14. August

„Wie fühlt es sich an?
Wenn alles an diesem Buch Eigenes ist ?“

erstes
Dies ist das ALLERERSTE, was ich aufgeschrieben habe, in ein Notizheft.

Manchmal frage ich mich, ob es komisch klingt, wenn ich mich SOOO sehr auf mein fertiges Buch freue.
Ist der Inhalt doch das Schrecklichste, was mir, was uns passiert ist.
Aber auf das, was es geworden ist, darauf freue ich mich.
Und darüber, die Geschichte von Nils vielen Menschen erzählen zu können.
Auf meine Weise.
Alles in dem Buch ist natürlich Eigenes.
Wie in jedem Buch und der Anfang war für mich besonders  schwer.
Ich habe mir ziemlich bald Hilfe geholt,
von einer ganz großartigen Schreibberaterin.
(www.katja-frechen.de).

Von ihr kam (neben tausend besten anderen…auf einige komme ich sicher noch zu sprechen) der Rat,
erstmal nicht „Ich“ und „mir“ zu denken, sondern von „der Mutter“ zu schreiben. Puh, hat mir das geholfen!
Etwas Abstand zu nehmen in der Phase des Entwickelns der Geschichte.
Alles noch mal rauszukramen und so. Mit der Mutter habe ich dann natürlich trotzdem sehr gelitten, aber es war irgendwie auszuhalten.
Jetzt fühlt es sich ähnlich an. Ich sehe nur das Buch und die Geschichte, ihre Figuren, all das Schöne und Traurige und Gemeine, die Bilder und die Liebe, die drinsteckt.
Was in echt passiert ist, ist eine andere Ebene.
Die liegt tiefer in mir drin und ist ganz gut geschützt.

 

Und mit diesen Aufzeichnungen zur Figurenentwicklung wisst ihr nun ALLES über mich, äh, über die Mutter.
Und mit diesen Aufzeichnungen zur Figurenentwicklung wisst ihr nun ALLES über mich, äh, über die Mutter.

 

Aus dem Archiv III

Da müsst ihr jetzt durch, denn:
Meine Güte- ich hab viel mehr nicht gepostet, als ich dachte.
Dies hier, ich habe sogar noch eine passende Zeichnung dafür gefunden.

Wasdennnun

Ich habe in letzter Zeit das Problem, dass mir zu viele Bücher, Leute aus dem Internetz und von Istagram zu viel bestimmen, wie man
a u f g a r k e i n e n F a l l
mit Trauernden umgehen darf.
Man darf nicht fragen, man darf nicht Mut machen, man soll nicht auf Schönes hinweisen, nicht auf Schlimmes,
man muss vermeiden dies zu tun, jenes zu unterlassen, und so weiter.
Ich lese diese kleinen Artikel oder kurzen Texte und weiß dann auch nicht.
Geht einfach um.
Gibt immer ne Fehlerquote. Bei allem.

Aus dem Archiv II

Dies hier ist vom 12. November 2019 und passt ganz gut zu der Frage, wie mein Arbeitsflow so gewesen war. Gestern war auch der Zwölfte, ich weiß.

Vormkampf.jpg

 

Der Zwölfte und ich habe schon wieder keine Zwölf gezeichnet.

Blöd und vielleicht ärgere ich mich über meine ungezeichnete Lebenslücke, wenn ich mal über sechzig bin, vielleicht ist es mir dann auch egal.

Ich muss mich um andere Dinge kümmern.

Muss meine Kampfesunlust bekämpfen und das tun, worauf ich mich seit Jahren gefreut habe. Mir und euch Rüstungen anziehen und nach Herzenslust morden und meucheln.

Natürlich nur auf dem Papier.

Läuft nicht gut… sonst würde ich ja nicht hier schreiben. Bin müde und träge, hasse Gewalt und überhaupt. Vielleicht will ich nur nicht anfangen, aufzuhören?

 

Edit: Habs ja dann geschafft. Also aufzuhören. Das andere wird nicht gespoilert.

 

 

Aus dem Arschiv….

Das habe ich gerade beim „Aufräumen“ gefunden, vom 8. Mai.
Irgendwas hinderte mich damals wohl daran, es zu veröffentlichen …
vielleicht hatte ich kein Bild dazu.
Egal.
Finde es aber zu gut, um es wegzuwerfen.

Letztens:

„Verschwörungstheorien?
Ich denke nur ein Stück weiter als der Rest.
Man darf doch wohl auch was anders sehen als diese Virologen und Politiker.
Muss ja nicht alles glauben, was einem erzählt wird.
Ich habe halt meine eigene Meinung.
Und es gibt auch Studien von echten Wissenschaftlern, die das belegen.
Deswegen muss ich ja kein*e Verschwörungstheoretiker*in sein.
Bin eben offen für alles.“

Am Arsch? Oder wo offen?

12. August

Be- und Er-kenntnisse.
Geheime Vorzeichnungen,
Einblicke in rudimentäre Storyboardskizzen,
Bilder von meterhohen Papierstapeln.
Kleine Anekdoten, Geschichten, merkwürdige Schnipsel und Auszüge
aus mehr oder weniger verzweifelten – Schrägstrich – euphorischen Mails,
die ich verfasst habe während der ganzen Zeit.
Eventuell wiederhole ich mich bei einigen Sachen,
hatte es vielleicht schon mal irgendwo gepostet,
seht es mir nach.
Ehrlich gesagt, musste ich gerade erstmal selber recherchieren,
was ich eigentlich die ganzen letzten dreieinhalb Jahre gemacht habe.
Hier und bei Instagram also ab jetzt: Alles über das Buch NILS.

Falls ihr Fragen habt- oder euch irgendwas besonders interessiert- schreibt es mir in die Kommentare!

 

Lampe1

31. Juli

Scan 24imaginary

Fünfter und schon letzter Tag: „Imaginary Animals“.

Tiere zu vermenschlichen finde ich blöd.
Tiere in Anziehsachen zu stecken und zu fotografieren auch eher örgs, meistens.
Ich liebe es aber, sie so wie hier zu zeichnen.
Ist ja nur imaginary.
Und inspiriert von „Hamilton“, dem Musical.
Edwin wäre auf jeden Fall Hamilton.

27. Juli

 

insects2insects1

image

 

 

Was ist eine sehr sehr gute Idee, wenn Montag ist und
man so richtig neu wieder anfängt zu arbeiten?
Erwähnte ich eigentlich, dass ich f e r t i g bin?
Nicht, dass ich nix hätte zum Arbeiten… zum Glück hab ich was!
Aber trotzdem ist eine Instagram-Drawing-Challenge supergut um die Fingerchen aufzuwärmen.
Und ihr habt auch was davon.
Krieg ich direkt ne Woche den Blog voll.
#incrediblecreaturesweek bedeutet,
an fünf Tagen fünf spontane Zeichnungen von fünf thematisch vorgegebenen Tieren.
Heute Tag Eins: Insekten.