„Ich ärgere mich so. Das die Tendenz dahin geht, das Niveau dem Schwächsten anzupassen.
Die schlechtesten Kinder geben das Lerntempo an. Das geht doch so gar nicht.
Ganz schlimm finde ich das!
Wozu sind wir denn auf ´nem Gymnasium?“
……………
Wir ?
Vor allem: „Wir“!
Wie ich diese Formulierung liebe.
Mmmmh. Vielleicht um Rücksicht zu lernen?
Ein Miteinander?
Um vielleicht eine Gesellschaft zu leben,
die aufeinander achtet und in der Schwächere mitgenommen werden?

Ich konnte das alles nicht erwidern, weil ich,
(bevor ich erst in Tränen ausgebrochen wäre und anschliessend der Frau vor die Füsse gekotzt hätte) den Elternabend lieber verlassen habe.
Auch blöd.
Hatte noch nicht mal angefangen zu zeichnen.
(aber zum Glück ist heute Abend wieder ein anderer Elternabend)

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19 Antworten zu „21. April“

  1. Bin immer wieder verwundert, sprachlos, verärgert, was manche Menschen von sich geben….
    Finde es gut, dass du wieder gegangen bist! Jede Diskussion mit dieser wunderbaren Dame (örgs) wäre sicher nur kräfteraubend gewesen und hätte keine Einsicht gebracht.
    Na dann wünsch ich dir für heute einen schönen Zeichenabend
    Liebe Grüße
    Christa
    P.S. Wie schön wieder ein Kerzentier von dir zu sehen.

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  2. Anonym

    Den Raum verlassen ist auch ein Statement. Schade, dass die anderen Eltern es dir nicht gleich getan haben. LG, Katrin

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  3. Neulich auf dem Grundschul-Elternabend zur Klassenfahrt, die im Juni während der EM (oder ist WM? Egal…) stattfindet. Ein Programmpunkt ist jedenfalls das gemeinsame Gucken des Deutschlandspiels.
    Elternteil (weiß tatsächlich nicht, ob Mutter oder Vater, tippe aber auf Mutter mit Damenbart) höchst entrüstet und anklagend:
    „Was ist denn BITTESCHÖN mit Kindern, für die Fußball eine intellektuelle Unterforderung darstellt?“
    Lehrerin: „ Die müssen trotzdem mitgucken“ (Hehe)

    Weiß leider nicht mehr, was dann passiert ist, bin dann lieber in meine Traumwelt abgedriftet.

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  4. Anonym

    Danke für Deinen Mut zu gehen.
    Ruth

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  5. Ja das stimmt. Das war so mutig von dir!
    Solche Leute dürfen kein Gehör finden.
    Ich mag deine Kerzenlöwen sehr ♥

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  6. Also genau dieses Argument höre ich auch oft in den letzten Monaten, mein Großer ist in der 5.KLasse…ich finds völlig daneben!

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  7. Anonym

    .. stimme nicht zu.
    Auch unter den „Guten“ gibts immer „weniger gute“. Bin eh ein Fan der Gesamtschule – bis 14. Aber wenn Schule, dann richtig lernen. Wenn Gymnasium, dann bitte Förderung für die ganz guten. Was soll man dort, wenn tief gestapelt wird?
    NachdenkfaltenaufderStirn

    Oskar, Lehrer (nicht hauen bitteeeee!)

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  8. Hab heute morgen gerade ein kleines YouTube Video von Hirschhausen gesehen, der über Pinguine sprach, denen er auf den ersten Blick nicht viel zutraute, weil sie nur doof watscheln können. Bis er sie im Wasser schwimmen sah und fasziniert von ihrer Schnelligkeit und Gewandtheit war… Ja, so ist es im Leben, jeder hat andere Stärken und Schwächen und es wäre wünschenswert, wenn gerade in der Schule nicht nur immer auf den Schwächen herumgehackt würde.
    Ich kann deine Reaktion gut verstehen, obwohl ich leider zu denen gehöre, die dann nicht ihre Klappe halten können…
    Der Löwe ist klasse! Ich liebe deine Zeichnungen!
    Claudia

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  9. Danke, ich freue mich sehr über die andere Meinung.
    Wenn auch ne Lehrermeinung…. (haha)
    Nein, bin fast erleichtert, wenn mal widersprochen wird, kann ja hier alles erzählen….
    Trotzdem: Die echten ganz Guten, die kommen schon klar, oder? Geht ja nicht darum, Doofis ein Abi zu schenken. Sondern darum, möglichst vielen das Nötige beizubringen. Und ehrlich: Für wen, ausser für die wirklich Talentierten, die mal Mathematiker oder äh, Lehrer werden wollen, ist das, was da gelernt wird, wichtig, im Sinne von lebenswichtig? Das Wie ist doch wichtiger als das Was. Und Fairness, Rücksicht und Hilfe finde ich da toller als: ich Ich Ich.
    Ausserdem bin ich immer für die Schwachen.
    Und haue nie. ; )

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  10. mir tut das kind dieser „dame“ leid. es muss bestimmt jeden nachmittag zu einer anderen nachhilfestunde.
    lg, mano

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  11. Anonym

    Unser Schulsystem „wuppt“ sowieso schon lange nicht mehr. Es geht für mich nicht um GUTE und SCHLECHTE. Ich finde es geht um Lerntypen, Lebenstypen und das Freilegen der Fähigkeiten, die Kinder haben. Der Hochbegabte braucht sicher genauso „Extrafutter“, wie der Kann-nie-nix. Und dann gibt es Tausende Normalos(?), die bitte auch endlich mal Entfaltungsmöglichkeiten kriegen sollen. Dieses über einen Kamm scheren ist unerträglich.
    Elternabende sind sowieso unerträglich.
    Liebe Grüße
    Henrike

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  12. Nur für Oskar, ist auch nicht bös gemeint: Die GUTEN, die ja leider häufig soziale Vollpfosten sind, könnten auf jeden Fall Mitgefühl, Anstand und soziale Kompetenz lernen. Fähigkeiten, die auch für zukünftige Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte von Vorteil sind!!
    Für alle anderen:
    Ich durfte mir letzte Woche bei einer Veranstaltung eine lange Rede einer besorgten Mutter anhören, die sich beklagte, das immer mehr Inklusions-Kinder in die guten Schulen aufgenommen werden und wo das denn hinführen würde. Am Ende ihrer wirklich sehr spannenden Rede habe ich mich dann als Mutter eines geistig behinderten Kindes „geoutet“ und sie samt ihres Sektglases stehen gelassen – für mich war es ein gutes Gefühl und ihre Gesichtsfarbe passte plötzlich zu ihrem Hosenanzug… ;-)

    Liebe Grüße
    Trudi

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  13. Veronika

    „Die echten ganz Guten, die kommen schon klar, oder?“
    Naja, ich nicht so. Ich war eins von den Kindern, die schon im Kindergarten lesen, schreiben, rechnen konnten, und hätte am liebsten jeden Tag noch mehr gelernt. Für mich war es schwierig, dass für meine Fragen und Interessen oder für das, was ich konnte, im Schulunterricht kein Raum war. Das hat da eher gestört.
    Ich finde, auch die „ganz Guten“ haben ein Recht auf Förderung in der Schule. Inklusion sollte zu beiden Seiten offen sein: Aufmerksamkeit, Unterstützung und Lob für jedes Kind mit seinem individuellen Tempo. Das Maß sollte die Freude am Lernen sein. Wenn es nur ums willkürlich definierte Klassenziel geht, haben doch alle Kinder Stress, die nicht genau im Normbereich liegen.

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  14. Theresa

    Hier auch eine Lehrerin, die im Herzen prinzipiell deiner Meinung ist und dennoch sieht, wieviel Unglück es bringt, wenn in einer Gymnasialklasse zu viele sind, die für die Anforderungen dieser Schulform nicht gemacht sind. Die wirklich Guten gehen nämlich dann vor die Hunde. Die wirklich Guten können nie das leisten, was theoretisch leisten könnten. Weil der Unterricht an die Kinder angepasst werden muss, die langsamer – oder nicht – verstehen. Weil man viel länger braucht, um Zusammenhänge zu erklären und die wirklich Guten langweilen sich große Teile des Schulvormittags. Ich habe ein unglaublich liebes, kluges, sozialkompetentes Mädchen vor Augen in einer unglaublich schwachen Gymnasialklasse, dem kann ich kaum noch in die traurigen Augen schauen. Sie macht alles ganz ordentlich und wunderbar und schnell und gut und dann langweilt sie sich. Das ist ist ihr Unterrichtsalltag. Modelle zur Begabtenförderung sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und natürlich will sie auch nicht immer eine neue Zusatzaufgabe zugeschoben bekommen oder immer anderen helfen, wenn sie fertig ist. Sie würde gerne schneller und anspruchsvoller und vielfältiger lernen. Das geht aber nicht, weil 10 andere Kinder überfordert vom Stoff sind, sich deshalb langweilen und unruhig sind oder die Aufmerksamkeit des Lehrers bündeln. Und weil keine Zeit mehr ist für die vielfältigen Angebote, weil man langsamer vorgehen muss, als der Gymnasiallehrplan es vorschreibt. Oder es gibt die „richtig Guten“, die innerhalb kürzester Zeit in sehr leistungsschwachen Klassen ihre Lernmotivation verlieren, ihre Lust zu zeigen, was sie können. Die sich auf einem Niveau einrichten, das sie nicht fördert, bei dem sie nicht mehr „gut“ sind, sondern halt „mittel“. Und unzufrieden damit sind.
    Rücksichtnahme wird in diesem Ansatz vor allem von den leistungsstarken Kindern im Gymnasium gefordert.
    Andererseits (und jetzt spricht die Mutter) bin ich auch schon einmal wütend und geschockt aus einem Elternabend gegangen, als eine unerträgliche „Upperclass-Mutter“ in der Grundschule für das möglichst frühe Einsetzen der Schulnoten kämpfte. „Mein Marlenchen ist so hochbegabt, die musste ich jetzt schon zum Klavierunterricht anmelden! Mit 5! Und ich bin es Leid, dass Marlenchen nicht in der ersten Klasse ihre Einsen bekommt, nur weil wir immer Rücksicht auf die Schwachen genommen wird. Das nehme ich nicht hin.“
    Zum Glück sagte die tolle Schulleiterin: „Ich habe 100 Möglichkeiten, Kinder zu motivieren. Schulnoten gehören nicht dazu. Bitte bedenken sie: Die wenigsten Kinder bekommen eine 1, die meisten eben nicht. Die meisten werden demotiviert durch Noten. Das brauchen wir in der ersten Klasse nicht.“
    Ich halte diesen Zwiespalt für ein echtes Systemproblem.
    LG Theresa

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  15. Theresa

    Meiner Erfahrung nach sind die Guten meistens nicht die sozialen Vollpfosten. Ganz und gar nicht.
    LG
    Theresa

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  16. Was soll man schon auf einer allgemeinbildenden Schule außer herauszufinden, wer sich am schnellsten den vorgegebenen Stoff reinziehen und ihn nach kurzer Zeit in abprüfbarer Form wiedergeben kann?

    Wer die wirklich Guten sind entscheidet sich Jahre später und es sind nicht diejenigen die es dem Lehrer immer recht gemacht haben indem sie des Stoff auf Anhieb verstanden und rezitiert haben.

    Die gute Nachricht ist, dass man die Schule nur einigermaßen unbeschadet überstehen muss ohne sich das wahre Potenzial (Teamfähigkeit, Fairness, Neugierde) verderben zu lassen.
    Das bisschen Stoff holt man später bei Bedarf mit Leichtigkeit auf!

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  17. Ich hatte am Montag Abend solche Atemnot, dass ich befürchtete ohnmächtig zu werden. Erst dachte ich, das kommt vom schnellen Radfahren und den Treppen in den dritten Stock. Als ich dann aber 10 Minuten den wartenden Elternpaaren zuhörte, wurde mir klar, dass es ein Elternabenderstickungsanfall ist.
    Can´t stand this.

    Herzlich, Katja

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  18. Ich musste eine 15-minütige Diskussion ertragen, warum alle Kinder am verpflichtenden gemeinsamen Mittagessen der Ganztagsschüler teilnehmen müssen – ihr Kind würde ausschließlich das essen, was sie (die Mutter) für ihn kocht. Eine andere fand das Handyverbot im Schullandheim nicht hinnehmbar, weil sie dann nicht morgens und abends mit ihrem Sohn spreche könne.
    Manchmal hält die Tischkante nicht so viel aus, wie man seinen Kopf an nämliche schlagen möchte.

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  19. Dann schient mein Sohn aber irgendwie an einem sehr rückständigen Gymnasium zu sein. Hier wird das Lerntempo nicht an die Langsamsten angepasst, sondern gnadenlos jeder aussortiert, der nicht mithalten kann oder nur selektiv begabt ist. Die Lehrer haben das Credo: Wer schlechte Noten schreibt, muss eben mehr lernen oder abgehen, basta.
    Das „Jeder wird dort abgeholt wo er steht“ gilt am Gymnasium meines Sohnes nicht. Vielleicht ist das noch nicht bis nach Bayern vorgedrungen.

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