23. März

Norbert

Was ich nervig finde:

Jammern darüber, dass man an sozialer Distanz leidet.

Jammern über Kinderbetreuung, die man voll anstrengend findet.

Jammern über den Stress vom Homeschooling.

Jammern über zu viele Corona-Witz-Videos.

Sechs von zehn Corona-Witz-Videos.

Und ja: Ich habe es gut.
Könnte trotzdem über das ein oder andere jammern, will ich aber nicht.
Nicht jetzt, wo Alle echte Gründe zum Jammern haben.

Was ich liebe:

Den täglichen Fest und Flauschig Podcast.
(der mich solche albernen Bilder zeichnen lässt)
Und Pferde.

Meine mitmutigen Gedanken allen, die Angst haben, chronisch krank und oder immungeschwächt sind,
oder die in unglücklichem, schlechten oder gewalttätigem Umfeld leben,
oder irgendwie sonst in Not sind.
Die jammern hoffentlich bitte bitte laut und rufen um Hilfe.

8 Gedanken zu „23. März“

  1. ja, immer wenn ich mir etwas leid tu, kommt etwas, was viel heftiger ist – bei Anderen – als das kleine Bischen, was ich gerade im Kopf habe
    Danke für Deine mutigen Gedanken und Deine wunderbaren Bilder
    Nina

  2. Das Jammern, nur weil man nun die eigenen Kinder ständig um sich rum hat, das kann ich auch nicht begreifen. Das sollten die Eltern genießen und nicht meckern.
    Und danke für die mitmutigen Gedanken, die wir hier gerade dringend brauchen.

  3. Hm, über das Gejammer habe ich mir Gedanken gemacht. Und wer darf jammern? Ab wieviel Schicksalsschlägen ist man berechtigt dazu? Wieviel Leid muss man ertragen (haben), um jammern zu „dürfen“? Darf ich mit meinen Schicksalsschlägen jammern und beurteilen, ab wann, wer es darf?
    Zur Zeit jammern, klagen und weinen! Ja, weil die Situation schrecklich ist, weil sie verunsichert, dünnhäutig macht, Ängste und Sorgen hervorbringt! Und weil sie jeden einzelnen betreffen, beeinträchtigen und viel abverlangen! Und warum sollten nicht auch die jammern, die scheinbar nichts zu jammern haben?

    1. Alle dürfen jammern. Oder über zuviel jammern jammern. Oder Jammern, weil niemand wie man selber jammert. Oder eben jammern, wenn man eigentlich nix zu jammern hat. Man sollte nur gucken, nicht über die Anwesenheit von Kleinkindern zu jammern, wenn ich daneben stehe und gerade schlechte Laune habe. Dann haue ich.
      Und ja- das darf ich. Hehe.

  4. Das hast du großartig auf den Punkt gebracht und mich damit zum Lachen gebracht. Mich zum Lachen zu bringen, ist übrigens gar nicht sooo einfach. Aber du schaffst das. Bedeutet: Suchtgefahr! Also sauge ich ihn auf, deinen Blog. Kostet mich viel Zeit, aber ich will ja nicht jammern ;)
    Dankbare Grüße 🌻

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