Im Gegensatz zu in der Handyfoto-App, aka Insthappygram, sag ich hier mal frei raus:
Der Anfang vom August war schwierig. Ich denke aber, eine Regelmäßigkeit zu erkennen. Gegen Ende Juli klappe ich oft zusammen, seelisch, körperlich, mal dies mal das oder beides.
Einzig meine Lebenserfahrung flüstert mir in solchen Phasen zu:
Wird vorbeigehen. (Aber wie? fragt mein verzweifeltes Ich)
Ich habe Tage, an denen mich schon die Vorstellung, sie zu erleben, komplett erschöpft.
Ich glaube, gestern war aber der Wendepunkt. Als die Kinder die Motoren für einen Ausflug mit den SUP´s waren und wir Wasser, Wellen (von großen Schiffen, hahaha) und Wolken geatmet haben.
Heute denke ich an vorgestern und hoffe, ich tauche wieder auf.
Besser wäre es, denn ich muss arbeiten und das geht so nicht.

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Buchempfehlung

Endlich schaffe ich es, dieses kleine Buch vorzustellen!
Geschrieben hat es Katja Paternoga, eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin.
Sie behandelt hauptsächlich verschiedentlich traumatisierte Kinder und ich habe sie vor einigen Jahren  als die beste Therapeutin der Welt kennengelernt. Sie hat uns sehr geholfen, schlimme Erlebnisse in den Kinderköpfen aufzusammeln, anzuschauen und in die richtigen Regale zu sortieren. Nachhaltig.
Ich stelle euch das hier vor, weil ich finde, es gibt zu wenig wirklich hilfreiche Bücher für trauernde Kinder. Ehrlich gesagt, habe ich die meisten eher blöd gefunden, erinnere mich an keins mehr- oder verdrängt.
Dieses hier hat mich- bin ehrlich- auf den ersten Blick von den Illustrationen her nicht wirklich abgeholt, aber ich denke, Kinder finden die Bilder sicher süß. Sind ja auch nicht ZU süß. Ich glaube, ich hab mich schon an sie gewöhnt und sie sind sicher kindgerecht. Geschmacksache eben.
Aber der Text ist gut.
Jede Doppel-Seite ist eine neue Geschichte, immer beginnend mit einem neuen Tier, dem, wie allen Tieren im Buch, jemand gestorben ist, immer mit dem gleichen Satzbau, dem gleichen Ton. Angenehm.
Denn nichts Unerwartetes passiert nach dem Umblättern.
Und jede Geschichte endet mit  ein oder zwei oder mehr Fragen, in die man, wenn man mag- einen individuellen Namen einsetzen kann.
Was ich gut finde: Hier wird nicht um den Tod herumgeredet. 
(man könnte meinen, dass wäre Standard in Büchern für Betroffene- aber nein, ist es nicht)
Kurze, klare, einfache Sätze, in denen jede Emotion, jedes Gefühl erzählt wird.
Kurz genug, um zu schlucken und sich zu fassen, wenn man als Vorlesende*r selber weinen  muss, klar in seinen ganz konkreten Beschreibungen von Trauererlebnissen und so einfach, dass man nichts zusätzlich erklären muss.
Okay, manchmal hört man ein kleines bisschen die (gute!) Psychologin raus, aber naja … 
Darum geht es ja! Und ich sage Psychologin, nicht Pädagogin!
Hört man so eine aus Büchern raus, bin ich das auch. Raus.
Von daher: Ich mag es.
Ich finde Beurteilen von Büchern schwierig.
Eigentlich kann ich nur sagen, habe ich gern oder nicht gern gelesen. 
Hat es mir geholfen, bei Dingen, oder nicht.
Hätte ich es vorgelesen, damals? Hätte es uns gut getan?
Ja. Auf jeden Fall.
Und daher empfehle ich es.
Ihr könnt es hier bestellen.
Sicher aber auch unter Angabe der ISBN bei eurer Buchhandlung.
Sollen die direkt in ihr Regal stellen, sagt das immer dazu!
Bei den anderen Trauerbüchern für Kinder ist meist noch viel Platz.

Das ist #werbung aus Überzeugung, ich habe dafür nichts bekommen.

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Dann waren wir in Dänemark und ich hatte mir ein bisschen Arbeit mitgenommen, aber auch ein Skizzenbuch und in das habe ich sogar gezeichnet. Wir hatten es schön.

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Es gab wirklich sehr schöne, sehr unterschiedliche Muscheln in Nordjütland und ich habe diese Internetseite gefunden, auf der man ganz toll nachschauen kann, was es für welche sind.

https://www.beachexplorer.org

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Gerade genau in diesem Augenblick sitze ich in Erlangen beim PoetInnen-Fest, gestern durfte ich einen Comic-Workshop für Kinder im Stadtmuseum leiten und heute lese ich um 11:00 Uhr aus „Völlig meschugge?!“ vor, auch um 11:00 Uhr- falls wer spontan ist. ;)

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Was kommt im September?

Am Donnerstag, den 5. September bin ich super-superspontan dabei, beim Kunstmarkt des Kulturdonnerstages in Falkensee! Ich habe einen Stand, wo ich Postkarten, Drucke, Original-Illustrationen und Kalender verkaufe. Und kleine Wunsch-Illus live zeichne.

Von 17:00 bis 22:00 Uhr in der Stadthalle Falkensee, kommt gerne vorbei!

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Bis nächsten Monat!

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3 Antworten zu „August, vorbei!“

  1. Anonymous

    Vielen vielen Dank für die Buchempfehlung

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  2. Anonymous

    wunder – VOLL

    Merci und beste Wünsche für Deine Lesung(en) und Deine wertvolle Arbeit!!!

    Heike aus Kölle

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  3. Heike Stamm

    für Melanie: Wunder – VOLL, Deine Arbeiten und Worte! https://youtu.be/k80fJbzcz38?feature=shared beste Wünsche, Heike aus Kölle

    melaniegaran

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