• Gestern vorm Aufwachen wünschte ich mir, wie ein Buch zu leben. Wo man einfach dumme, unnötige Wochen Monate Jahre überschlägt, wo die Dialoge sitzen und auf vier fünf Seiten das Wichtigste auf den Punkt ausgesprochen wird. Wo nicht diese anderen Tage erzählt werden, die man leben muss. Die ohne Wörter und Gespräche. Ich dachte sogar kurz, ich wünschte, ich wüsste das Ende und könnte mich zuklappen und ins Regal stellen.

  • Bei der letzten Lesung wurde ich gefragt, was denn „Jetzt“ wäre.Wenn in meinem Buch  „Von Tod und Wut. Und von Mut.“ die Rede ist, welches Wort als nächstes käme, würde ich die Geschichte weiterschreiben. Ich fand die Frage gut und wusste keine Antwort.Naja doch. Aber nicht wirklich. Die nächsten Kapitel sind, vielleicht zum Glück, nicht besonders aufregend und daher kein Buch wert, das Leben geht so weiter und kein Wort wäre irgendwie passend, sagte ich, glaube ich. Würde ich mir mal Gedanken dazu machen. Und nun sitze ich hier, denkend, habe aber immer noch keine richtige Antwort…

  • Ihr fahre also letztens mit dem Fahrrad in mein Büro und mache mir gesichtsgymnastizierende Gedanken zu Grüßen. Tschüß Küss.

  • Ich mache kein Instagram mehr (bis auf kleine Ausnahmen und häppchenweisen Konsum während meiner Mittagspause) und hier ist es auch still. (aber das ist ja nix Neues) Mir ist es zu viel, selbst diesen Text hier zu schreiben, finde ich voll mittwoch. (bin btw jugendsprachlich uptodate, wie ihr seht) Und trotzdem will ich es gern erklären, vielleicht um es mir selbst zu erklären. Diese Parallelwelt namens Internetz ist mir zu laut geworden, zu voll, zu bescheuert. Klar gibt es noch die guten und netten, die vernünftigen, schlauen und schönen Stellen. Aber um die aufzusuchen, muss man…

  • Die Wiese, wo die Pferde stehen ist mein Glücklich-Platz. Happyplace sagt man ja. Der Ort, an den man sich denkt, wenn not ist. An dem man alle Not nicht mehr denkt. Hier ist es so leicht gar nichts zu denken. Ja, manchmal gibt es Sorgen um die Pferde, manchmal doofe Dinge wie zugefrorene Pfützen, ein schimmeliger Heuballen oder ein dickes Ponybein. Aber nichts, was unnötig ist, wird gedacht. Die Menschen, die sich hier einfinden, möchten Zeit mit und bei ihren Pferden verbringen. Ich habe und kenne keinen Ort, wo Zusammensein so unkompliziert ist. Vielleicht ist es…

  • Als ich mein Instagram vom Handy entfernt habe, für eine Pause, habe ich nach etwas gesucht, einem Bild oder Beispiel, dass ein guter Vergleich sein könnte um mir zu erklären, warum diese Pause jetzt echt mal sein muss. (Ich musste dafür einigermaßen weit in die Vergangenheit reisen) Ich sitze in der Buddelkiste und mache Sandkuchen. Richtig schöne, sie gefallen mir sehr und sehen schön aus, ich verziere sie mit Gänseblümchen und Zierapfelscheibchen, die ich mit einem scharfen Stein schneide. Sie sehen aus wie echte kleine Kuchen und ich spiele, dies wäre mein Laden. Andere Kinder spielen…

  •   Letztens dachte ich mal drüber nach, wie oft wir gesagt kriegen, das wir echt stark sind. „Du bist so stark.“ Ich höre das nicht ungern, nein! Stark ist ein super Wort und ich finde mich selbst oft richtig stark. (Dann, wenn ich mich von außen betrachte, mit Erstaunen) Aber auch letztens, da dachte ich: „Hart“ trifft es manchmal eher. Sieht stark aus, ist aber nicht unzerbrechlich, undurchdringlich und was innen ist, kann niemand wissen. Meist Hohlnis, hehe.    

  • Ich weiß gar nicht mehr, wann mir Tinee von siebenmorgen diesen Druck geschenkt hat.(Es gibt ihn in limitierter Auflage in ihrem Shop zu kaufen!) Schon lange her. Aber nachdem ich ihn erst vor allem einfach schön fand, wurde er irgendwann einer meiner Leitsätze für das Buch.Und eine Lebenseinstellung. Oder umgedreht. Danke, liebe Tinee!Natürlich kommt er vor, auf Seite…..198-199.Er hängt direkt neben Tochters gelbem Himmel.

  • Gestern bin ich tatsächlich in eine Minidebatte in der Kommentarfunktion bei Facebook geraten, die ich nicht geneigt war, weiterzuführen. Zu anstrengend. Da mir aber Überheblichkeit und fehlende Argumente vorgeworfen wurden, musste ich nun doch noch vorm Frühstück meine Antwort aus dem Kopf aufzuschreiben. Hier traue ich mich, sie zu veröffentlichen, drüben sind mir die Reaktionen zu übergriffig, bin ich ganz ehrlich. Natürlich! Dürft ihr in den Kommentaren darüber offen und respektvoll eure Meinung schreiben, keine Scheu! Also: ….. Ich werde immer alles aus der Perspektive des Kranken und seiner Angehörigen sehen. Ich werde immer dafür sein,…

  • Natürlich bin ich solidarisch mit all den #coronaeltern. Selbstverständlich sollen sie alle laut schimpfen, um politisch was zu bewegen. Sorry für die Fresse gestern. Ich habe leider im Moment außerordentlich schlechte Laune, die ich eigentlich nicht mehr so sehr gern hier verteile. (außer sie fällt auf den Zwölften) Gemeckert wird sowieso viel zu viel zu viel. Seid froh drüber. Ob die schlechte Laune mit den Zeiten wie diesen zusammenhängt, glaube ich übrigens nicht. Kann auch sein, dass es normale Frühlingsbefindlichkeit ist. Der sechswöchige Sonnenschein, der langsam nervt. Ausserdem kriege ich Werbung für Gesichtsyoga zur Verringerung von…

  • Was ich nervig finde: Jammern darüber, dass man an sozialer Distanz leidet. Jammern über Kinderbetreuung, die man voll anstrengend findet. Jammern über den Stress vom Homeschooling. Jammern über zu viele Corona-Witz-Videos. Sechs von zehn Corona-Witz-Videos. Und ja: Ich habe es gut. Könnte trotzdem über das ein oder andere jammern, will ich aber nicht. Nicht jetzt, wo Alle echte Gründe zum Jammern haben. Was ich liebe: Den täglichen Fest und Flauschig Podcast. (der mich solche albernen Bilder zeichnen lässt) Und Pferde. Meine mitmutigen Gedanken allen, die Angst haben, chronisch krank und oder immungeschwächt sind, oder die in unglücklichem,…

  • Rilke hätte natürlich auch einiges zu bieten…., aber dieses fand ich heute sehr passend. Und? Wer seid ihr heute?

  • Eine Woche rum und mein Vorsatz, mehr zu posten eine Woche alt. Corona, Corona, Corona. Ich lese und denke nichts anderes. (Und euch bleibt es jetzt auch hier nicht erspart!) Der Alltag ist bei uns nicht schwer oder anstrengend oder mühsam. Die Kinder sind groß, fröhlich (ein Glück!) und bemühen sich, ihre Aufgaben so gut wie möglich zu erledigen. Ich bin allerdings auch nicht sehr streng als Homeschoolaufsicht. Die machen das schon. Arbeite währenddessen an meinem Buch über Tod, Wut und über Mut und frage mich, ob irgendwann irgendjemand diese Geschichte lesen will. Dann. Ich hatte…

  • Ach. (Erkenntnis)

  • Beim Bäcker ist es leer, ich bin ziemlich früh, das bedeutet, die Auswahl an Brötchen ist noch groß, eine Stunde später kann es passieren, dass man warten muss, bis der letzte Schwung Schrippen aus dem Aufbackofen kommt. Ich kenne den Bäcker, seit er eröffnet wurde, vorgelagert in einem Discounter, der Sonntags aber natürlich zu ist, daher abgetrennt durch ein Metallgitter. Ich kenne die Verkäuferinnen. Ich kenne die Brötchensorten, den Geruch, das Licht und den Parkplatz zu jeder Jahres- und Tageszeit. War hier schon mit zwei, drei, wechselnde Besetzungen, auch mit allen vier Kindern. Sehr oft mit…

  •   Wenn es das Gerichtsgebäude ist, „ist es eigentlich viel zu schön gezeichnet“, merkte eine liebe Kommentatorin an, als ich diese Zeichnung bei Instagram postete. Ach- dachte ich. Echt? Und: Mmmh. Interessant. Ich habe das Gerichtsgebäude heute tatsächlich mit viel Sorgfalt richtig nett gezeichnet, auch wenn es dies im Zusammenhang der Geschichte vielleicht nicht verdient hat. (wobei- das Gebäude kann ja wirklich nix dafür, aber ich weiß, wie sie das meinte) Aber es ist so, dass ich einfach wunderschön zeichnen w i l l und m u s s , ich kann gar nicht anders. Denn…

  • Was ich heute so rumdachte. Er- Innern.  Kommt das von innen? Kann man Erinnerungen falsch erinnern? Sind Erinnerungen verkehrt, wenn Zeit sie verändert? Ist es wichtig, Erinnerungen festzuhalten oder dürfen sie sich ruhig bewegen? Winden sie sich aus zu fester Umarmung? Nutzen sie sich ab? Bleiben sie in echt lebendig? Zweidimensional? Oder drei? Oder multi? Wie nett, dass der Klecks sich im Scan als Herz entpuppt.  

  • Manchmal sind es nur zwei.

  • Der November ist der Geburtsmonat dieses Blogs. Der ZEHNTE (!) Geburtstag war am 3. November, den habe ich leider verpasst. Aber so ganz ungefeiert möchte ich ihn doch nicht verstreichen lassen. Hat er es doch ohnehin etwas schwer in der letzten Zeit, mein lieber Blog. (alles Phasen) Also lade ich euch herzlich ein, mit ihm und mir zu feiern. Ich verschenke drei kunterbunte Überraschungspakete. Mit Büchern, Zeichnungen und vielleicht sogar Wunscherfüllern. (kommt auf den Wunsch des Beschenkten an…) Richtig tolle Päckchen, versprochen! Dafür müsst ihr allerdings was für mich machen! Bitte schreibt doch in den Kommentaren,…

  • Ja- habe die Skizze schon bei Instagram gezeigt. Aber egal, hier kann ich dazu mehr schreiben. Die Zeichnung ist eine richtige Zaudernzeichnung, eine Zögerzeichnung, eine Zaghaftskizze. (wer hier lispelt hat verloren) Das Gute ist- (und vor diesem Satzanfang habe ich schon zwölf andere, jammernde Satzanfänge gelöscht) Also das Gute ist: Ich weiß, es ist nur dieses Tiefluftholen. Der langgezogene Moment, wenn man denkt, da kriegt man keine mehr (Luft), man schwindelt, traut sich nicht, will noch nicht, hält und hält. Klar, atmet man irgendwann aus. Und dann ist es ganz leicht und das weiß ich ja…

  •   Stell dir vor, all die Anderen sind Insekten. Sind quirlige Ameisen, fleissige Bienen, überaus gesprächige Grillen. Schillernde, niedliche, oder einfach Mist-Käfer. Gesellige Feuerwanzen und durch das Gras Hüpfer. Wenn du dich einsam fühlst, wird es daran liegen, dass du ein Schmetterling bist. Unsichtbar, reglos und still. Noch. Warte nur, bis die Puppe aufbricht. Wie frei du sein wirst, wie bunt und wie strahlend. So ist das eben, wenn man etwas besonderes ist.

  • Im Zusammenhang mit dem Teilen und Weiterleiten von Artikeln oder Geschriebenem von mir oder über mich, gab es jetzt, ab und zu, sogenannte „Trigger-Warnungen“. Da wird dann sehr fürsorglich gewarnt, dass tote Kinder im Text vorkommen. Es gab auch Kommentare, die sich eine Trigger-Warnung gewünscht hätten. Mir fehlt gerade die Zeit es zu entwerfen, aber ich wünsche mir so ein Shirt-Design. Dies fand ich nett. Passt auf euch auf und sorry for triggering ab und zu without warning.    

  • Das erste Taxi will mich nicht von Kreuzberg nach Hause fahren. Es ist kurz nach 3:00 Uhr. Nee, zu weit, hab gleich Feierabend. Er setzt mich an der nächsten U-Bahnstation ab. Von hier finden sie sicher jemanden, der sie fährt. Sorry. Ich frage, noch bevor ich in das nächste Taxi einsteige, ob es wirklich ok wäre, wenn er mich bis nach Falkensse fahren würde, auch wenn das richtig richtig weit ist. Aber natürlich, meine Dame, was für eine Frage. Ein großer, breiter Türke mit tätowierten Armen. Im Auto riecht es nach Red Bull und er bietet…

  •   -nichtmehr- Nachdem ich gestern ins Buch gezeichnet hatte, blätterte ich abends etwas weiter und fand das hier. Genau, was ich vorher im Wald nicht ausdenken konnte. Mit allem drin über den Frühling und Alles. Also an seinen schlechteren Tagen. Mein Freund Rilke.

  • Kaum hatte ich gestern beim Arbeiten irgendwann den Gedanken, mir würde eigentlich eine wegweisende Eigenschaft fehlen, nämlich die Gutallgemeineratschlaggebenkönnende,  fiel mir dann plötzlich ein echt praktischer in die Hände und ein und den gebe ich jetzt mit Überzeugung und vollweisheitgelöffelt weiter: Was man morgens beachten sollte, wenn man sehr traurig ist.

  • Gestern erst habe ich dieses Wort gefunden. Nilsweh. Nicht zu vergleichen mit Heimweh, Fernweh, Bauchweh, Herzweh, Halsweh. Nicht so allgemein und abgewetzt wie Trauer. Wir hier haben gerade sehr viel und sehr schreckliches Nilsweh. (jeder kann natürlich variabel den Namen vor das „WEH“ setzen, der sein muss. Praktisch.)

  •     Als ich in der ersten Klasse war, bin ich alleine mit dem Bus durch Berlin zur Schule gefahren. (fast alleine, meine Mama meint, sie beschattete mich eigentlich heimlich…aber egal.) Einmal, auf dem Nach-Hause-Weg saß ich vorne auf dem Vierer, umringt von Omis. Meine Beine reichten noch nicht bis auf den Boden. Mir gegenüber war ein Junge, der war schon richtig groß, ungefähr vierte Klasse. Er streckte mir permanent die Zunge raus und ärgerte mich den ganzen Weg lang. Vielleicht dachte er, er könne mich einschüchtern oder zum Weinen bringen. Irgendwann holte ich mit einem feinen…

  • Ich habe mich an meinen eigenen Kalender so sehr gewöhnt, dass ich ihn mir kurz vor Jahresende, spätestens Anfang Januar, leider selber machen muss. Während der Feier-und Zwischentage habe ich also meine dicke rote Gesamtausgabe zur Hand genommen und gemeinsam mit meinem Freund Rilke nach kleinen, jahreszeitlich passenden Worten gesucht. Sie dann am Küchentisch illustriert, weil es dort so gemütlich war. Und bin   p ü n k t l i c h   fertig geworden! Sicher ist irgendwo wieder ein Fehler versteckt, und hundertprozentig perfekt ist auch nicht alles, aber wenn euch meine eigenen bescheidenen…

  • Danke, Stephen. (hatte ihn erst falsch geschrieben…)

  • Ich hatte mir dieses Zitat mal abgeschrieben, weil ich es irgendwie gut fand. Nach einigen Tagen des Nachdenkens, musste ich feststellen, es ist zwar schön einfach, aber doch recht oberflächlich gedacht.

  • Das war mir gestern dann doch irgendwie zu nett.

  • Zum Wochenende habe ich mal richtig viel nachgedacht.

  • März. Der Geburts-Tags-Monat. Für immerdrei, jetzt bald sechs im Konjunktiv. Und im Laufe diesen Jahres wird dann noch irgendwann der Tag kommen, den ich nicht extra ausrechnen möchte. Davon hatte ich irgendwo mal gelesen. Dieser Tag, ab dem der Zeitabschnitt, in dem Nils tot ist, quasi länger ist als der, in dem er gelebt hat. Und während ich das überlege, denke und weiß ich, und schreibe es mir zur Erinnerung auf (nein, ich diktiere es besser nicht meinem Handy…), dass man dies nicht rechnet und auch nicht zählt. Ab wann beginnt denn ein Leben? Und wann hört…

  • Wenn man zu undeutlich spricht, muss man tiefschürfende Gedanken nicht dem Handy erzählen. Es versteht einen nicht. Und man selber versteht es zwei Tage später auch nicht mehr.

  • Ich bin so müde. Jedes Einatmen fühlt sich wie der Anfang von Gähnen an. Dabei kann ich schlafen, soviel ich will, werde nachts höchstens mal von der Katze benachrichtigt, dass sie sich jetzt an meine Beine kuscheln wird. Ich habe keinen Grund zu jammern und eigentlich doch jeden. Aber mein Grund ist so leergedacht, so wiedergekäut. Je länger man trauert, je erfahrener man darin wird, je mehr man erfährt, erlebt und auch woanders mitansieht, umso leerer denkt es sich in einem. Ich bin gelangweilt von mir und meinem Denken, dass sich permanent um mich selbst und…

  • Dieses Zitat. Oh, wie ich es immer noch liebe. Ich hatte es ans Ende unserer Trauerkarte gesetzt. Und es trägt fort und fort, liebe Selma. Danke dafür.

  • Zitat von J.K.Rowling. Ich übe tapfer Schönschrift. Hier mit Schwert. Und wollte erst morgen posten, doch dann bin ich aus Versehen auf „Veröffentlichen“ gekommen. Was solls. Is eben real.

  • Guckt mal, heute gibt es bei M-i-MA ein Interview mit mir. Danke, liebe Indre!  

  • Ich hatte mit dieser Illustration für die Kinderseite der Süddeutschen Zeitung schon bei Instagram angegeben… Aber hier nun noch mal in voller Grösse und in scharf. Das aaame Dier, von dem ich so überheblich behauptete, es könne mich inzwischen mal, von wegen jetzt drüber hinaus und so…, hat dies nicht auf sich sitzen lassen und mich voll  erwischt in der Zwischenzeit. Krach in die Kniekehlen und sich dann von hinten in meinen Magen gegraben, tief und schwer. Ab da dann seine Krallen ins Gehirn wandern lassen. Dumpf. Wie konnte ich nur glauben, es würde mich in…

  • Ist die Mehrzahl von Einhorn, Einhörner oder Einhorns? Ein-Hörner klingt unlogisch, daher denke ich letzteres. Oder ein Einhorn, zwei Zweihorn? Das wäre magisch. Viele Vielhorn. Dreiundsechzigtausendfünfundertzwölf Dreiundsechzigtausendfünfundertzwölfhorn. Gute Nacht.  

  • Frage 4: Dieses Lied macht mich stark „Yeah! Meine Lieblingsfrage, wegen der ich eigentlich nur mitmache (hehe) und die sich mit der Feminismusverneinung aus der vorherigen leider beisst. Also….: Lautsprecher an! Die machen (haben mich) stark (gemacht) Und das hier: Die ganze Platte, die früher „Die Grips-Parade“ hiess, habe ich in teuer gefunden: Hier. Sonst nur noch Diese, mit einigen der feinen Lieder und noch anderen. Das ist auch so schön: Eine meiner Hymnen seit Silvester 2015 ist dies: Joa. Aktuell liebe ich das hier: Lieder sind verrückt gute Starkmacher. Das steht fest. … Hier noch…

  • Frage 3:  Feminismus ist für mich…. „Feminismus ist ein Wort, dem ich mit Vorsicht begegne. Tja, vielleicht weil ich zu unpolitisch, vielleicht weil ich ahnungslos bin. Ich bekomme davon immer dieses lilafarbene Geräusch im Ohr. Könnte man sich nicht auf Humanismus einigen? Wahrscheinlich bin ich in echt per Definition eine Feministin, würde mich aber nie als solche bezeichnen.“

  • Frage 2:    Das liebe ich an mir „Ich liebe mein Starksein. (nie hätte ich jemals gedacht, wie stark ich bin) Meine Wut. Meinen trauriges Herz. Wie ich, wenn ich nur genau genug hingucke, in einem Kackhaufen den Zitronenkern finden kann. Und sogar bereit bin, ihn rauszupulen.“

  • Vorab: Ich bin spät dran mit dieser Aktion (wie man an den Daten sieht….) Und ich bin auch nicht auf Instagram damit dabei. Also nicht richtig. Ist mir zu viel Text für meine Bilder-App. Ihr wisst schon. Naja, aber weil ich die Fragen-Aufgaben so gut fand und weil ich mir über manche davon eeeewig Gedanken gemacht habe, habe ich es dann doch irgendwann aufgeschrieben. Das ganze ist initiiert von Kea-schreibt.de. (Danke dafür!) Und ist mit seinen unterschiedlichen Beiträgen ein ganz grosser Highlight. (für die, die Instagram haben ….) Weil einfach so tolle Texte dabei sind. Dies sind die…

  • In manchen Lebenslagen greife ich immer wieder gern zu meinem Freund Rilke. Also-  ich schlage einfach eine Seite auf und suche mir die Antwort. Schön, dass ich ihn letztens persönlich ein paar Sachen fragen konnte. Etwas weit hergeholt, meinte er. 

  • Müde bin ich. So müde,  zu erklären. Weil, wir sind nun schon „Trauer-Fortgeschrittene“. Viele Dinge sind auf den ersten Blick einfacher geworden. Wie zum Beispiel Lidl-Einkäufe zur Kindergarten-Abholzeit. Jedenfalls meistens. (Praxistip: Immer Kopfhörer und Handy dabei haben. Kindergeschrei durch Tanzmusik ausblenden. Geht gut.)   Wir leben weiter, gut und stark und tapfer. Wir lachen dem F…leben ins Gesicht. Ausserhalb der Trauer-Mauer. Rein kommen nicht mehr sehr viele. Weil ich sie nicht einlade. (wowarnochmaldietür?) Weil sie hoch und dick und abweisend ist. (aussermanweisswodietürist) Weil es gefährlich sein kann. (mistwiekommeichwiederrausdiestimmungistjaunterirdisch) Das ist nicht schlimm, mich stört es nicht. Bin…

  • Max Herre feat. Sophie Hunger  „Fremde“

  • Seit Ewigkeiten habe ich gerade erst gezeichnet und nun fällt mir kein Text dazu ein. Irgendwas Witziges wäre gut. Oder ein hübscher Spruch? Mal kurz auf meinen Teebeutel gucken…. Die Seele ist das höchste Selbst. Ha! Perfekt. Und wir so: Wie hoch denn?

  • Der Tropfen an der Nase ist natürlich verkehrt. Bei den Temperaturen. Er dient einzig der Dramaturgie der Situation.

  • Gans in der Mitte aus meinem leeren Kopf, Gans oben mithilfe eine Naturführers, Gans unten dann daraus abgeleitet. Gänsefüsschen oben wasistweltwichtig Gänsefüsschen unten. Oder wie der in der Telefonzentrale zu mir meinte: ich verstehe ja, dass sie säuerlich sind. Dabei bin ich gar nicht säuerlich. Bin entweder sauer oder nicht sauer. Oder nur -nicht-  so wie jetzt.  

  • (aus meinem Notizbuch von 2015) Zeitform, um auszudrücken, dass etwas in einem bestimmten oder unbestimmten Zeitraum in der Zukunft abgeschlossen ist. Auch FuturII oder – und deshalb kam ich darauf – Futur Perfekt genannt. Perfektfutur. Ich las es im ersten Moment Futur Per-fekt, mit Betonung der zweiten Silbe. Oder Per-fektFutur Wie vollendete Zukunft im Sinne von vollkommene Zukunft. Und dachte für einen Moment, ich hätte in der Grammatik die Lösung für unsere gefunden. Naja. So richtig verstehen tue ich selber nicht, was ich eigentlich damit gesagt haben wollen sein werde. Wollte.     …………………………………………………………… Wie wir das erste Kapitel überlebt…

  • Der „Der Andere Advent“ Kalender. Ich freue mich und bin auch ein bisschen stolz, dass mein Glücks-Text dieses Jahr drin steht. Kann man noch bestellen. Hier. Beim Andere Zeiten e.V.

  • Neunzehn Jahre am Neunzehnten. …habe Ewigkeiten nach einem passenden Gedicht gesuchtund keins gefunden, nur das:               Liebe Von Liebe sagt und singt die Welt
 Seit sie vom Sonnenlicht erhellt.
 Doch liebt er selbst, empfindet Jeder,
 Daß Wort und Bild und Ton und Feder
 Von Liebe, wie sie ihn bezwungen,
 Noch nichts gesagt hat und gesungen.
 Hieronymus Lorm Gut.