28. März

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-nichtmehr-

Nachdem ich gestern ins Buch gezeichnet hatte,
blätterte ich abends etwas weiter und fand das hier.
Genau, was ich vorher im Wald nicht ausdenken konnte.
Mit allem drin über den Frühling und Alles.

Also an seinen schlechteren Tagen.

Mein Freund Rilke.

15. März

Kaum hatte ich gestern beim Arbeiten irgendwann den Gedanken,
mir würde eigentlich eine wegweisende Eigenschaft fehlen,
nämlich die Gutallgemeineratschlaggebenkönnende, 
fiel mir dann plötzlich ein echt praktischer in die Hände und ein
und den gebe ich jetzt mit Überzeugung und vollweisheitgelöffelt weiter:

Was man morgens beachten sollte, wenn man sehr traurig ist.

fürmorgens

5. März

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Gestern erst habe ich dieses Wort gefunden.

Nilsweh.

Nicht zu vergleichen mit Heimweh, Fernweh, Bauchweh, Herzweh, Halsweh.
Nicht so allgemein und abgewetzt wie Trauer.
Wir hier haben gerade sehr viel und sehr schreckliches Nilsweh.

(jeder kann natürlich variabel den Namen vor das „WEH“ setzen, der sein muss. Praktisch.)

2. März

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Als ich in der ersten Klasse war, bin ich alleine mit dem Bus durch Berlin zur Schule gefahren.
(fast alleine, meine Mama meint, sie beschattete mich eigentlich heimlich…aber egal.)

Einmal, auf dem Nach-Hause-Weg saß ich vorne auf dem Vierer, umringt von Omis.
Meine Beine reichten noch nicht bis auf den Boden.
Mir gegenüber war ein Junge, der war schon richtig groß, ungefähr vierte Klasse.
Er streckte mir permanent die Zunge raus und ärgerte mich den ganzen Weg lang.
Vielleicht dachte er, er könne mich einschüchtern oder zum Weinen bringen.

Irgendwann holte ich mit einem feinen Schwung aus, zielte, und trat ihn wortlos volle Karacho vors Schienbein.
Seinen erstaunten Blick werde ich nie vergessen.

Und auch nicht mein Gefühl, als ich dann aufstand und nach hinten zum Ausstieg ging.
Mich recken musste um den Stop-Knopf zu drücken und wartete, bis der Bus hielt und sich die Tür öffnete.
Ich spürte die Blicke der Omis, die nicht strafend, sondern voller Respekt waren.
Klar zitterten mir draussen die Knie, aber ich fand mich auch echt gut.

Ich halte nichts von Gewalt, auch nichts von Treten oder Schlagen.
Aber viel davon, sich überhaupt gar nichts gefallen zu lassen.

29. Dezember

Titel2019

Ich habe mich an meinen eigenen Kalender so sehr gewöhnt, dass ich ihn mir kurz vor Jahresende, spätestens Anfang Januar, leider selber machen muss.
Während der Feier-und Zwischentage habe ich also meine
dicke rote Gesamtausgabe zur Hand genommen
und gemeinsam mit meinem Freund Rilke nach kleinen,
jahreszeitlich passenden Worten gesucht.
Sie dann am Küchentisch illustriert, weil es dort so gemütlich war.

Und bin   p ü n k t l i c h   fertig geworden!

Sicher ist irgendwo wieder ein Fehler versteckt,
und hundertprozentig perfekt ist auch nicht alles,
aber wenn euch meine eigenen bescheidenen Ansprüche genügen,
so ladet euch den Kalender runter, ganz nach eurem Wohlgefallen.
HIER.

Oder rechts im Menü aufs Kalenderbild klicken.