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Ich denke wie du: Die Wahrheit sagen ist besser als Schweigen! Und doch…die Eltern, die noch hoffen und bangen, werden über solche Nachrichten noch leerer schlucken und der Kloss im Hals stärker werden. Hoffentlich nicht lange, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.
LG Carmen
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Ich fühle, empfinde mit, mir fehlen aber die Worte! M.
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„Normalerweise“ ( was ist auf der Kinderkrebsstation schon normal im guten Sinne?) gibt es dort doch Gedenkseiten oder ein Buch für und über die Kinder, die es nicht geschafft haben. Kann mir aber gut vorstellen, dass genau das viele betroffene Eltern nicht lesen wollen: gerade um die Welle, die über ihnen zusammen schlägt nicht zu vergrößern und oft kommen und gehen die Kinder doch tatsächlich zwischen den Therapien und wenn sie Nils dann – selbstverständlich – das Beste wünschen, ist es doch eigentlich ein schöner Gedanke, dass sie ihn auch nie aufgegeben hatten. Du hast aber alles richtig gemacht. Weil alles richtig ist, was du jetzt tust: für dich, für Nils und den Rest deiner Familie. Und ja, sie werden es verkraften, weil wir Eltern alles verkraften, so lange noch ein Funken Hoffnung besteht und wenn nötig auch darüber hinaus.
Ein Kind gehen zu lassen, kostet fast das eigene Leben , aber Nils ist da! Immer und überall, wo an ihn gedacht wird .
LG Kerstin
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Der Tod gehört zu den Gesellen, die man so lange völlig ignoriert, bis sie sich einem aufzwängen. Vielleicht würden viele Menschen bewußter, achtsamer und aufmerksamer mit ihrem Leben umgehen, wenn sie sich bewußt machen würden, dass – auch bei aller Ignoranz – der Tod immer um die Ecke lauert. Ich weiß es nicht. Vielleicht würde es viele auch lähmen…
So oder so gehört Abschied von jemanden zu nehmen, der einem lieb ist, für mich zu den beschißensten Übungen auf diesem Planeten… deshalb: liebe Grüße, Melanie, und Ohren weiter steif nach oben strecken, Hase!
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Wenn ich hier bei Dir lese, habe ich immer einen dicken Klos im Hals. Ich bewundere Deinen Mut, über Deine Trauer zu schreiben und zu zeichnen. Sicher werden die selbst betroffenen Väter erschrocken sein, doch bestimmt auch dankbar, dass nicht jeder der Meinung ist, dass Tod, Angst, Krankheit Themen sind, über die man schweigen soll. Im Gegenteil, Reden ist lebenswichtig.
Ganz liebe Grüsse,
Claudine
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Ach, du Liebe… ;-). (Und wie schon früher, bei deinen 12 von 12en. denke ich jetzt wieder einmal, wenn ich bei dir lese: Mach ein Buch draus. Ein Herz- und Mutbuch fürs Weiterleben… Für die, die auf die andere Seite gehen und für die, die noch hier bleiben.) Herzlich Ghislana
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Nein. Nein. Man darf nicht schweigen.
Es ist so geschehen, so darf es auch erzählt werden.
Soll es sogar.
Seit unser Sohn in die Schule geht beschäftigt mich es immer wieder, der Tod eines Kindes. Unser Sohn hat eine geistige Behinderung und leider ist es so, dass an seiner Schule immer wieder ein Kind oder Jugendlicher für immer verabschiedet wird. Letztes Jahr ist eine Klassenkameradin unseres Sohnes gestorben. Sie ist nach wie vor ein Teil der Klasse, es brennt eine Kerze für sie. Das ist gut so. Man darf nicht schweigen. Manchmal frage ich mich, ob ich froh sein darf, dass der Zustand unseres Sohnes stabil ist. Er hat zwar eine Fehlbildung im Gehirn aber die verändert sich nicht, es gibt keine kritischen Momente, Kontrolluntersuchungen oder Lebenszeitprognosen. Ich denke schon, dass ich mich darüber freuen darf, oder?
Ich finde du hast dich richtig verhalten.
Liebe Grüße an Dich, Angela
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Du dich freuen darfst? Dich freuen sollst! Und ich und alle sich mit dir! Ich danke dir sehr!
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der tod ist so etwas unsagbar trauriges – und oft denke ich, wir könnten mit seiner bodenlosigkeit vielleicht ein klein wenig besser umgehen, wenn uns bewusst wäre, wie sehr er immer und immer da ist; dass wir auch das geschenk des lebens noch mehr schätzen könnten.
weißt du, ich glaube, es gibt im gegenteil mut, zu sehen, dass eine mama den tod ihres kindes, dieses ganz und gar unaushaltbare, irgendwie aushalten kann. du bist für mich eine unbeschreibliche mutmacherin – neben allem, was du sonst noch bist. ich bewundere deine unheimliche kraft und danke dir von herzen dafür, dass und wie du uns auch daran teilhaben lässt. und ich schicke dir in gedanken ganz ganz viel kraftnachschub.
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Nein, schweigen kannst Du nicht. Er ist ja ein Teil von dem was Du bist. Er nimmt an Deinem Leben teil, egal was, egal wann. Er gehört dazu.
Bimbi x
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Ich lese jetzt schon eine ganze Weile stumm bei Dir mit.
Totschweigen wäre das Schlimmste, was Du machen könntest, damit würdest Du Deinen Sohn verraten. Sprich über ihn, immer wenn Dir danach ist. Dein Kind ist immer bei Dir – solange Du lebst – in Deinem Herzen.
Judika
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Ich kann es mir so gut vorstellen, da kommst Du auf Netteste und so typisch dreieinhalbjährig begrüßt -naßgespritzt und abgeworfen- zu diesem Ort mit so intensiven und schönen Erinnerungen (was ich überhaupt nicht verrückt finde), um dann zu erfahren, dass Euer Schicksal mit keinem Wort auch nur erwähnt wurde. Vielleicht darf die Klinik solche Nachrichten gar nicht weitergeben, vielleicht fragen Eltern in so einer Situation aus reinem Selbstschutz auch nicht von selbst nach dem Verbleib anderer Patienten, vielleicht waren auch einfach alle der festen Überzeugung, dass es Nils einfach nur wieder besser gehen kann, dass er vielleicht nicht mehr da ist, weil sich seine Behandlungszeiten verschoben haben oder er nur noch Tagestermine hat. Es sah doch auch alles so sehr danach aus, dass es wieder gut werden würde. Aber den Tod jetzt einfach so totzuschweigen, das funktioniert nicht. Das geht generell nicht. Man kann nicht einfach so tun, als gäbe es ihn gar nicht. Das lässt ihn nur furchtbar, unendlich mächtig, geheimnisvoll und finster erscheinen. Dabei ist er das gar nicht. Er begleitet uns von Anfang an, mal ist er weiter weg, mal näher an uns dran – und gerade auf Kinderkrebsstationen ist er so nah, dass es eine Unverständlichkeit ist, dass er nicht auf behutsame Weise einfach mit dazu gehört. Denn das tut er, ob wir das nun wollen oder nicht. Eigentlich möchte er uns doch helfen, uns in diese andere Welt begleiten, wenn es eben an der Zeit dafür ist (so schwer zu akzeptieren, ich weiß…) Dass Du den beiden davon erzählt hast, das war nicht nur okay, das war so SO richtig. Sie haben es nicht verdient, angelogen zu werden, auch im Sog des schlimmsten Sorgenstrudels überhaupt, nicht. Denn gerade dann sollte man doch wissen, dass das Leben auch mit so einem Verlust weiter geht. Sehr, sehr anders zwar, aber weiter geht es. Zu wissen, dass ein Kind, dass es nicht geschafft hat, hier zu bleiben, nicht das Ende für alle und alles bedeutet, dass auch über Kickertischen schwebende Kinder noch unter uns sind, das muss einem doch gesagt werde, das trägt doch auch über diese schwere Zeit hinweg, kann Kraft geben, verschafft noch intensivere Gefühle im Jetzt und spendet Trost und Mut, falls tatsächlich ein „Danach“ auftreten sollte.
Ich bin Dir so dankbar, dass Du erzählst, zeichnest, dass Du eben nicht schweigst- bewundere Dich für aufrechte Haltung, Deinen Witz, den Du noch in Dir trägst, Dein Nicht-Verstummen. So viel konnte ich daraus auch für mich ziehen… Danke. Ich verbeuge mich zutiefst, immer und immer und immer wieder.
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Ja, ich glaube, das wird verschwiegen, um den anderen Eltern nicht noch mehr Angst zu machen, als sie sowieso schon haben. Als ob das ginge. Noch mehr Angst.
Wenn wir heute Kastanien sammeln, dann weiß ich schon, an wen ich dabei denke.
Herzlich, Katja
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Ich kenne Euch nicht persönlich, nur aus diesem Blog, denke aber oft an Euch. Einfach weil mich Eure Geschichte betroffen gemacht hat aber vor allem zeigt nicht blind durchs Leben zu laufen sondern sich zu bemühen jede Minute zu genießen. Euer kleiner Nils ist im Bewusstsein sovieler Menschen, das finde ich einfach wunderbar.
Herzliche Grüsse
Susi
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ich werde jetzt nicht nur bei jeder sternschnuppe,bei jeder wattewolke, bei jeder laufente, bei jedem hahn (und bei vielem anderern mehr) an nils denken, sondern jetzt auch beim kastaniensammeln. und bei jedem kicker werd ich ihm zulächeln.
wie gut, dass du so offen bist, so ehrlich, so mutig.
ganz liebe grüße!
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