
Im Sommer 2016 wohnte eine Amsel bei uns im Garten, die pfiff,
wie wir noch nie eine Amsel haben pfeifen hören.
Fünf Töne,
die klangen irgendwie wie der Singsang,
wenn man sich versteckt und dann „Hierbinichdoch“ oder “Halloätschibätsch” flötet.
Wenn wir Besucher darauf aufmerksam machten, hörten die meisten sie komischerweise erstmal nicht.
Oder die Amsel schwieg.
Es war der Sommer, in dem wir oft gedankenverloren umherliefen.
Verloren umherliefen.
Gedanken verliefen.
Verlor man sich tief und tiefer, und ertönte die Melodie, machte sie einen lächeln.
Jaja… dachte man. Weiß ich doch.
Sie war nur in diesem einen Sommer da.
Aber die Töne werde ich nie vergessen.
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