Aus dem Archiv III

Da müsst ihr jetzt durch, denn:
Meine Güte- ich hab viel mehr nicht gepostet, als ich dachte.
Dies hier, ich habe sogar noch eine passende Zeichnung dafür gefunden.

Wasdennnun

Ich habe in letzter Zeit das Problem, dass mir zu viele Bücher, Leute aus dem Internetz und von Istagram zu viel bestimmen, wie man
a u f g a r k e i n e n F a l l
mit Trauernden umgehen darf.
Man darf nicht fragen, man darf nicht Mut machen, man soll nicht auf Schönes hinweisen, nicht auf Schlimmes,
man muss vermeiden dies zu tun, jenes zu unterlassen, und so weiter.
Ich lese diese kleinen Artikel oder kurzen Texte und weiß dann auch nicht.
Geht einfach um.
Gibt immer ne Fehlerquote. Bei allem.

5 Gedanken zu „Aus dem Archiv III“

    1. Eher: Falsch ist nichts. Und ne Fiftyfifty-Chance, von „richtig“. Wobei „richtig“ ein komplett zufälliger Faktor ist. Kann am Wetter oder Hormonen scheitern. Also bei mir. Aber ich finde, lieber hundertmal falsch richtig, als nur einmal vorsichtig richtig falsch. Oder so.
      Oder gar nicht bewerten.
      Oder alles.
      Wenn ich mal versuche, zu sagen, wie es geht. Haha!

  1. Ich finde, das Schlimmste ist eine bestimmte Art Schweigen, also nicht so ein gemeinsames Schweigen, wo jemand anwesend ist, der einen kennt/versteht, eher dieses Vermeiden, das einem das Gefühl gibt, als wäre nichts. Vielleicht zeigt das auch, wo Nähe und Mitgefühl ist; oder Hilflosigkeit, die jedoch, ohne es anzusprechen weh tut – oder auch tatsächlich nichts.

  2. Vielleicht ist das jetzt falsch, aber ich trau mich trotzdem: ich fragte die Mutter einmal in einem Kommentar, wie sie das schafft, gar nicht wütend zu sein. Damals hat sie hier berichtet – aus meiner Sicht sehr sachlich und wie ich fand, trotz allem, was da wohl schief gelaufen ist und am Ende einem kleinen Buben die Chance für ein längeres Leben hier auf Erden genommen hat, war ihre Wut nie dominant im Vordergrund, oder verdrängend. Also hier. In ihren Worten und Bildern hier im Netz, die ich mitbekommen habe. Ich hatte der Mutter damals angeboten, mit dem Fahrrad nach Berlin zu kommen und ggfs. die nötige Haue den richtigen Beteiligten zukommen zu lassen, so beeindruckt war ich von der bewahrten Haltung in all ihren Zeichnungen und Texten. Jetzt kommt das Wort Wut im Titel ihres Buches vor und meine Ehrfurcht – klingt jetzt so geschwollen, aber mir fällt gerade nichts anderes dafür ein – ist ungebrochen. Ich denke, ich möchte das Buch aus diesem Grund haben. Ich hätte sie damals wirklich alle verhauen, oder zumindest unflätlich beschimpft, ich bin super in neuen Wörtern erfinden! Jetzt fällt mir kein charmanteres Ende ein. LG aus Bayern, dem rüden Bergvolk ;) PS: ich haue nicht. ich stelle es mir ab und zu vor, aber ich mache das nicht – nur damit hier niemand beunruhigt ist.

    1. Fehlerquote: ich habe keine Ahnung, wie ich das geschafft habe, wollte eigentlich unter einem anderen Beitrag von dir kommentieren. Aber jetzt ist der Kommentar hier gelandet. LG

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