
Ich bin so müde.
Jedes Einatmen fühlt sich wie der Anfang von Gähnen an.
Dabei kann ich schlafen, soviel ich will, werde nachts höchstens mal von der Katze benachrichtigt, dass sie sich jetzt an meine Beine kuscheln wird.
Ich habe keinen Grund zu jammern und eigentlich doch jeden.
Aber mein Grund ist so leergedacht, so wiedergekäut.
Je länger man trauert, je erfahrener man darin wird, je mehr man erfährt, erlebt und auch woanders mitansieht, umso leerer denkt es sich in einem.
Ich bin gelangweilt von mir und meinem Denken, dass sich permanent um mich selbst und um die Tatsache dreht, dass mein Kind tot ist.
Immer meine Befindlichkeiten.
Ichichich.
(…)
Ich lese das, was ich bis hierher schrieb und der Ton vom Text geht auf und nieder und die Wörter leiern dahin, ich breche fast.
Ja, ich.
Bra bra bra bra.
So müde bin ich, dass ich nicht mal mehr meine Wut wecken kann.
Und ohne meine Wut schläft auch mein Mut.
(JA- schon wieder – m e i n e r !)
Aber ohne Mut?
Ohnmut.
Ohnmacht.
Unmut.
Unmacht.
Macht.
(An diesem Punkt würde wohl mein Kopf auf die Tastatur knallen. Ich schlafe.)
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