16. Oktober

 

Nachträglich die ZwölfvonZwölf des Oktobers.

Live von der Frankfurter Buchmesse diesmal und daher ganz aussergewöhnlich mit feinen Gastbeiträgen von Frau Knopp (ich soll das Pferd sein) und  Frau Wien. (Danke!)

Ich wünschte, ich hätte noch zwei weitere ZeichnerInnen verpflichtet (…), weil am Ende fehlen mir No 11 und 12. Nicht schlimm, ich war ja auch nicht zum Zeichnen dort, sondern zum Arbeiten. Deshalb musste ich nach dem zehnten Bild auch den Stift weglegen. Es war toll: sehr inspirierend, sehr lustig, sehr voll, sehr lehrreich, sehr ermutigend und zukunftsweisendserfolgreich. Von daher: jetzt schnell ran an die Arbeit.

Mehr 12von12 gibt es wie immer bei DraussennurKännchen! Ach, und: Happy Birthday nachträglich, liebe Caro!

 

29. September

Hund.jpg

Letztens fragte eine Freundin, ob der Herbst für mich besonders bedrückend ist. Weil ja alles vergeht und fällt, verwelkt und stirbt.
Ich litt früher sehr unter den Herbsten.
Ehrlich gesagt, bekam ich schon am Anfang der Sommerferien Angst vor deren Ende und dem damit beginnenden Herbst. Häufig machte ich zu dieser Zeit Termine mit verschiedenen Therapeuten.
Meine Omi hatte so einen tollen Begriff dafür- den reiche ich nach- er fällt mir nicht mal mehr ein. Nee, nicht Herbstdepression. (Mama?)
Also, ich fand ihn schon schön, den Herbst, mit dem Licht und der Luft und den tollen Farben… aber diese Dunkelheit und die Kälte und die ganzen Viren, die durch die Luft flogen. Örgs.
Die schnürten mir die Kehle zu.

Warum das weg ist. Keine Ahnung. Aber es ist eine gute Nebenwirkung meiner Trauer, die man hier ruhig auch mal erwähnen kann.

Edit: „Dat aaame Dier.“ So nannte sie es, meine Omi. Das ist plattdeutsch. Danke, Mama! Visuell hatte ich es offenbar noch drin im Hirn, jetzt passt die Zeichnung perfekt!….

Ich hatte wieder dat aaame Dier. Wie ich diesen Ausdruck liebe!

27. September

Yoga1Yoga2Yoga3

Ob ich die jetzt alle genau korrekt gezeichnet habe, weiß ich nicht, wahrscheinlich nicht.
Ich mache sie aber genau so, wie es sein soll…

Mit meinem Yoga ist es so:

Meine Lehrerin bietet an, einem in sechs lose aufeinander folgenden Einzelstunden ein ganz individuelles Programm zu entwickeln. Ich bin überhaupt nicht der Gruppentyp. Und wahrscheinlich auch keine klassische Yoga-Typin. Vor elf Jahren hatte ich genau dies schon einmal gemacht, allerdings mit dem Fokus auf:
Komm mal runter, entspann dich, du musst keine Angst haben, fürchte dich nicht. Das habe ich ziemlich bald nicht mehr gemacht. Eher eine geraucht.

Jetzt geht es eher um meinen angeschlagenen Rücken, meine durch verschiedene Umstände verloren gegangene Mitte und um Lebensmut. Den habe ich durchaus schon vorher gehabt, den Mut, aber ich mag es sehr, ihn mir jeden Morgen neu zu „verordnen“.

Mir fehlen die Fachbegriffe für die Übungen, aber das finde ich ja gerade schön. Gebe ihnen meine eigene Bedeutung. Ich liebe zum Beispiel dieses Vorbeugen, in sich zusammenfal(t)en, in dem ich manchmal erwäge, das Atmen jetzt einfach mal einzustellen, so wenig Luft brauche ich. So wenig will ich. Schlicht liegenbleiben, denke ich dann. Und doch- muss ich mich irgendwann aufrichten und einatmen. Und habe die Kraft, das zu tun. (vgl. dazu letzte Pose letztes Bild…haha!)

Es ist übrigens rein körperlich kein bisschen anstrengend und es entstehen keine tollen seitlichen Muskelstränge in der Bauchregion. Auch das stört mich nicht, weil innere Werte und so ab einem bestimmten Alter ohnehin sexier sind.