16. Januar

kaltedusche.jpg

Seit ich in der Pubertät mit Kreislaufsachen zu tun hatte, dusche ich morgens erst normal, dann eiskalt zum Schluß.
Egal, wie ich mich fühle, mache ich  i m m e r  .
(außer schwanger, da nicht.)

Heute dachte ich:
Mit dem Kreislauf hat das nix mehr zu tun.
(Pubertät ist auch schon ne Weile her)

Für mich ist es ein Moment, in dem ich mich selber der Kälte ausliefere,
grausam, gnadenlos, unerbittlich. Ich mag das.

Den winzigen alltäglichen Mut, das warme Wasser auszustellen, die Überwindung,
das kurze Aushalten und wenn der Schmerz nachlässt. Dann gehts.

15. Januar

 

willkommen
„Wo Arme überall rauswachsen können.“

Mein nicht gefasster Vorsatz, im neuen Jahr wieder täglich eine Zeichnung oder sowas  zu veröffentlichen, um in diesen feinen Blog-Flow zu kommen, ist nun schon fünfzehn Tage nicht alt.

Habe übrigens letztens eine schöne Formulierung für Neujahrsgrüße bekommen und für mein Leben übernommen:
Willkommen im neuen Jahr.

Willkommen!

13. 12. 2018

Scan 47.jpg
Nach dem Aufwachen denke ich oft kurz Gedanken,
die sich im Laufe des Tages verflüchtigen.
Den hier habe ich mir aber gemerkt.
Was, wenn Leute denken: Ist die stark.
Wie die es schafft, ihre Trauer auf diese positive Art zu verarbeiten,
soviel Licht zu zeichnen, inzwischen alles im Griff zu haben.
Was, wenn jemand denkt, die profitiert sogar davon? In jeder Hinsicht?
Also kreativ und geschäftlich gesehen.
Denkt euch lieber nichts. Denn irgendwie stimmt das alles und auch alles nicht.
Hat mich keiner gesehen, gestern bei der Post, als im Hintergrund an einer Kasse ein etwa dreijähriges Mädchen einen Trotzanfall bekam und wie um ihr Leben schrie.
Ihre Mutter kühl und souverän gar nicht drauf reagierte.
Es brüllen ließ.
Vier Minuten lang.
Und ich fast zusammengebrochen bin.
Zitternd, mit Schnappatmung und Augen, aus denen Wasser rauslief.

Ein Glück war da ein Hocker.
Und die Postmitarbeiterin so fein klassisch
vorweihnachts-brandenburg-deutsche-post-unfreundlich,
dass ich mich schnell beruhigt habe.

3. Oktober 2018

img_5445

Heute ist der letzte Abend meiner einwöchigen „Arbeitsklausur“ im Kloster.

Stille, Einfachheit, Alleinsein, Ruhe, Geborgenheit, gute Geister drumherum und Schwestern, die so freundlich, offen und liebenswert sind. Gutes Essen!
Sofort festgestellt:

Ich kann noch zeichnen.
Ich habe auch Ideen.
Mein Buch wird gut.
Ich schaffe es. (heute nicht fertig, aber dann)

Natürlich habe ich auch ein bisschen prokrastiniert (siehe hier), übermässig früh geschlafen und zu viel geraucht.

Morgen früh fahre ich nach Hause. Mit großem, dankbarkeitsgefülltem Herzen.
Ich freue mich schon.

Hier ein paar Bilder.

img_5530
Wer den Text nicht lesen kann (ich nicht auf dem Foto):  „Abends musste ich den toten Jesus abhängen und auf den Sessel legen. Ich kann nicht schlafen, wenn er direkt im Blickfeld am Fußende so gestorben aussieht.“  Nach der ersten Nacht hatten wir uns dann aneinander gewöhnt.
img_5476
Der Blick von meinem Zeichentisch

img_5462img_5448img_5519img_5498

img_5490
Abendbrot
img_5529
Gerechtigkeit-Mässigkeit(hä?)-Tapferkeit-Klugheit

Wenn ich wieder zuhause bin, geht es dann auch weiter mit den 100 Tieren.

 

12.Mai

Vergesst sofort wieder das erste Bild. Keine Ahnung, vielleicht war ich noch zu müde, zu hektisch, zu hormonell aufgestaut. Uns verbindet so ne Art Hassliebe, meine Menstruation und mich. Deshalb.
TMI! („TooMuchInformation“, würde G. jetzt kreischen)

Ist auch schon spät. Also, Danke fürs Zuschalten.
Mehr Zwölfer wie immer bei Caro von DraussennurKännchen!

12v12Mai2018-112v12Mai2018-212v12Mai2018-312v12Mai2018-412v12Mai2018-512v12Mai2018-6.jpg

24. April

Nilgänse.jpg

Die Nummer 22/100 der Tiere aus meinem Leben heute ausnahmsweise erstmal hier im Blog.

Heute früh watschelten auf der Weide meiner Stallnachbarin zwei Gänse herum. Pickten mal hier mal da, um den grossen Schimmel herum, und das war so schön anzusehen.
Tatsächlich hatte ich noch nie vorher solche Wildgänse gesehen.

Kurz fotografiert, dann gegoogelt.
Schnell die passenden Bilder gefunden, dann den Namen gesehen,
erst falsch gelesen – klar –  es sind Nilgänse.
Verrückt, dass ich von denen heute zum ersten Mal höre, oder?

Den Rest habe ich erst vorhin nachgelesen.

Jetzt verstehe ich auch, warum letzte Woche ein Gänsepärchen versucht hat, auf den brandenburgischen Kiefern zu landen. Ich dachte erst an so ne Art Blitzevolution. Oder, dass jetzt schon die Gänse durchdrehen. Nicht weiter verwunderlich. Aber das waren die beiden hier. Die brüten offenbar auch auf Bäumen.

Edit: Eine Instagram-Leserin machte mich auf den Artikel in der FAZ aufmerksam.
Da gibt es noch mehr: AchdumeineGüte. Ich habe mir nicht alle durchgelesen, aber die Nilgänse haben dort scheinbar ein eigene Kolumne inzwischen.