soll. „Und kannst jetzt Bier trinken und in Filme ab sechzehn gehen“, meint der Bruder. Alle Liebe zum Geburtstag.

  • Ich mag den Gedanken, dass sie beschäftigt sind. Mit der großen Arbeit. Danke allen für all die Nachrichten gestern.

  •   Der Tag, an dem er geboren wurde, um kurz Hallo zu sagen. Und unsere Fässer mit Liebe voll zu machen. Die wir nie leer weinen können, damit sie leichter werden. Die umkippen, und man vorübergehend mal kurz ertrinkt. Die sich dann wieder leicht mitbewegen, wie im Fluss. Die im Körperkeller ruhen. Aber wir können tausendunendlich viele Wasserpistolen daraus abfüllen, Nils. Alle Blumen auf der ganzen Welt gießen. Drin planschen und daraus trinken, bis wir besoffen sind. Sie werden niemals leer werden. Nie nie nie. Wir lieben dich auch so sehr. (und irgendwie wollte ich ihm…

  •   -nichtmehr- Nachdem ich gestern ins Buch gezeichnet hatte, blätterte ich abends etwas weiter und fand das hier. Genau, was ich vorher im Wald nicht ausdenken konnte. Mit allem drin über den Frühling und Alles. Also an seinen schlechteren Tagen. Mein Freund Rilke.

  • Vor allem die Stelle mit den alternden Händen finde ich gut.

  • Bledington Terrier, der nicht schön sitzen will.

  • Womit ich das Arbeiten aufschiebe.

  • Was mich entspannt. (Pferdeköpfe zeichnen)  

  • Am 6. und 7. April ist im Verwalterhaus eine schöne Veranstaltung und ich darf auch mit dabei sein. Man kann Kunst kaufen, nette Leute treffen, einer Lesung und Musik lauschen. Trinken sowieso. Weil ich dachte, „einfach Pferde“ oder „WassoindenSchubladenrumliegt“ passt nicht wirklich, ist dem Anlass irgendwie nicht entsprechend, habe ich mich für ein anderes meiner Lieblingsthemen entschieden: „ImmerindenHimmelgucker“. Kommt einfach. Es ist so schön dort, im Frühling bestimmt besonders! Ich bin sicher am Sonntag da. Samstag vielleicht spät. Es wird auch ein paar Kerzentierdrucke geben. Hier gehts zur Facebookseite.  

  •   Einfach so. (hab ja letztens schon so viel geschrieben)

  • Es passiert mir nie, dass ich das Bedürfnis habe, mich zu äußern, über ein Buch. Ich lese selber gern Meinungen, bilde mir auch mal eine, aber meist lese ich was, finde es gut, super oder doof und lese das nächste. Aber hier muss ich einfach. Letzte Woche sprang mich im Handy irgendwo eine Meldung an, Sarah Kuttner habe ein Buch geschrieben, in dem es um den Tod eines Kindes geht. Und da war die mediale Maschinerie schon längst angesprungen: Nein, sie selbst hätte nicht die Erfahrung gemacht, Ja, den Titel hat sie ganz alleine gestaltet, klar,…

  • Kaum hatte ich gestern beim Arbeiten irgendwann den Gedanken, mir würde eigentlich eine wegweisende Eigenschaft fehlen, nämlich die Gutallgemeineratschlaggebenkönnende,  fiel mir dann plötzlich ein echt praktischer in die Hände und ein und den gebe ich jetzt mit Überzeugung und vollweisheitgelöffelt weiter: Was man morgens beachten sollte, wenn man sehr traurig ist.

  •   Ich zwinge mich nach langer Zeit, (gefühlt nach fünfzig, in echt sinds wahrscheinlich fünf Monate) wieder regelmäßig in ein gebundenes Skizzenbuch zu zeichnen. Ohne Nachzudenken vorher. Das ist gut, denn so entstand das hübsche Wurmschwert.

  • Was ich zwar noch nie in echt, aber durchaus mal machen könnte, bei idiotischen Telefongesprächen. (über meinen letzten Kopf ist Ida gelatscht, deshalb das Papiertoupet)

  • Wie das so ist bei Skizzenblättern. Immerhin trifft ihn eine Zeichnung recht genau. Rechts oben. Habe noch nie was über Henri geschrieben hier…. Und jetzt auch keine Zeit mehr. Na gut, eine Kleinigkeit: Er bringt mir meine Hausschuhe, wenn wir reinkommen. Einfach so. Naja… meistens nur den einen. Aber den schleudert er mir jedesmal entgegen, während ich mir noch die Stiefel ausziehe. Guter Hund.

  • Gestern erst habe ich dieses Wort gefunden. Nilsweh. Nicht zu vergleichen mit Heimweh, Fernweh, Bauchweh, Herzweh, Halsweh. Nicht so allgemein und abgewetzt wie Trauer. Wir hier haben gerade sehr viel und sehr schreckliches Nilsweh. (jeder kann natürlich variabel den Namen vor das „WEH“ setzen, der sein muss. Praktisch.)

  •   Wir in Berlin und Brandenburg haben heute nicht frei, wegen Fasching. Ich feiere das, weil ich kein Karnevaltyp bin. Einmal bin ich zum Fasching in der Schule als Getüm gegangen. Das Kostüm war perfekt, mit roter Kindergartentasche, in dem ein riiiesiges Taschentuch drin war. Nachdem mir zum hundertsten Mal gesagt wurde, was für ein hübscher Drache ich wäre, woraufhin ich jedesmal zurück zischte, ich wäre kein Drache, sondern DAS GETÜM, war meine Laune unterirdisch. Alles Idioten, die nie die weltbeste Schallplatte gehört oder das Buch gelesen hatten.  

  •     Als ich in der ersten Klasse war, bin ich alleine mit dem Bus durch Berlin zur Schule gefahren. (fast alleine, meine Mama meint, sie beschattete mich eigentlich heimlich…aber egal.) Einmal, auf dem Nach-Hause-Weg saß ich vorne auf dem Vierer, umringt von Omis. Meine Beine reichten noch nicht bis auf den Boden. Mir gegenüber war ein Junge, der war schon richtig groß, ungefähr vierte Klasse. Er streckte mir permanent die Zunge raus und ärgerte mich den ganzen Weg lang. Vielleicht dachte er, er könne mich einschüchtern oder zum Weinen bringen. Irgendwann holte ich mit einem feinen…

  • Was ich in letzter Zeit schön fand: Diese Idee hinter dem Licht. (Danke, C.) Dieses Buch. Und dieses. (gibt es nur gebraucht. Danke Kerstin!) Apropos… Wie ich mich darauf freue! Und dieses Buch auch. Gibts jetzt, mit einer, wie ich finde, nicht gerade gelungenen Titelübersetzung auch auf deutsch. Ihr Blog. (wir wollen ja alle wieder mehr Blogs lesen, oder?) Und ihr Instagram. Ihn schon immer, aber diese Seite jetzt erst gefunden. Gezeichnet:  Nichts, was vorzeigbar wäre. Irgendwie wiegen meine Stifte gerade je zwölf Kilo.

  • Probleme. „Sie nerven so! Seit über zehn Jahren gehen sie mir auf die Nerven! Sie wollen sich nicht ändern, oder? Sie wundern sich, dass ich sie nicht mag? Wagen sie nie wieder, zu erzählen, sie könnten es nicht ertragen, dass ich sie nicht mag. Niemand mag sie! Aber das können sie wohl nicht gut haben. Ihr Problem, wenn sie ihre Hunde freilaufen lassen!“ Jetzt, wo ich es so aufgeschrieben habe, klingt es lustig, ist es aber in echt nicht. Warum darf sie frei rumlaufen?

  • Erschrockene Wölfe für die Kinderseiten der Süddeutschen an diesem Wochenende. Das liebe ich: Anfrage, Ja-Sagen, Zeichnen (diesmal in letzter Minute…) und schon fertig. Alles innerhalb einer zweidrittel Woche. In einer von denen, in der man sonst nichts geschafft hätte.

  •       In dem neuen Familienmagazin der Süddeutschen Zeitung ist ein Artikel über die Kerzentiere drin, geschrieben von Marcus Jauer über mich und meine Arbeit und wie das so alles kam. Hier auf Instagram ein kleines Preview. Da könnt ihr sie bestellen, oder eben am Kiosk kaufen, um zu lesen. Naja, … und weil ich denke, einige haben daraufhin hier in den Blog geklickt, und sehen jetzt: … Hä?- die macht ja gar nix gerade…. … muss ich mal kurz piep sagen. Für euch. Alle anderen kennen das schon. ; ) Also: Mache ich gerade…

  • “ Mir fällt ein junger Ritter ein, der weit in Waffen geht.“ aus: Mädchenmelancholie, von meinem Freund Rilke. (Skizzen zum Lockermachen)

  •   Als Ida um Vier Uhr Dreissig dachte, ich freue mich mit ihr über die zweite Maus in der Nacht. Ich glaube, sie wollte gegen Whiskas tauschen.

  • Seit ich in der Pubertät mit Kreislaufsachen zu tun hatte, dusche ich morgens erst normal, dann eiskalt zum Schluß. Egal, wie ich mich fühle, mache ich  i m m e r  . (außer schwanger, da nicht.) Heute dachte ich: Mit dem Kreislauf hat das nix mehr zu tun. (Pubertät ist auch schon ne Weile her) Für mich ist es ein Moment, in dem ich mich selber der Kälte ausliefere, grausam, gnadenlos, unerbittlich. Ich mag das. Den winzigen alltäglichen Mut, das warme Wasser auszustellen, die Überwindung, das kurze Aushalten und wenn der Schmerz nachlässt. Dann gehts.

  •   Mein nicht gefasster Vorsatz, im neuen Jahr wieder täglich eine Zeichnung oder sowas  zu veröffentlichen, um in diesen feinen Blog-Flow zu kommen, ist nun schon fünfzehn Tage nicht alt. Habe übrigens letztens eine schöne Formulierung für Neujahrsgrüße bekommen und für mein Leben übernommen: Willkommen im neuen Jahr. Willkommen!

  • Ich habe mich an meinen eigenen Kalender so sehr gewöhnt, dass ich ihn mir kurz vor Jahresende, spätestens Anfang Januar, leider selber machen muss. Während der Feier-und Zwischentage habe ich also meine dicke rote Gesamtausgabe zur Hand genommen und gemeinsam mit meinem Freund Rilke nach kleinen, jahreszeitlich passenden Worten gesucht. Sie dann am Küchentisch illustriert, weil es dort so gemütlich war. Und bin   p ü n k t l i c h   fertig geworden! Sicher ist irgendwo wieder ein Fehler versteckt, und hundertprozentig perfekt ist auch nicht alles, aber wenn euch meine eigenen bescheidenen…

  •         Das Verrückte an diesem Bild, das ich für meine Freundinnen gemalt habe, (ich habe es später durch drei geteilt….) ist, dass es abends g e n a u s o aussah. Mit dem Mond und den Wolken und dem Wind.  

  • Nach dem Aufwachen denke ich oft kurz Gedanken, die sich im Laufe des Tages verflüchtigen. Den hier habe ich mir aber gemerkt. Was, wenn Leute denken: Ist die stark. Wie die es schafft, ihre Trauer auf diese positive Art zu verarbeiten, soviel Licht zu zeichnen, inzwischen alles im Griff zu haben. Was, wenn jemand denkt, die profitiert sogar davon? In jeder Hinsicht? Also kreativ und geschäftlich gesehen. Denkt euch lieber nichts. Denn irgendwie stimmt das alles und auch alles nicht. Hat mich keiner gesehen, gestern bei der Post, als im Hintergrund an einer Kasse ein etwa…

  • Längst fällig, ein paar Bilder von der Ausstellung! Es war schön, ich lasse sie ehrlich gesagt immer noch sacken und kann gar nicht soooo viel dazu schreiben. Viele nette, tolle Besucher, ein paar Menschen aus dem Internetz endlich in echt gesehen, Freunde, Familie und Fremde, denn es kamen auch welche einfach so, weil sie vorbei liefen. Georg, meinem liebsten Ehemann, könnt ihr danken, denn er hat sich bereit erklärt, meinen Rehwiesenshop zu übernehmen, um Kerzentieren doch schon jetzt sofort ein neues Zuhause zu suchen. Ich schaffe es gerade zeitlich nämlich leider gar nicht. Bestellt ihm schöne…

  • Danke allen, die gestern trotz strömendem Regen zur Vernissage kamen! Ich bin heute und morgen von 11:00 bis 17:00 Uhr im Kreis meiner Kerzentiere da und freue mich über Besuch. Da oben sind ALLE Kerzentiere (als Screenshot meines Ordners) zu sehen und ich habe mich entschieden, keines mehr dazu zu zeichnen. 365 bleibt die Zahl. Es gibt noch eine Menge Originale zu kaufen, dann aber nur noch Drucke oder Karten. Und sie werden in dieser Form nicht mehr ausgestellt werden, denn sie sind ja dafür gemacht „auszuziehen“ in die Welt. Von daher werde ich das jetzt…

  • Ich schrieb vor drei Jahren mal, ich wünschte, ich hätte sie nie zeichnen müssen, die Kerzentiere. Und so ist es auch. Das denke ich auch jetzt gerade. Dies ist die No 365. Mit Viento beginnt die Serie der Kerzentiere und sie endet mit ihm. Es ist die einzige Zeichnung, auf der ein Mensch (ein kleiner) zu sehen ist. Irgendwie dachte ich, wäre es gut, Nils dazu zu zeichnen, durch den all das Licht entstanden ist. Wegen dem ich sie zeichnen durfte. Ich freue mich sehr auf die Ausstellung, denn die wird nicht tränenreichtraurig, sondern ganz ganz…

  • Die Raupe des Kohlschwarzling. No 318 Am Freitag ist die Vernissage und ich habe insgesamt seit vorhin genau 365 Kerzentiere gezeichnet. Komisches Gefühl.

  • Georg und ich erstellen eine gemeinsame Playlist für die Ausstellungseröffnung. Das ist wunderbar. Alle unsere Lieder von Liebe, Leben, Party und Tanz, Erinnerungen, Traurigkeit, Schönheit, Trost und Weitermachen zusammen.  Das ist übrigens Henri, neuer Familienwhippet und kleiner Halbbruder von Edwin.  

  • Kürzlich sagte jemand zu mir, wenn ich das so erzählen würde, klinge das zu sehr nach Märchen. Nicht wie reales Leben.     Aber würde ich mein/unser Leben nicht ein bisschen märchenhaft machen, wäre es das auch nicht. Vieles ist gut, voller Liebe und glücklich, aber der Rest gnadenlos bitter und ungerecht, fies und bodenlos traurig. Und ich so: Tja. Scheint so zu sein. Ich neige wohl dazu. Die Kerzentiere sind ein Teil meines Märchens.Kerzen brennen nicht ewig. Diese noch nicht mal in echt. Aber für den Moment leuchten sie und sind schön. Und das will…

  • Eins von vor ein paar Wochen, als ich mal wieder anfing, Kerzentiere zu zeichnen.

  • Jetzt sitze ich schon, noch nicht in einem Meer, aber immerhin einem Gartenteich von neuen Kerzentieren und es werden jeden Tag ein paar mehr. Mein Vorhaben, spätestens am 9. Dezember 2018 endlich dreihundertfünfundsechzig fertig zu haben steht, und wird wahr werden. Als ich letzte Woche bei der Lesung von Eric Wredes Buch „The End“ ein paar Zeichnungen dabei hatte und sie im Foyer und rund um den Buchverkaufstisch ausstellen durfte, passierte folgendes: Eigentlich nichts. Sie sahen dort sehr hübsch aus, sehr dekorativ. (ich hatte einen kurzen Erklärungs-Text dazu gehängt. In Ohne-Lesebrillen-Schriftgröße) Die Lesung war gut. Eric…

  • Der schönste Ort in der besten Stadt am passenden Wochenende. Ich bin sehr glücklich, meine Kerzentiere dort leuchten lassen zu dürfen. Einladung:  

  • Im Berliner Aquarium gibt es am Eingang ein Streichelbecken mit Kois. J war ungefähr drei, als er sich zu weit rüberbeugte und kopfüber ins Wasser fiel. Weil ich typischerweise irgendwo wie ein aufgescheuchtes Huhn rumrannte, um Tickets, Jacken und Kinderklogänge gleichzeitig zu regeln, war es gut, dass sein großer Bruder A da war und ihn sofort wieder rausgefischt hat. „Hängen se die da auf, dit passiert hier öfters“, meinte die Frau an der Kasse, als ich fragte, ob ich irgendwo die nassen Sachen trocknen könne. Epilog: Ich weiß noch genau, dass eine von euch meinte, ich…

  • Jonathan Livingston Seagull of Always Unlimited ist sein Geburtsname und ich fand ihn durch Zufall in meinem Handy, als wir gerade in Italien waren. Keine Ahnung, wie wir darauf kamen, wieder an einen dritten (!) Hund zu denken. Einen Welpen, und wieder einen Whippet! Weiterer Zufall war, dass wir auf dem Heimweg sowieso bei der Züchterin vorbei fuhren. Perfekter Zwischenstop auf halber Strecke. Tssss. Mal angucken geht ja immer und wir durften das netterweise, obwohl die Welpen erst knapp zwei Wochen alt waren. Ja. So lernten wir Edwin kennen. Er hat einen Pfeil nach oben auf…

  • Wir waren im Zirkus, saßen ganz vorne, als der Elefant den Rest Zuckerwatte klauen wollte. Plötzlich hatte ich neben meiner Tochter diesen riesigen Rüssel auf dem Schoß. Sie war da noch ganz klein, wollte aber u n b e d i n g t nach der Vorstellung reiten. Auf dem Elefanten. Tat sie auch, und das fand ich echt mutig.

  • Als wir Tobi (68/100) bei uns am Haus stehen hatten, war dieses Pony seine Gesellschaft. Die Besitzerin war meine große, ältere Freundin und hat mir viel beigebracht, über Pferdehaltung, reiten und Pflege. Wir waren mit beiden einmal im Urlaub am Meer, sind ein Turnier mitgeritten und haben echt viel Lustiges erlebt. Ich pubertierte währenddessen und nicht immer war alles eitel Sonnenschein zu dieser Zeit. Puh, manches war eher Donnerwetter mit Zeter und Mordio. Nach einem ganz großen Krach und getrennten Wegen sind wir uns später wiederbegegnet, es wurde wieder gut. Ich bin einmal auf Bobby geritten,…

  • Als No 96 darf auch mal der innere Schweinehund erwähnt werden, dem ich in den letzten Wochen dieser Hundert-Tage-Tiere meistens überlegen war. Nunja. Nicht jedes Mal, aber fast immer. Er war auch diesbezüglich nicht sehr dominant. Andere Bereiche beherrscht er besser. Mein kleiner fieser Freund.

  • Reimt sich auf Löwe.

  • „Nach Rügen, nach Rügen! Die fliegen nach Rügen!“ „Nach Süden, jaaa, die fliegen nach Süden. Da muß ich dich aber gut festhalten, wenn die hier rüber fliegen, nicht, dass sie dich noch mitnehmen, wie den kleinen Nils Holgersson!“ „Hahaaa…Maaama…Geht doch gar nicht!“ „Nein. Das geht nicht. Das dürfen die auch nicht. Du musst ja hier bei uns bleiben.“ Ich danke dem Klimawandel, dass sich die Gänse in den letzten Jahren nicht mehr an die Jahreszeiten halten und zum Beispiel letzte Woche einfach mal vier von ihnen nach Rügen flogen. Wir konnten Nils nicht festhalten, wir mussten…

  • Eine dieser Urlaubsbekanntschaften. Man musste von der Pension in Tirol nur den Berg runterrennen, um auf eine große, verwilderte Wiese zu kommen. Dort traf ich mich jeden Tag mindestens einmal mit Jule, einer kleinen, quirligen hellbraunen Mischlingshündin. Sie rannte glücklich hinter jedem Stock her, den ich warf. War sie müde, flitzte sie zurück ins Dorf. Leider gehörte sie jemandem. Ich hätte meine Eltern sonst bestimmt dazu gekriegt, sie mitzunehmen… Bestimmt. (Nicht).

  • Im Sommer 2016 wohnte eine Amsel bei uns im Garten, die pfiff, wie wir noch nie eine Amsel haben pfeifen hören. Fünf Töne, die klangen irgendwie wie der Singsang, wenn man sich versteckt und dann „Hierbinichdoch“ oder “Halloätschibätsch” flötet. Wenn wir Besucher darauf aufmerksam machten, hörten die meisten sie komischerweise erstmal nicht. Oder die Amsel schwieg. Es war der Sommer, in dem wir oft gedankenverloren umherliefen. Verloren umherliefen. Gedanken verliefen. Verlor man sich tief und tiefer, und ertönte die Melodie, machte sie einen lächeln. Jaja… dachte man. Weiß ich doch. Sie war nur in diesem einen…

  • In Mexiko, da, wo ich die Wale gesehen habe, bin ich einmal auch mit Seelöwen geschwommen. Das war ein bisschen gruselig, denn die sind von nahem viel größer, als man denkt. Und sie starrten mich so komisch an.

  • Der Hund meines Onkels und meiner Tante, die unten im Haus meiner Omi wohnten. Mir fällt keine einzige Geschichte zu ihm ein. Außer: Ich durfte nicht mit ihm spazieren gehen. (#storyofmylife) Eng verknüpft mit ihm ist die Erinnerung an Ferien mit meinen Cousins und meiner Cousine, in denen wir John Sinclair Heften verfallen waren. Und der Geruch an das Haus meiner Omi. Ich vermute im Nachhinein, sie war mir tatsächlich wichtiger als Nico, und das fühlt sich irgendwie sehr schön an.

  • Meine Pubertätsbusenfreundin Silke zog mit ihren Eltern um, und weil sie gebaut hatten und alles wahnsinnig chaotisch war, sollte ihr Kater Branco in dieser Hin-und-Her-Phase bei uns bleiben. Das klappte auch gut, er verstand sich mit unseren Katzen und war ohnehin ein Kater der Sorte breitwiehochwielang so gemütlich und ruhig. Aber irgendwie entwischte er uns den einen Tag und war dann weg. Das war natürlich Horror, für uns, meine Freundin und für alle. Die Familie war längst im neuen Haus eingerichtet, als sieben Wochen später ein Anruf ihrer ehemaligen Nachbarn kam. Sie wären nicht sicher, aber…

  • Wir haben vier neue Hühner. Das Huhn, dass Georg für mich ausgesucht hat, ist ein Sussex Huhn. Es heißt Smilla. Alle vier sind wie echte Teenager und wollen abends nicht ins Bett. Sie wollen nix davon wissen, dass hier abends der Fuchs rumschleicht. Der Yodahahn und Jar-Jar-Binks schlafen derweil schon tief und fest.

  • Ich habe das „Tier des Tages“ gestern nicht geschafft zu zeichnen, obwohl es mir direkt in mein Zimmer flog. Beobachtungen zufolge flog es zur Haustür rein, ward eine Weile nicht mehr gesehen, und flatterte dann im dritten Stock über meinem Zeichentisch herum. Den Weg aus dem Fenster fand die Kohlmeise schnell und ich glaube, wir kannten uns schon. Ich habe so ein Vogelhäuschen am Fenster kleben, da blinzeln wir uns täglich zu. Wahrscheinlich wollte sie nur mal die Perspektive wechseln.

  • Es gibt Pferde, die siezt man. Und fragt sie, ob es ok ist, wenn man sich ihnen nähert. Die nie von sich aus aufdringlich werden würden, oder anhänglich, bei denen du vielmehr stolz bist, wenn sie dich überhaupt eines Blickes würdigen. So eins ist Moussu.

  • Schäfchenwolken? Ich hab vor ner halben Stunde eine echte Ferdinandwolke gesehen. Die kam grade passend.

  • „Weißt du, was er ihm für einen Namen gegeben hatte? Ich musste mich grade dran erinnern.“ „Nein? …. Affi?“ „Nee. Er meinte, er nennt ihn J Zwei.“ „Oh. War das jetzt eine große Ehre? Oder- …. eher frech, wenn ich mir ihn so anschaue….?!“ (Wir lachen. Stop: Ich lache. J weint.) „Nein, Mama, so war er nicht. Er meinte das ehrlich.“ „Ja. Stimmt“, natürlich lache ich jetzt nicht mehr. „So war er.“

  • Die unsichtbaren Tiere meiner Kindheit waren diverse Springpferde, mit unterschiedlichen Namen, unterschiedlicher Rassen in unterschiedlichen Farben. Ich saß auf, sobald ich nach der Schule aus dem Bus gestiegen war und galoppierte den ganzen Weg nach Hause. Jeder Gulli war ein Sprung und an jedem Bordstein tänzelte das unsichtbare Pferd ungeduldig. Manchmal brach ich mir ein Stöckchen als Gerte ab, es wirkte dann irgendwie echter.

  • Endlich. Here we go: Die restlichen VON den hundert. Letzte Woche bin ich von einer Pferdebremse in die Stirn gestochen worden. Erstaunlicherweise mehr Natural-Botox als Look-Alike-Klingone. Könnte man fast eine Geschäftsidee draus entwickeln.

  • Ausdrückliche Werbung für: Mädchen, ein Buch (nee, zwei!), einen Blog, mich selber, Jungs und einen Illustratorenkollegen, plus einer Verlosungs-Verlinkung! Vor kurzem habe ich Illustrationen zu diesem kleinen Buch von Dela Kienle gemacht. Guckt mal hier, bei Uta von „wer-ist-eigentlich-dran-mit-katzenklo“, ich hatte ihr als Fachfrau eins zum Lesen geschickt und das tat sie und verlost es jetzt sogar! Man kann es aber auch direkt bestellen, natürlich beim Buchhändler des Vertrauens, aber auch hier. (tatsächlich, erklärte mir meine Lektorin auf der Messe, ist es für ein Buch sehr förderlich, wenn es dort oft bestellt und vielleicht sogar nett rezensiert…

  • Heute ist der letzte Abend meiner einwöchigen „Arbeitsklausur“ im Kloster. Stille, Einfachheit, Alleinsein, Ruhe, Geborgenheit, gute Geister drumherum und Schwestern, die so freundlich, offen und liebenswert sind. Gutes Essen! Sofort festgestellt: Ich kann noch zeichnen. Ich habe auch Ideen. Mein Buch wird gut. Ich schaffe es. (heute nicht fertig, aber dann) Natürlich habe ich auch ein bisschen prokrastiniert (siehe hier), übermässig früh geschlafen und zu viel geraucht. Morgen früh fahre ich nach Hause. Mit großem, dankbarkeitsgefülltem Herzen. Ich freue mich schon. Hier ein paar Bilder. Wenn ich wieder zuhause bin, geht es dann auch weiter mit…

  • Von den Küken, die das Yodahuhn (35/100) ausbrütete, überlebte ja, wie ihr schon wisst, nur der Yodahahn. Die anderen wurden entweder vom Marder, vom Fuchs wahrscheinlich, vor allem aber vom Habicht erwischt. Einmal gingen wir mit den Hunden spazieren und hörten, kurz bevor wir wieder zuhause waren, schon lautes Alarm-Gegacker. Wir rannten los. Noch auf dem Waldweg erschien der Raubvogel in der Luft mit einem der Küken in seinen Fängen. Als er direkt über uns war, ließ er es fallen. Oder warf es runter. So wirkte es. Wir hätten es auffangen können, aber es fiel zu…

  • Eindrücklich war das Erlebnis, ein riiiiiesiges Stück von einem Damhirsch in der Hängematte verheddert zu finden. Nachdem uns der alarmierte Förster beruhigt hat, der könne durchaus mit dem halben Geweih überleben, kicherten wir über die Vorstellung, wie der Hirsch, bevor er erschrak, gemütlich zwischen den Bäumen schaukelnd ein Nickerchen machte. Kein schadenfrohes Kichern. Eins, was Sorge überspielt.

  • Meine Freundin von gestern, die mit den Pferdedufttütchen, ist das einzige Mädchen, welches ich kenne, dass es geschafft hat ein aus dem Nest gefallenes Vogelkind zu retten. Piep war supersüß und superzahm, kackte überall hin und flog irgendwann ab und zu, dann für immer in die Freiheit. Blieb aber in der Nähe. Ehrensache.

  • Von Westberlin aus haben wir mal Urlaub auf dem Bauernhof gemacht, im Teutoburger Wald. Meine Freundin und ich konnten dort jeden Tag reiten. Wir steigerten uns wahnsinnig rein, in unsere Liebe zu Timmi („ihrem“-) und Alex („meinem“ Pony). Am Ende der Ferien schlichen wir uns in den Stall, schnitten den Beiden heimlich ein paar Schweifhaare ab und steckten sie in kleine Plasiktüten. Daran haben wir monate-, vielleicht sogar jahrelang geschnuppert und sind vor Sehnsucht regelmäßig in Tränen ausgebrochen. Hier habe ich lustigerweise mehr Erinnerungen an den Geruch dieses Tütchens, als an das Aussehen des Ponys. Auf…

  • Unsere ersten Hasen, spontan mitgenommen vom Kinderbauernhof in Ribbeck hießen Inga und Magda. Falls sich wer wundert: Bei Instagram hatte ich Magda und Martha verwechselt. Die Häsin hieß gar nicht wie meine Nichte heißt.

  • Als meine Schwester ganz klein war, sagte sie statt Pinguin Puddingin. Wobei sie auch Pudding leider nicht wirklich aussprechen konnte. Pudding klang wie Pund-Ding. Folglich hießen Pinguine bei uns immer Pun-Ding-Ine.

  • Es gibt diese kleinen Gummitiere, die man an glatte Oberflächen schmeißt. Sie pellen sich dann langsam ab und sehen dabei sehr lustig aus. Nils kriegte so eine geschenkt, sie kam mit einem grandiosen Aufheiterungspäckchen, und wir haben so gelacht, als die blaue Krake im Wohnzimmer an die Decke flog und kleben blieb. Da klebt sie immer noch. Ich werde den Maler, der Ende August zum Streichen kommt, bitten müssen, die Stelle auszusparen. Edit: Und habe zu spät dran gedacht! Plötzlich war die Decke weiß und keiner der Arbeiter konnte sich erinnern, eine blaue Krake abgepult zu…

  • Ich habe gerade nachgesehen: Im September 2013 haben wir sie im Wald gefunden, als wir mit den Ponys unterwegs waren. Hier: klick! Irgendwie eingefangen gekriegt und in meinem Halstuch nach Hause getragen. Meggie ist die, die Tochters Liebe für Wellensittiche geweckt hat. Die Frau von dem grünen Kiwi und später dann Nick, der ihr jetziger Partner ist. Freundin von der zugeflogenen Lu. (23/100) (Die hatte leider einen Tumor und starb, kaum angekommen, vor ein paar Tagen…) Meggie bleibt hoffentlich noch schöööön lange bei uns!

  • Jetzt kommt der schwarze Fleck auf meiner Tiergeschichtenweste: Juri. Wir waren mit Baby A und dem verwitweten Karlsson am Grunewaldsee spazieren, und sahen eine Frau mit einem winzigkleinen Galgobaby. Aus Spanien gerettet. Ein Zuhause suchend. Wir überlegten eine Weile und entschieden uns, wieder einen zweiten Hund aufzunehmen. Es war von Beginn an nicht leicht. Wir wohnten im zweiten Stock und ich wurde Meisterin darin, das Baby binnen Sekunden ins Tragetuch zu stecken, um den Hund rechtzeitig nach unten zu tragen. Er kackte Berge von Würmern. Überall hin. Sonst nichts. Das gab sich natürlich irgendwann, auch wurde…

  • Mein erstes Pferd habe ich zu meinem zweiten Geburtstag bekommen und wir sind sofort gestürzt. Natürlich bin ich wieder aufgestiegen. (obwohl ich mich glaube zu erinnern, dass ich ewig gebraucht habe, um mich zu trauen. Drei bis fünf Jahre circa.) Da vorne steht es, in der Ecke meines Arbeitszimmers. Boah, ist das alt.