
Was ist schlimmer?
Viele tausend Tote, hundertsiebzig Tote, 12 Tote oder ein Toter? Was macht betroffener? Die Weit-Weg-Toten, die Ziemlich-Nah-Toten, die In-Meiner-Stadt-Toten oder der oder die Tote, die ich kannte? Im Radio durften sich die Hörer gestern Lieder wünschen, Lieder, die es ihnen möglich machen, diese schwere Zeit zu überstehen. Puh. Schwere Zeit. Betroffenheit überall. Ich ekel mich ein bisschen davor. Fies,oder?
Und fühle mich scheisse, weil ich maximal unbeeindruckt bin, von Natur aus. Habe auch gerade keine Lust mehr, unsere blöde Betroffenheitsgeschichte weiter zu erzählen. Wozu. Vielleicht sollte man einfach versuchen Glitzer zu pupsen. In der Kacklügenwelt. Mit all den toten Menschen.
(den Post davor, den ich um kurz nach 20:00 Uhr am Montag geschrieben habe, den habe ich erstmal gelöscht. So ein lustiges Friedhofsding. War dann unpassend gewesen…)
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