15. März

Kaum hatte ich gestern beim Arbeiten irgendwann den Gedanken,
mir würde eigentlich eine wegweisende Eigenschaft fehlen,
nämlich die Gutallgemeineratschlaggebenkönnende, 
fiel mir dann plötzlich ein echt praktischer in die Hände und ein
und den gebe ich jetzt mit Überzeugung und vollweisheitgelöffelt weiter:

Was man morgens beachten sollte, wenn man sehr traurig ist.

fürmorgens

7. März

Henri.jpg

Wie das so ist bei Skizzenblättern. Immerhin trifft ihn eine Zeichnung recht genau.
Rechts oben.
Habe noch nie was über Henri geschrieben hier….
Und jetzt auch keine Zeit mehr.
Na gut, eine Kleinigkeit:
Er bringt mir meine Hausschuhe, wenn wir reinkommen. Einfach so. Naja… meistens nur den einen.
Aber den schleudert er mir jedesmal entgegen, während ich mir noch die Stiefel ausziehe.
Guter Hund.

4. März

 

Das Getüm.jpg

Wir in Berlin und Brandenburg haben heute nicht frei, wegen Fasching.
Ich feiere das, weil ich kein Karnevaltyp bin.

Einmal bin ich zum Fasching in der Schule als Getüm gegangen.
Das Kostüm war perfekt, mit roter Kindergartentasche,
in dem ein riiiesiges Taschentuch drin war.
Nachdem mir zum hundertsten Mal gesagt wurde, was für ein hübscher Drache ich wäre,
woraufhin ich jedesmal zurück zischte, ich wäre kein Drache,
sondern DAS GETÜM,
war meine Laune unterirdisch.
Alles Idioten, die nie die weltbeste Schallplatte gehört oder das Buch gelesen hatten.

 

2. März

wehren.jpg

 

 

Als ich in der ersten Klasse war, bin ich alleine mit dem Bus durch Berlin zur Schule gefahren.
(fast alleine, meine Mama meint, sie beschattete mich eigentlich heimlich…aber egal.)

Einmal, auf dem Nach-Hause-Weg saß ich vorne auf dem Vierer, umringt von Omis.
Meine Beine reichten noch nicht bis auf den Boden.
Mir gegenüber war ein Junge, der war schon richtig groß, ungefähr vierte Klasse.
Er streckte mir permanent die Zunge raus und ärgerte mich den ganzen Weg lang.
Vielleicht dachte er, er könne mich einschüchtern oder zum Weinen bringen.

Irgendwann holte ich mit einem feinen Schwung aus, zielte, und trat ihn wortlos volle Karacho vors Schienbein.
Seinen erstaunten Blick werde ich nie vergessen.

Und auch nicht mein Gefühl, als ich dann aufstand und nach hinten zum Ausstieg ging.
Mich recken musste um den Stop-Knopf zu drücken und wartete, bis der Bus hielt und sich die Tür öffnete.
Ich spürte die Blicke der Omis, die nicht strafend, sondern voller Respekt waren.
Klar zitterten mir draussen die Knie, aber ich fand mich auch echt gut.

Ich halte nichts von Gewalt, auch nichts von Treten oder Schlagen.
Aber viel davon, sich überhaupt gar nichts gefallen zu lassen.

25. Februar

Pussifertig

Probleme.

„Sie nerven so!
Seit über zehn Jahren gehen sie mir auf die Nerven!
Sie wollen sich nicht ändern, oder?
Sie wundern sich, dass ich sie nicht mag?
Wagen sie nie wieder, zu erzählen, sie könnten es nicht ertragen, dass ich sie nicht mag.
Niemand mag sie!
Aber das können sie wohl nicht gut haben.

Ihr Problem, wenn sie ihre Hunde freilaufen lassen!“

Jetzt, wo ich es so aufgeschrieben habe, klingt es lustig, ist es aber in echt nicht.
Warum darf sie frei rumlaufen?