„Ich will, dass er zurück kommt.“

Ausgesprochen von einem Geschwisterkind bin ich erleichtert,
dass es ihn ausspricht und er zerreisst mir gleichzeitig das Herz.
(ich selber verbiete mir diesen Satz, neben WarumWiesollundHätte-Sätzen… )
Was sind für Löcher in die Kinderherzen gerissen worden.

„Wir tun Sternenstaub, Licht und Komposterde rein, ja?
Keine Steine, nix Sperriges, was zwar schnell das Loch stopft, später aber splittert.
Blumen werden daraus spriessen und strahlen wird es. 
Mehr als die Herzen der Kinder, die kein so ein wertvolles Loch haben.“ 

Mir fallen trotzdem direkt dreissig verbotene WarumWiesollundHätte-Sätze ein.
„Alles wird gut“ könnte ich ja schreiben und sagen,
aber der Satz ist auf der schwarzen Liste.
Wie gut, dass die Kinder mich zwingen, mir schöne Dinge auszudenken.

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22 Antworten zu „9. November“

  1. Wie traurig schön …. Ein wunderbares Bild und ein schöner Text !
    Liebe Grße,
    Eva

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  2. Anonym

    Eure Sehnsucht ist mir so körperlich spürbar, dass auch ich Schmerzen habe.
    Ein wertvolles Loch…so ist es wohl…

    Ich will auch, dass er zurück kommt. Obwohl ich ihn gar nicht kannte.

    Mit wärmsten Grüßen

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  3. Achtlos angucken kann ich deine Zeichnungen nie, aber dieses toppt für mich alles. Grüße von Uta

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  6. Alles wird wieder so gut, wie es eben angesichts der Tatsachen geht. Verdrängen und machen, machen, machen hilft nicht. ( Nun hat mich auch die Trauer voll erwischt um die beiden Menschen, die ich im letzten halben Jahr verloren und um den Beruf, aus dem ich so unrühmlich gekegelt wurde. Ich dachte, ich hätte es im Griff. Is nich.)
    Die Kinder wissen das, und sie erinnern dich, dass du spürst, wie es dir wirklich geht. Das ist eine Art der Zuwendung, der Besorgnis, empfinde ich. Geborgen zwischen ihnen darfst du dich aber schon fühlen.
    Ein paar Tränen werden mit dir im tiefen Westen vergossen…

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  7. Assoziativ fällt mir gerade ein Lied ein – eigentlich ein Liebeskummerlied, zwischendurch eindeutig drüber und den Sänger muß man sich auch wegdenken (eigentlich das ganze Video), aber dann (echt ;) hats wirklich schöne Momente: Du brennst immernoch in mir

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  8. Jedes Mal, wenn ich dein Vorschaubild bei mir sehe, jedes Mal, wenn ich hierher zu dir komme, bin ich traurig, aber auch irgendwie froh… Dein Bild fängt das so ein, es ist traurig, doch es leuchtet… Fang ich auch mal „verboten“ an: „Was wäre, wenn“ ihr euch nicht hättet… Trauer darf, muss sein. Freude auch, sagt euer Sternchen und schaut den schönen Sachen zu, dir ihr euch ausdenkt. Von Herzen Herbstgold-Grüße Ghislana

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  9. trösten kann ich euch nicht, nur sagen, dass ich ganz oft an euch denke. und liebe grüße schicken.

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  10. Keinen Blogpost kommentieren, wenn ich gerade mitten auf einem Acker stehe, das sollte ich mir mal auf die Gummistiefel schreiben… ähh, der dritte Anlauf, den Rest lösche ich besser wieder: Ihr haltet Euch nicht nur gegenseitig Eure Herzen, ihr füllt Euch die hereingerissenen Löcher auch mit den kostbarsten Dingen und Erinnerungen. Das dauert zwar, aber so ein wiederaufgefülltes Herz, das ist dann wieder sehr stark und vermag sogar zu leuchten und zu blühen und nimmt Dinge war, die es vorher einfach so übersehen hätte.
    Und Du darfst denken, dass er wieder zurückkommen soll, Du darfst das auch sagen, musst es Dir nicht verbieten. Auch wenn das unvernünftig erscheint. Dass es nicht geht, vergisst Du dadurch ja trotzdem nicht.

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  11. Traurige, aber wunderbare Worte mit dem passenden Bild dazu ….

    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  12. Immer wenn ich hier vorbei komme, weine ich ein paar Tränen mit. Aber immer wenn ich wieder gehe, nehme ich auch ein kleines Lächeln mit. Ich bewundere dich sehr.

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  13. So bitter und furchtbar und abgrundtief es in diesen Momenten dann ist…wenn sich die Geschwister trauen dir zu sagen, dass sie sich wünschen, dass er wieder kommt und nicht schweigen und runter schlucken, um die Eltern zu schützen, dann…ja dann habt ihr alles richtig gemacht.
    Richtig gemacht vorallem um eine Art Heilung für das noch so wunde Loch überhaupt zu ermöglichen.
    Ich verbeuge mich vor euch, herzlichst Kerstin ( mit dem Gedanken, dass jetzt eine Jahreszeit kommt in der ihr euch erst recht ganz furchtbar brauchen werdet)

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  14. Ja. Es ist so unendlich gut, dass sie es sagen dürfen. Und wenn schon sonst nichts Gutes am Tod ist, kann man ja doch das Beste draus machen, das wenigstens, und eure Kinder werden für ihr ganzes Leben mitnehmen, dass sie in der Familie geborgen sind und angenommen mit allem, was sie sagen, denken und fühlen. Ich glaube nicht, dass es auf der Welt ein wichtigeres und heilenderes Gefühl gibt.

    Liebe Grüße
    Maike

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  15. Ich bin so sprachlos, will so gerne was liebes und tröstendes sagen, aber mir fehlen die Worte. Es tut mir leid, dass ich dir nichts schreiben kann, was dich tröstet oder aufbaut. Ich komme mir schlecht vor, dass ich all deine schönen Worte und Zeichnungen und eure Geschichte „konsumiere“ ohne dir etwas dafür geben zu können. Ich weine ganz oft mit dir, vielleicht sind meine Tränen mein Anteil? Aber auch dann denke ich: Habe ich das Recht zu weinen, obwohl mir nicht sowas schlimmes widerfahren ist? Seitdem ich deinen Blog lese, seit ein paar Wochen, denke ich jeden Tag an dich und deine Familie und abends schleiche ich mich zu den Kindern und habe Angst und könnte platzen vor Liebe. Ich will auch, dass er zurückkommt. Und ich habe auch dreißig WiesoWarum-Sätze im Kopf. Aber das hilft dir nicht und das tut mir leid!!! Ich danke dir für alles, was du gibst, du bist ein wunderbarer Mensch und eine wunderbare Mama!

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  16. „ich freue mich schon so, wenn wir uns wiedersehen“, ertappe ich mich jedes mal am grab von papa sagend. und ich habe keine ahnung, was ich damit meine. vermutlich aber das gleiche. melanie, ich denk ganz fest an euch. jeden einzelnen blöden tag. jeden.

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  17. Warum verbietest du dir Worte und Gedanken, die du bei deinen Kindern bewunderst.
    Du darfst diese Worte auch sagen. Deine Trauer ist ebenso groß und das Loch in deinem Herzen ist genauso tief wie in den Herzen der Geschwister.
    Richtig ist, dass ihr die Worte und Gedanken gemeinschaftlich in eurer Familie austauscht. Wenn ihr euch zusammen erinnert, was Nils gerne gemacht hat, wie er war und was ihr gemeinsam erlebt habt. Ihr sollt dabei kein schlechtes Gewissen haben, sondern euch wohl dabei fühlen. Das darfst du wirklich.
    Liebe Grüße, Angela

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  18. habt ihr schon mal über eine gemeinsame Kur nachgedacht. Bekannte sind damals nach Sylt gefahren. Auch eine gemeinsame Therapie, Gesprächsrunden oder so wären vielleicht eine kleine Stütze. Ihr seid nicht allein.
    Zum eigenen Schmerz, die Kinder leiden zu sehen…..grausamst.

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  19. Anonym

    soviel steckt in diesem Bild, mir fehlen die Worte!
    Du bist wundervoll, ihr seid wundervoll, euch nicht zu verlieren, ihr schafft das!!!

    von Hans Kruppa habe ich heut diese Zeilen aufgeblättert:
    Wenn es einen Sinn
    in unserem Leben gibt,
    dann kann er doch
    nur darin bestehen,
    aus dem Dunkel
    ins Licht zu gehen,
    aus der Schwere
    in die Leichtigkeit,
    aus der Sehnsucht
    in die Erfüllung.

    Deine bunte Tierschar, ein jedes hält ein Licht für Euch, in ganz vielen Herzen brennt ein Licht für Euch, für Nils.
    und auf der anderen Seite, ich glaube irgendwo sitzen sie lachend beisammen, mit ganz anderem Blick auf diesen Vogel und haben Spaß an sanften Löwen, verrückten Giraffen – seht was meine Mama alles kann.

    herzlich,
    Silke

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  20. Das sind ganz tolle Zeilen von dir, Silke und von Hans Kruppa.

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  21. Wie kann ich dieses Bild erlaubt verwenden?
    (Ich will nicht verfolgt werden.)

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  22. Wofür brauchst du es denn?

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