waschespinner

Dieses (letzte) Kapitel jongliert mit Zahlen und Prozentsätzen. Und es ist einfach ein Auszug aus unserem Brief an den Generaloberstaatsanwalt, Bezug nehmend auf den Ablehnungsbescheid des Herrn Staatsanwaltes H., in dem wir die Wiederaufnahme des Verfahrens fordern. Puh, Amtsdeutsch…. haha. Also:

(…)

„- Die weiteren Argumente von Staatsanwalt H. anhand von Prozentzahlen und Sterbewahrscheinlichkeiten sind allerdings von noch grösserer Brisanz.

So meint er, dass unser Sohn Nils bei einer Sterblichkeitsrate von 10-25% sowieso gestorben wäre.

Zitat von Herrn H., in dem er wieder Prof.Dr.L. (aus dem Internet) zitiert:

„Bei der unkomplizierten ödematösen Pankreatitis liegt die Mortalität unter 1%, während die komplizierten, nekrotisierenden Verlaufsformen mit einer Sterblichkeit von 10-24% belastet sind. (…) Etwa 80-90% aller Erkrankungsfälle lassen sich, bei Vorliegen klinischer Symptome, durch Bestimmung der Serumamylase allein eindeutig diagnostizieren.“

Und was, wenn Nils zu den 76-90% gehört hätte?

Wird so moderne Medizin praktiziert?

Will uns der Staatsanwalt ernsthaft weismachen, das bei einer bis zu 90 % Diagnostizierbarkeit der Erkrankung eine Einleitung einer entsprechenden Diagnostik nicht notwendig gewesen wäre?

Wie kann man behaupten, dass Nils ohnehin gestorben wäre, bei einer Überlebenschance von über 75% ?

Er behauptet dies. Wörtlich:

„Angesichts dieser Sterblichkeitsraten kann nicht davon ausgegangen werden, dass das Leben von Nils Garanin hätte gerettet werden können, zumal – wie ausgeführt – eine kausale Therapie nicht existiert.”

(das mit der kausalen Therapie ist auch Blödsinn, führt aber hier zu weit…)

Ein Patient mit einer Sterbewahrscheinlichkeit von bis zu 25% scheint, nach Meinung des Staatsanwaltes, ohnehin schon so gut wie gestorben und nicht mehr behandlungsbedürftig zu sein.

Sollten dann also, nur so zum Beispiel…, alle Krebskranken mit einer Heilungschance von nur noch 50% gar nicht mehr behandelt werden, da ja mit einer 50% Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden muss, dass ihr Leben nicht gerettet werden kann?

Eine menschenverachtende These. Und noch nicht mal korrekt gerechnet. Wenn man schon meint, mit Prozentzahlen argumentieren zu müssen.

Wieso der Staatsanwalt eine adäquate differentialdiagnostische Abklärung eines medizinischen Sachverhaltes für unnötig und sinnlos erachtet, ist schlichtweg nicht nachvollziehbar, un-ethisch und entzieht sich dem gesunden Menschenverstand.

Es würde uns interessieren, was Herrn Staatsanwalt H. dazu befähigt, solche unfassbaren medizinischen Theorien aufzustellen.

Für unsere Begriffe hat er sich da sehr sehr weit aus dem Fenster gelehnt.

(…)

mit freundlichen Grüssen, Melanie und Georg Garanin-“

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – Nicht – Hätte Nils Leben gerettet werden können. Ist das Fazit der Staatsanwaltschaft. Deshalb kein Grund zur Strafanzeige, deshalb kein Verfahren, deshalb keine weiteren Ermittlungen. Deshalb Schublade zu. 

Rechts in diesem kleinen Menü kann man jetzt unter „Wäschewaschen“ die ganze Geschichte chronologisch und hintereinanderweg lesen. Oder dem Chefredakteur vom Spiegel empfehlen, wenn der demnächst zum Kaffee bei euch ist.

Von meiner Seite wars das wahrscheinlich.

 

 

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28 Antworten zu „5. Kapitel“

  1. Ahhhhhh! Es macht mich so fuchtig all diese Ungerechtigkeit, dieses Augen verschliessen und grausame Abputzen. Was für ein unempathischer Klops dieser Herr H.! Zum Schämen, zum Fluchen… unglaublich wie sachlich du darüber schreiben kannst. Hochachtung!
    Gibt es keinerlei Möglichkeit der Berufung mehr? Das ist ja haaresträubend. Ich würde euch so gerne unterstützen. Weiss aber nicht wie. Österreichische Medien werden euch nicht viel bringen. Und wenn mans mal echt mit „TrashMedien“ angehen würde? So a la Stern TV oder so? Herrn H. könnte von mir aus der Blitz beim Sch…. … der beste Blitzewerfer und Gewitterritter ist ja da oben. Sollte er schaffen ;)
    Ich drück dich!

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  2. Uta

    ob der Herr Staatsanwalt auch so gewürfelt……ähhhh, entschieden hätte, wenn es sein Nils gewesen wäre?! Aber nein, dann hätte ja ein anderer Staatsanwalt gewürfelt……ähhhh, entschieden.
    Unfassbar, wie eure Herzen zusätzlich gequält werden.
    Liebe Grüße Uta ((die gUTArtige) hier treiben sich ja einige Utas rum) )

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  3. Julia

    Liebe Melanie,
    die gesamte Geschichte ist so eindeutig ein Schlag gegen die Grundregeln der Menschlichkeit… das entzieht sich jeder Beschreibung. Die (zynische und falsche) Berechnung von Sterbewahrscheinlichkeiten setzt sich mühelos über Art. 1 unseres Grundgesetzes „die Würde des Menschen ist unantasfbaf) hinweg.
    Habt ihr auf eure Bitte, den Fall wieder aufzunehmen, eine Antwort erhalten?

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  4. Henrike

    Ich bin durchaus für Statistiken zu begeistern, aber sie noch derber zu missbrauchen als man bei sich selbst Vorteile verschaffender, berechnender Heimtücke vermutet, ist mehr als beeindruckend. Was bewegt irgendjemanden den tragischen Tod eines Menschen als statistisches Muss zu berechnen? Verhöhnung der Menschenwürde mit Entehrung der Trauernden ist das. UNFASSBAR !
    Dass ihr nicht Amokläufer werdet ist bewundernswert.
    Liebe erschütterte Grüße
    Henrike

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  5. Ja Ja…. Der Einspruch wurde abgelehnt.

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  6. Der gleiche Mist wie bei uns vor beinah fünf Jahren (andere Klinik, andere Diagnose).
    Im persönlichen Gespräch meinte der behandelnde Oberarzt, dass unser Kind „bei sofortiger Versorgung auch lebend hätte aus der Sache herauskommen können“. Im besten Fall gesund, im schlimmsten Fall hätte er ein neues Herz benötigt. Aber sterben hätte er nicht müssen, wenn die Sauerstoffversorgung gestimmt hätte.
    Hat sie aber nicht.
    Laut Gutachten ließen die Rettungskräfte unser Kind 9 min. ohne Versorgung liegen. Das geht aus den Unterlagen hervor. Das haben wir gebetsmühlenartig von Beginn an jedem erzählt, denn wir waren dabei und haben es gesehen. Haben gesehen, wie Charlie aufgehört hat zu atmen. Wie ein Sanitäter eine falsche Vermutung äußerte (Fieberkrampf) und der andere überfordert war.
    Wir standen unter Schock. Irgendwann fielen die Herztöne ab und eine 0 erschien auf dem Monitor. Dann erst setzte die Reanimation ein. Nach 9 Minuten.
    Deswegen der massive Sauerstoffmangel, der hypoxische Hirnschaden, an dem unser Sohn letztendlich gestorben ist.
    Leider hat sich der OArzt schriftlich nicht so klar ausgedrückt wie im Gespräch. Das ist wieder die Sache mit den Krähen oder der Angst, um die eigene Krone.
    Im Gutachten hieß es dann auch, dass „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Charlies Leben nicht hätte gerettet werden können“. Grunderkrankung blablabla.
    Die Staatsanwaltschaft hat alles eingestellt. Der Herr meinte zu uns, „Menschen machen Fehler. Überlegen Sie sich gut, was Sie tun. Sie zerstören da zwei Leben.“
    „Was ist mit unserem Leben?“, habe ich entgeistert gefragt.
    Ja, Menschen machen Fehler. Ja, niemand ist perfekt. Aber dann sollen sie dafür geradestehen. Dafür gibt es Versicherungen. Und danach sollte sich etwas am System ändern. Bessere Ausbildung, mehr Personal, etc. Damit so etwas nicht wieder passiert.
    In welchem Team spielt der Staatsanwalt, muss man sich da fragen.
    Unsere Anwälte haben es trotzdem versucht. Ein zweites Gutachten wurde erstellt. Vom zivilrechtlichen Weg haben sie uns abgeraten. Wegen der Wahrscheinlichkeit blablabla.
    Wir haben es abgehakt. Es hat uns viel Kraft gekostet. Aber wir sind froh, dass wir es bis dahin probiert haben.
    Das waren wir unserem Kind schuldig. Charlie hatte viele Pläne.

    Liebe Melanie, wir fühlen mit Euch! Wir laufen in den gleichen Schuhen. Mieser Laden, in dem die verkauft werden.
    All das, was Du schreibst, erlebe ich wie ein Déjà-vu mit Feuer im Bauch und brennendem Herzen.
    Wegen unserer eigenen Erfahrung, gibt es in mir ein Teilchen, das ich früher nicht kannte. Das ich nie haben wollte. Eines, dass aushärtet, bitter schmeckt und unlöslich bleibt. Ist jetzt so. Kennst Du vielleicht.

    Sorry, wenn ich das alles so ausgebreitet habe. Aber ich habe den Verdacht, dass es noch mehr von uns, also diesen mit-an-Sicherheit-grenzender-Wahrscheinlichkeit-nicht-hätte-gerettet-werden-können-Schuhbesitzern, gibt, die alle wissen: Hätten die entsprechenden Fachleute alles versucht, dann könnte man sich damit zufrieden geben. Da aber Fehler gemacht wurden bzw. nicht alles versucht wurde, fällt das schwer. Für mich ist das inakzeptabel, um genau zu sein.
    Die Paragraphenreiter voltigieren auf Vermutungen. Letztendlich sterben wir alle. Irgendwann.
    Wieso steht aktive Sterbehilfe unter Strafe? Der Tod ist für jemanden, der das wählt gewiss, das Leid wird verkürzt. Aber Kinder, die kämpfen, die leben wollen, deren kindliche Zellen sich schnell regenerieren können, bei denen spricht man von Prozenten? Von Wahrscheinlichkeiten? Weil Menschen Fehler gemacht haben, für die sie nicht gerade stehen und die andere nicht sehen wollen. Ach komm…. *da mogelt sich wieder das besagte Teilchen zwischen die Zeilen*

    Liebe, liebe Grüße

    Kerstin

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  7. Oh, Kerstin. Danke für deine Offenheit- hier. Sehr mutig und so gut. Für unserer beider Mut. Ich muss so weinen um Charly und um Nils. Hast eine Schleuse geöffnet. Auch gut. Ab und zu sollte man das Herz ordentlich durchspülen. Liebste Grüsse!

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  8. Angelika

    Ich muss auch gerade sehr weinen nach deinem Bericht, Kerstin. Entschuldige, dass ich jetzt trotzdem etwas ganz sachliches schreibe, was mir vorhin beim lesen vom 5. Kapitel durch den Kopf ging.
    Ich hatte nach dem Lesen gedacht, da steckt doch irgendwo ein Fehler in der Argumentation von dem Herrn H. Ich weiß ja nicht, was die Frau Coli aus Hamburg in ihrem Gutachten geschrieben hat, was ihr, Melanie, noch geschrieben habt und was Herr H. sonst noch in seiner Begründung geschrieben hat. Aber er zieht ja als Haupt-Argument offenbar die allgemeine (Nicht-)Überlebenswahrscheinlichkeit bei einer bestehenden (!) Pankreatitis heran.
    Aber die hatte Nils doch noch gar nicht (wenn ich das richtig verstanden habe), als mit der Chemo begonnen wurde!
    Die entstand ja erst durch das eine Chemomedikament und entwickelte sich erst tödlich, als das Medikament nicht schnellstens wieder abgesetzt und auch sonst nichts getan wurde.
    Und es kann auch nicht von einer Grunderkrankung gesprochen werden, wie bei Charlie, die ein Überleben unwahrscheinlich gemacht hätte, denn die Grunderkrankung Leukämie wurde ja parallel geheilt.
    Anhand deines Kliniktagebuches kannst du doch genau sehen, wann seine Übelkeit/die Symptome anfingen. Und zu dem Zeitpunkt wäre die P. ja noch zu behandeln gewesen, hätte also eine 100%ige !!! Überlebensrate gehabt! Ausschlaggebend ist doch nicht die allgemeine theoretische Überlebensrate bei einer voll ausgebildeten P., sondern was zu dem Zeitpunkt getan bzw. nicht getan wurde, als die Überlebensrate noch viel höher war, weil die Krankheit noch in den Anfängen war.
    (Laienhaft gedacht mit möglichen Denkfehlern/-verknotungen)
    Wäre das nicht nochmal ein Gegenansatz? Er müßte genauso sachlich statistisch mit Zahlen und Fakten aufbereitet sein, wie die Herr H.-Argumentation. Z.B. Tag 1 = 100%, Tag 2 = 99% und ab wann es erst gekippt ist Richtung 10-25% als statistische Grafik. Mit grafischer Darstellung, wie lange die Ärzte noch Zeit gehabt hätten, etwas zu unternehmen und es nicht getan haben.
    Liebe Grüße, Angelika

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  9. Fujolan

    Danke.
    Fürs Aussprechen.
    Fürs Öffentlichmachen.
    Fürs Teilen.
    Fürs Whistleblowen.

    Verdammt nochmal. Jeder macht mal Fehler. Wir sind doch nur Menschen. Aber dann gibt man diese Fehler zu. Man entschuldigt sich. Man guckt, was sich ändern muss, damit solch ein Fehler nie nie wieder vorkommt. Verschweigen, Vertuschen, der ganze Scheiss nützt doch nienix.

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  10. Liebe Melanie
    Ich bin noch und/oder wieder erschüttert, traurig, wütend, fassungslos. Ich möchte Dir so gerne Kraft, Mut, Trost, eine grosse Portion „Mittragen“, einfach ganz viel „Herzenskraft“ rüberschicken. Aber was ich hier fragen muss und will: Was braucht ihr von mir, von uns? Gibt es konkret noch was zu tun? Auf öffentlich-rechtlicher Ebene? Oder auch sonst?
    In Gedanken oft bei Dir und Nils
    Martina

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  11. Anette

    Seit längerer Zeit lese ich still und ergriffen mit. Las auch im Dezember im „Anderen Advent“ von Euch.

    …unfassbar gerade was ich hier gerade lese, da wütet es in mir wie in einer Löwin wenn das Junge angegriffen wird. Vertuschen, zerreden, umlenken auf Zahlen…Ablenkmanöver — könnte kotzen, toben — Menschlichkeit, Rückgrat, Einlenken — statt dessen wird vertuscht und in den Medizinerkreisen zusammengehalten, was das Zeug hält. Kenn ich aus dem (freiwilligen) Klinikaufenthalt meiner jugendlichen Tochter. Ihre Depression wurde dort mit starkem Antidepressivum behandelt. Die Nebenwirkungen übernahmen das Ruder. Die Gabe des Antidepressivum wurde weiter erhöht, da es ja bisher (nach über 6 Wochen) „nicht anschlug“ … bis sie nicht mehr handlungsfähig war, wie eine leblose Marionette, konnte nichts mehr essen, nicht mehr schlafen, sollte zwangsernährt werden…denn mittlerweile wurde – laut der zuständigen Assistenzärztin – aus der Depression eine „starke Depression“. Drei weitere Medikamente wurden aufgrund der Lage zur Ruhigstellung gegeben – ein Cocktail, der unhaltbar war. Als ich bzgl. Dosierung, Dauer und Sinn der Medikamente nachfragte, wurde ich von meinem ! Mann – vor der Ärztin! – angegriffen, ob ich denn Medizin studieren wolle? Daraufhin wurden die Medikamente innerhalb kürzester Zeit „ausgeschlichen“. Meine Tochter wollte nach Absetzen der Medikamente nach Hause. Entgegen die Empfehlungen der Klinik nahm ich sie mit. Nach gut fünf Monaten erhielten wir den Klinikbericht: Die Dosierung aller Medikamente war darin unrichtig dargestellt…“Vertuschen“: Mehr mag ich dazu nicht sagen.
    Meine Tochter lebt; ich bin demütig.
    Ich kann sehr stark ahnen, was Ihr FÜHLT ob der Ohnmacht, der Falschheit, des Ausgeliefertseins, der Lüge, der Ablenkungsmanöver …und aber vor allem des Verlustes Eures Kindes Nils (denn für ihn gibt es keinen Ersatz). Unwahrheiten gehören auf jeden Fall zum Ressort des Spiegel-Chefredakteurs. Falls ich ihn kennenlernen sollte, geb ich ALLES weiter!
    Gerne, doch,
    Anette

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  12. Mal abgesehen davon, dass die staatsanwaltliche Auslegung der Sterbewahrscheinlichkeit blanker Hohn ist- wie kann das denn überhaupt sein, dass sich auf ein Gutachten bezogen werden darf, das den Verdacht der Befangenheit so viel mehr als nur nahelegt? Und das auch noch völlig willkürlich, im Alleingang? Diese ganze Kette aus Unfassbarkeiten- und eine setzt der anderen immer noch eine schmutzigere Dreckskrone auf. Es ist einfach nicht zu verstehen. Auch mit der größtmöglichen Bemühung um Objektivität nicht. Noch nicht mal ansatzweise.
    Das letzte Kapitel nun also. Der Epilog steht aber noch aus. Und ich hoffe so sehr, dass der irgendwannigendwie noch hinzukommen wird. Inhaltlich so wie es Euch verdammtnochmal einfach zusteht.

    Und wenn nicht? Gebrochene Herzen können heilen. Langsam zwar- und zusätzliches Leid ist alle andere als heilungsfördernd. Aber sie können das. Irgendwann wieder glücklich schlagen. Verlogenen Herzen ist jedoch nicht zu helfen. Mögen sie auch noch so mächtig sein. Sie sind verloren. Schlagen dumpf. Für immer.

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  13. Susi Jelenz

    Das macht einfach nur fassungslos. Dieses schon erwähnte unter den Tisch kehren. Den Staatsanwalt betrifft Eurer Nils nicht persönlich. Bald hat er diesen Fall vergessen, wenn es nicht schon geschehen ist. Aber kann dies sein? Warum wird so etwas nicht weiter verfolgt. Weil es zu mühsam ist? Weil er wen schützen will? Euer Nils ist nun nicht mehr irdisch; aber ist es so schwer – ob vom Krankenhaus oder sonst einer zuständigen Stelle – Fehler einzugestehen und eben daran zu arbeiten dass diese nicht mehr passieren? Damit ihr wisst es war ihnen nicht egal, es ist passiert und tut ihnen leid. Vielleicht wars auch anders; ich bin kein Arzt und kenn mich nicht aus. Aber die Sache einfach nicht weiter zu verfolgen obwohl die Zahlen etwas anderes sprechen ist schlichtweg der falscheste Weg der gegangen werden kann. Aber die zuständigen Behörden können es sich leicht machen – sie vergessen die Sache irgendwann. Ihr aber nicht …
    Liebe Melanie, deine Zeichnungen erfreuen mich immer so. Auch die süßen Pferdefotos und alles. Schon allein deswegen wünsche ich Euch ganz viel Kraft und Mut, Ausdauer und auch Lebensfreude. Durch Deinen Blog ist Euer Nils in den Gedanken sovieler Menschen und dadurch einfach unvergessen.

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  14. Danke, Anna! Meine Wut war schon da. Zum Glück kann man nicht anhaltend auf diesem Wutpegel verharren. Und dann wird man wieder ruhiger. Mal sehen, was die Medien betrifft. Tee trinken während des Abwartens…. LG!

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  15. Haha, Ja, mit dem Würfeln, dass hat schon was…. Danke, gute Uta! LG!

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  16. Naja…. Ich hab ja meine Plastikpistole hier liegen…. hehe. LG!

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  17. Liebe Angelika!
    Jaaaaaa. Jedes Ding hat zwei Seiten und mindestens zwei, wahrscheinlich noch mehr Sichtweisen. An den Nebenwirkungen der Chemo stirbt man tatsächlich schneller und öfter, als man denkt…. Das Ding ist bloss, wir haben ohnehin keine Gelegenheit, Gegenargumente vorzubringen. Also schon- aber die verhallen im Nichts. Im Nichts. Liebe Grüsse und Danke!

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  18. Ja. Das ist wohl der Punkt. Fehlerzugebung. Und die Einsicht, dass Vertuschung sehr wohl funktioniert ab nem gewissen Level. Blöd. Danke dir und liebe Grüsse!

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  19. Liebe Martina!
    Konkret gibt es echt nix. Oder mir fällt nix ein. Ich glaube immer noch, das nichts umsonst ist. Und von irgendwo irgendwie was passiert. Danke für Mittragen und die Herzenskraft, dass ist ja schon viel! Liebe Grüsse!

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  20. Ach. Alles Liebe dir und deiner Tochter. Und Danke! Liebe Grüsse!

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  21. Ich glaube ja, der Staatsanwalt fühlte sich auf den Schlips getreten, weil wir gedrängelt haben. Vielleicht hätten wir ihm einfach zwei drei Jahre Zeit lassen müssen. Da blieb ihm nichts anderes übrig, als schnell den Schreibtisch aufzuräumen. Danke dir. Liebe Grüsse!

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  22. Ja, alle werden es vergessen. Ausser uns. Und trotzdem werden wir weiterleben. Allerliebsten Dank!

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  23. Anna

    Ich drück die Daumen für einen wirksamen medialen Ruck und wenns mal ne Demo gibt… Berlin ist mir immer mal ne Reise wert ;-)
    Alles Liebe!

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  24. Anonymous

    euer erlebtes, erlittenes macht sehr traurig, fassungslos und unheimlich wütend.

    ich frage mich, wie solche ärzte und staatsanwälte – besser doch – vertuscher und rechtsverdreher nach dienstschluss nach hause kommen und ein ganz normales familienleben spielen können.
    ihre schwarzen westen an die garderobe hängen, zu tisch sitzen und eine warme suppe löffeln. mit ihren kindern spielen, sie später ins bett bringen, eine gute-nacht-geschichte vorlesen und sie mit einem kuss auf die stirn in sanfte träume schicken. und dabei kein mieses gefühl in sich tragen? kein schuldbewusstsein verspüren? kein unrechtsgefühl? sich nicht schämen, sich nicht selbst anekeln?
    sich niemals fragen stellen:
    „was, wenn ich die zeit zurückdrehen könnte – würde ich alles wieder so machen…?“
    „wollte ich als kind der sein, der ich heute bin?“
    „was, wenn mir mein kind genommen würde?“
    „was, wenn wir damit von öffentlichen stellen und justiz allein gelassen wären?“
    und aus diesen gedanken, für sich mut schöpfen, um den einzig richtigen weg zu gehen…

    wo ist deren mitgefühl? wo ist deren moral?
    wie verkümmert müssen solche seelen sein!

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  25. Silke

    unfassbar, Zahlen, Statistiken, Rechnen gegen ein Menschenleben, weiter und weiter bis hm ja bis was? bis herauskommt, dass alles ganz prima ist? glaubt einer dieser Herren wirklich, dass diese Rechnung trägt? da wird mir dermaßen übel.
    Herzens-Gruß,
    Silke

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  26. Macht mich einach sprachlos, und sooooo wütend!

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  27. Franziska

    Ich finde, das soll und darf bitte nicht das letzte Kapitel sein und bleiben.

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  28. […] 2017 war ich gerade fertig mit dem Waschen der Schmutzwäsche und versuchte, die große, aber bitte nicht die Yellow- Presse dazu zu bringen, sich für Mist, der […]

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