Bin verstummt, kann nix sagen zu den Dingen, die man jetzt so sagt.
Über das Jahr, dass war, oder das Jahr, das kommt.
(mir fallen, ehrlich gesagt, nur schlimme Schimpfwörter ein)
Grübele über eine Floskel, die ich dann sagen könnte, morgen um Zwölf.
Auf ein Neues? Fick dich Altes?

Ich nehme mir mal eine Goldfischglas-Auszeit,
solange nur Unflätigkeiten raus wollen.

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18 Antworten zu „30. Dezember“

  1. Ich kann dich verstehen…sooo gut! Und mir will…aus ganz anderen Gründen…ein Jahresrückblick…zumindest in Worten…auch nicht so recht gelingen…Auch fehlt mir im Moment die Hoffnung, dass das neue Jahr so viel besser wird…LG Lotta.

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  2. Ich drück dich und wünsche dir ein gutes, neues Jahr, mit Gesundheit und Trost. Alles Liebe, Sabine

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  3. Scheiße bleibt Scheiße – auch wenn man bunte Blümchen d`rauf streut. Sieht gut aus und stinkt trotzdem zum Himmel. Wahrheiten darf man immer sagen. Besser wird es erst, wenn aus dem Mist bunte Blumen wachsen. :-/

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  4. kushishqa

    Das ist mein Streit:
    Sehnsuchtgeweiht durch alle Tage schweifen.
    Dann, stark und breit, mit tausend Wurzelstreifen
    tief in's Leben greifen und durch das Leid weit aus dem Leben reifen, weit aus der Zeit!
    [Rilke, wer sonst]

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  5. Brigitte

    Ist doch nur ein Datum, eine Jahreszahl…..
    Eigentlich geht es doch immer weiter – Beppo-Strassenkehrer-mäßig: Schritt-Atemzug-Besenstrich.
    Herzliche Grüsse unbekannterweise, Brigitte
    P.S. Immer alles rauslassen, gibt sonst ein Magengeschwür, wenn man immer runterschluckt.

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  6. Bitte zwischendurch gelegentlich Luftholen.
    Liebe Grüße.

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  7. Lass es raus!! Das gehört doch auch dazu…. zur Not geh in den Pferdestall, die Hottes haben Verständnis… oder erzähle es den Hunden, die können auch prima zuhören!
    Du darfst es aber auch mir erzählen, ich kann es weg stecken…
    Liebe Grüße
    Trudi

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  8. Fick dich, Du scheißverdammtes, altes Höllenrotzdrecksjahr, verpi… Ach, der Rest, der mir noch so einfällt, würde wahrscheinlich automatisch von blogspot zensiert werden. Aber lass Du es raus, sei wütend, denn das darfst Du sein. Das gehört dazu. Vielleicht ist das mit dem Goldfischglas auch gar keine schlechte Idee, denn das könntest Du, wenn es voll ist – und das ist es bis morgen bestimmt! dann Pippa-Pepperkorn-Staubsauger-mäßig explodieren lassen, oder in der Havel versenken – oder am besten mit einem Vorschlaghammer zerdeppern. Den guten Momenten aus 2015 passiert dabei ja nichts, sind sie doch für immer im Herzen abgespeichert.
    Und dennoch wird das neue Jahr dadurch nicht einfach so unbeschwert starten, nicht als leeres, weißes Blatt, wird auch nicht in der Lage sein, diese Unbegreiflichkeit fassbarer zu machen. Wie soll das auch gehen? Aber vielleicht (bestimmt!) hält es trotzdem den ein oder anderen schönen Augenblick für Euch bereit? Lässt Euch immer mal wieder spüren, dass es noch geht, sich leicht und unbeschwert zu fühlen. Und gibt Euch neue Puste für Glücksfeuer. Das wünsche ich mir für Euch. Sehr. Und würde am liebsten mitpusten, wenn das nur ginge…

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  9. Oh, Goldfischglas! Da stecke ich anscheinend auch schon länger drin, zumindest kommt es mir so vor. Die Scheiben sind vom Atmen inzwischen total beschlagen, man guckt wie durch Nebel. Irgendwer hat mal behauptet, Goldfische hätten nur ein ganz kurzes Gedächtnis und nach einer Runde im Glas schon wieder vergessen, dass sie schon mal da waren. Abgesehen davon, dass ich jedem armen Fisch in so einem Ding das wünsche, aber wäre das nicht manchmal auch fuer's Leben gut? Wenigstens so ab und zu?

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  10. Wie gut ich dich verstehen kann.
    Dass man auf das Geschwätz keinen Bock hat.
    Uns geht es grad genauso.
    Die Mutter meines Mannes ist an Weihnachten verstorben. Und bei jedem „Na, wie war euer Weihnachten?“ könnt ich kotzen.
    Andererseits können die auch nix dafür…
    Hast Du noch Platz im Goldfischglas??
    Liebe Grüße an Dich. Angela

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  11. Anonym

    Viele gute, deutliche Worte bereits geschrieben.

    Herzlich, Martina

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  12. Liebe Melanie,

    im Januar ist der 1. Todestag von meinem Kind.

    Heute feiern wir Silvester mit lieben Freunden, die auch alle bei der Beerdigung waren.
    Ich finds schön an Silvester kleine Rituale durchzuführen, z.B. auf einen Zettel schreiben, was doof/gut im alten Jahr war (dieser Zettel wird verbrannt) und was man sich für das neue wünscht (diesen Zettel aufheben).
    Auf solche Rituale habe ich dieses Jahr keine Lust, weil ich nur Rotz und Wasser heulen würde.

    Und prompt bekomme ich zu Weihnachten kleine Wunsch-Erfüller-Lämpchen, die man an Silvester verbrennen kann, damit die darauf geschriebenen Wünsche in Erfüllung gehen.

    Irgendwer will anscheinend, dass ich an meinen Ritualen festhalte, auch wenn ich dann weinen muss – mitten am „fröhlichen“ Silvester.

    Ich kenne das:
    Die anderen nicht mit der Trauer belasten wollen.
    Einfach Teil der allgemeinen (scheinbaren?) Fröhlichkeit sein zu wollen – was man an Silvester halt so macht.
    Den Kopf unter einem Goldfischglas tarnen zu wollen, dass niemand die Schluchzer daraus hören kann.

    Aber ich weiß, dass unsere Freunde es verstehen werden, wenn ich heute Abend mal kurz und heftig weine (meistens gehts danach wieder).
    Mir wird der Moment sehr schwer fallen.
    Aber es wird vollkommen OK sein und ganz normal dazu gehören.

    (Wahrscheinlich haben die anderen auch mindestens einen Moment im alten Jahr über den sie schimpfen/weinen wollen.)

    Danke, dass du auf diesem Blog deine Trauer mit uns teilst.
    Ich fühl mich dann weniger alleine in diesem seltsamen Gefühlschaos.

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  13. Anonym

    Ich verstehe dich soooo gut!
    Ich könnte auch bei diesem ganzen Floskel-Scheiß im Strahl kotzen…ich würde auch gerne mit ins Glas kommen oder vielleicht möchtest du da auch lieber alleine bleiben…dann würde ich mit etwas Abstand gerne deine Goldfischglas-Nachbarin sein…trotz allem sende ich dir ehrliche liebe umarmende Grüße…Sarah

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  14. Bei mir ist es der Dritte ohne Alexej und nach wie vor einer der schwersten Tage im Jahr. Es wird bewusst, dass die Zukunft durcheinander gewirbelt wurde. Ich finde das Goldfischglas eine gute Idee, nur würde ich noch die Scheiben verspiegeln, damit niemand reinguckt.
    Liebe Grüsse Margot

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  15. Tja, so kann es einem gehen angesichts dieses Tages. Geht mir ähnlich.
    Deshalb schreib ich.
    Manchmal ist der Himmel aber doch blau.
    Astrid

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  16. ich wünsch dir kraft. so sehr. halte durch. liebe, verlust, gehenlassen, zurückgelassensein … es tut so weh … halte durch … es geht weiter… es muss…es geht … ♥ anja

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  17. Hast Du den Goldfisch vorher rausgetan oder einfach aufgefressen?
    Ich wünsche euch, dass sich bei euch allen das Pendel im Jahr 2016 ein klein wenig vom Unglücklichsein zum „Nurnoch“traurigsein verschiebt. So viel, wie jeder von euch aushält. Und viel Zeit zusammen und euch allen so viel Zeit allein wie benötigt, vielleicht noch eine gemeinsame Reise und so viel Ruhe, wie ihr braucht, und so viel guten Trubel, wie er euch gut tut. Und dass Du rauslassen kannst, was raus muss.

    Liebe Grüße
    Maike

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  18. Sie müssen aber raus. Ganz viel. Ich habe noch nie in meinem Leben in so kurzer Zeit so viel, so laut, so unflätig geflucht, beschimpft, getobt. Es gab einfach zu viel letztes Jahr, was zum Himmel schreiend ungerecht Scheiße ist, nicht anders benannt, verziehen oder weggeräuchert werden kann und nichts anderes verdient. F… dich, Jahr. Eben.
    Ich geh gleich am Freitag ein Goldfischglas kaufen, bis mir die Ohren klingeln.
    LG, Katja

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