
Jetzt sitze ich schon, noch nicht in einem Meer, aber immerhin einem Gartenteich von neuen Kerzentieren und es werden jeden Tag ein paar mehr.
Mein Vorhaben, spätestens am 9. Dezember 2018 endlich dreihundertfünfundsechzig fertig zu haben steht, und wird wahr werden.
Als ich letzte Woche bei der Lesung von Eric Wredes Buch „The End“ ein paar Zeichnungen dabei hatte und sie im Foyer und rund um den Buchverkaufstisch ausstellen durfte, passierte folgendes:
Eigentlich nichts.
Sie sahen dort sehr hübsch aus, sehr dekorativ.
(ich hatte einen kurzen Erklärungs-Text dazu gehängt. In Ohne-Lesebrillen-Schriftgröße)
Die Lesung war gut. Eric ist grandios. Es ging um den Tod. Wie man mit ihm lebt.
Berührend, informativ und interessant und witzig.
Meine Kerzentiere vorne waren ganz leise und keines machte den Mund auf.
Keines schrie: Hey! Guck mal, wie traurig!
Aber trotzdem! Ich bin da, wenn er dann da gewesen war! (also der Tod)
Wie mutig! Wie scheiße!
Wie geil, dass ich diese Kerze trage, um alles etwas heller zu machen!
Sie hingen da, ganz unauffällig, in vornehmer Bescheidenheit.
Ich trank derweil ziemlich engagiert Weißwein und beobachtete sie mit großem Stolz.
Eine Frau kaufte vier Drucke- als Adventskranz.
(weitere gingen in gute Hände… ; ))
Frage mich jetzt, vor der Ausstellung, (wo sie dann ins Rampenlicht treten müssen)
ob ich viel mehr erklären sollte.
Werbetexte schreiben müsste.
Denn einerseits weiß ich, eigentlich könnte ihnen die ganze Welt zu Füßen liegen, andererseits gefallen sie mir gerade in ihrer Zurückhaltung.
Ganz ohne viel Text und Engelsflügelchen und plakativer Trauer.
Ach ja: In der Ausstellung verkaufe ich die Originale.
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