Heute acht Wochen.
Ich zeige euch den Brief von mir an Nils, den ich ihm mitgegeben habe.
Sehr privat.
Aber egal, ich weiß, dass so viele an uns denken und sich fragen,
wie wir uns fühlen.
Nein, es ist noch nicht wieder gut.
( die Frage kam tatsächlich letztens…)
Wird nie wieder gut werden.
Auch wenn man es uns äusserlich vielleicht nicht mehr ansieht.
Aber wir arbeiten dran.
 
 
Lieber Nils!
Ich hoffe, es geht dir gut.
Kein Dreijähriger sollte schon so lange von Mama und Papa und seinen Geschwistern weg sein, ohne, dass sie auf ihn aufpassen.
Auch wenn du meinst, du bist schon groß.
Ich habe ein bisschen Angst, daß Gott viel zu viel zu tun hat, um sich genug um dich zu kümmern, auch wenn wir natürlich glauben sollen, er hätte für jeden im Himmel genug Zeit.
Das Gefühl, dich in deiner neuen Welt nicht begleiten zu können und sie dir nicht zeigen und erklären zu können, ist fast nicht auszuhalten.
Viele sagen, du bist jetzt ein kleiner Engel,
(entschuldigung…., ein großer natürlich!)
der über uns wacht und uns beschützt.
Ich möchte das irgendwie eigentlich gar nicht.
Denn das ist verdreht.
Ich möchte, dass du frei bist. Froh und sorglos.
Wie immer ohne Angst.
Das bist du bestimmt.
Mach dir keine Gedanken um uns.
Wir sind gerade so traurig, so verzweifelt und so krank vor Kummer.
Bei allem, was wir machen und was wir noch machen wollen, fehlst du. So schrecklich sehr.
Aber glaub mir, wir werden schon lernen, damit umzugehen.
Und wir trösten uns gegenseitig.
Ich stelle mir vor, wen du wohl triffst, dort, wo du jetzt bist.
Wen du kennst.
Theo, der Hahn, ist an deiner Seite.
Ebenso die beiden Erpel Rüdiger und Rolfi.
Und Kiwi, der Wellensittich.
Ich weiß nicht, ob du dich an Karlsson erinnerst, aber der hat dich sicher erkannt und schon begrüsst.
Der Hund neben Karlsson heisst Flynn, das ist sein allerbester Freund. Der ist auch noch ganz klein und verspielt.
Mit dem kannst du viel Spass haben.
Lustig, wie der kleine Nils Holgersson (Nein, nicht Petterson…!)
bist du also umringt von Federvieh.
Und zwei kleinen Windhunden.
Die ganzen Omas, Omis und Opas sind auch mit dir verwandt.
Ihr macht das schon.
Liebster Nils, wir sind stolz und froh, dass du dreieinhalb Jahre bei uns warst.
Wird man automatisch zu etwas Besonderem, wenn man die Welt nur so kurze Zeit besucht?
Wahrscheinlich.
Du warst das aber auch vorher schon.
Immer unser Stern.
Nils, der kleine (ähm… grosse) Stern, dass passte zu dir.
Dass du eigentlich eine Sternschnuppe bist, hatte keiner geahnt.
Du bist bei uns.
Immer im Herzen und in unseren Gedanken.
Und ich verspreche dir ganz fest:
Bald siehst du uns wieder glücklich.
Immer immer immer traurig,
aber nicht unglücklich.
Wir halten uns fest und dich quetschen wir unsichtbar in die Mitte.
Ich liebe dich auch so sehr,
deine Mama.

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36 Antworten zu „30. August“

  1. So so schön! Ich glaube, genauso würde ich es auch empfinden und mir den Himmel vorstellen.

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  2. Was für ein wunderbarer und tief berührender Brief! Nein, es wird nie wieder gut werden…man kann sich lediglich mit so einem Schicksalsschlag versöhnen und akzeptieren, dass die Trauer einen ein Leben lang begleiten wird…und nur wer das wirklich begriffen hat, wird am Ende damit leben können. Ich wünsche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft und Trost dafür! LG Lotta.

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  3. Anonym

    danke.
    umarm dich ganz fest,
    silke

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  4. Du bist eine tolle Mama, der Brief drückt das aus und der ist ganz wunderbar.
    Alles Liebe für Euch,
    Sabine

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  5. Du drückst mit deinen Worten aus, was ich mir so sehr wünsche, wie es „dort“ einfach sein müsste. Es hilft einem weiterzuleben… So lang die Liebe zu dem was einem geblieben ist stärker ist als die Trauer über den Verlust, lernt man jeden Tag sich mit dem Schicksal ein bisschen anzufreunden. Weiterhin viel Kraft nach vorne zu schauen!

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  6. Bin zu Tränen gerührt, was für ein liebevoller Brief.
    Mit Sicherheit ist er der Leader of the gang…
    Denke so oft an euch.
    Liebe Grüße an Dich, Angela
    P.s. Italien ist auch mein Lieblingsland waren am Gardasee.
    Außerdem freu ich mich so über deine Aquarelle. Habe mir zum Geburtstag einen ganz neuen voll bestückten Kasten mit den Lieblingsfarben gekauft und freu mich aufs pinseln.

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  7. Liebe Melanie, danke fürs teilen. es ist ein wunderbarer Brief. Ich bin mir sicher das Nils nicht alleine, sondern gut behütet und geliebt den Himmel aufmischt. Die Menschen die gehen, bringen uns, die bleiben müssen, den Himmel auch näher. Wenn man Brüder Löwenherz gelesen hat weiß man , das die Zeit dort oben viel schneller vergeht und das Nils nur kurz warten muss, bis die Menschen, die ihn lieben wieder um ihn sind.

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  8. So rührend und so offen. Danke fuer's Teilen.
    Bimbi xx

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  9. wer darf weilen auf deinem heiligen Berg? aus einem Psalm vom gestrigen Gottesdienst- ich glaube das Nils auf diesem Berg angekommen ist und das es ihm dort gut geht Und bei euch wird dieses gutSein ein anderes GUTSEIN werden. Nie mehr wie vorher-immer mit Nils im Herzen- und doch- mit kleinen Schritten in ein neues Leben.
    Ich denke an euch.
    heiDE

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  10. Anonym

    so schön geschrieben <3

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  11. Ein wunderschöner, berührender Brief einer Mama voller Liebe. Nils und das Federvieh auf Streifzug im Himmel… ich kanns mir bildlich vorstellen, die kleine Gang. Euer Stern war/ist etwas ganz Besonderes! Ich wünsche euch, dass ihr bei allem bleibenden Schmerz und aller Traurigkeit auch bald wieder einige glückliche Momente findet, die euch stützen und Energie geben. Ich denke oft an euch.
    Fühle dich gedrückt liebe Melanie,
    Anna

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  12. Ich weine, wieder, wie schon manches Mal, und denke mir – wenn ich schon so viele Tränen vergieße wegen Nils, wieviele müsst Ihr vergossen haben und vergießen…

    Das Bild: Ihr, Euch festhaltend, mit dem dazwischengequetschten unsichtbaren Nils dazwischen hat aber wieder etwas Aufmunterndes. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute und einen Platz im Alltag für die Trauer.

    Mond

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  13. Diese Liebe, diese innige Verbundenheit zwischen Nils und Dir, die konnte man von Anfang an in jedem einzelnen Wort über ihn, in jedem Foto und in jeder Zeichnung spüren. Der Brief reiht sich da ganz wunderbar ein. Auch wenn ich mir wünschte, dass er nie hätte geschrieben werden müssen. Aber dieses Band, Euer Band! Das durchtrennt nichts.Ihr seid immer eine Einheit gewesen und das bleibt ihr auch. Nichts ist stark genug, um daran zu rütteln- auch nicht der Tod. Nils bleibt bei Euch, in Euren Herzen, in Eurer Erinnerung, in Euren Gedanken- für immer in Eurer Mitte, nicht mehr sichtbar – aber spürbar! Und doch: er fehlt im Jetzt. Wird es immer tun. Und die Welt dreht sich einfach so weiter, dabei sollte sie eigentlich still stehen. Es wird nicht mehr so werden, wie es war. Wie sollte das auch gehen? Wie soll so eine Trauer jemals verfliegen und so ein Verlust jemals begreifbar werden. Wann werden Erinnerungen nicht mehr schmerzen, sondern Wärme spenden? Irgendwie und irgendwann wird es ein bisschen aushaltbarer werden, trotzdem bleibt das Ganze völlig sinnlos und ist einfach nicht zu verstehen. Aber ihr werdet lernen, damit umzugehen. Damit zu leben. Wieder ganz gut zu leben. Ich weiß nicht, wie das gehen soll, aber es muss irgendwie gehen. Diese Hilflosigkeit und Verzweiflung und Machtlosigkeit, die Euch jetzt umgibt, die vor allem Dich umgibt, die kann ich vielleicht ein bisschen erahnen, vorstellen kann ich mir sie aber nicht.
    Es schmerzt so sehr, Dich auf dem Friedhof sitzen zu wissen, keinen Trost spenden zu können. Nur auf ein bisschen Linderung hoffen zu können, die irgendwann kommt…

    Nils ist jetzt frei, gesund und froh und sorglos. Es geht ihm gut. Er ist nicht allein. Er spürt Euch, besucht Euch. Ist in Euren Träumen und begleitet Euch weiterhin, nicht als Engel. Nein, das passt wirklich nicht. Auf einem Wolkenpferd vielleicht oder sternenfußballspielend, glücklich auf jeden Fall!

    Ich habe in den letzten acht Wochen jeden Tag an Euch gedacht, habe den Eintrag vom 7. Juli so oft gelesen, irgendwie immer in der Hoffnung, dass er irgendwann einfach nicht mehr da steht. Komme mir selbst schon ein bisschen kirre vor: auf der einen Seite Praktikantenwitze, auf der anderen kämpfe ich mit den Tränen, wenn ich im Babygeschäft an einem grünen Tripp-Trapp vorbeigehe…

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  14. Anonym

    In Gedanken so oft bei Ihnen und der ganzen Familie ~
    nein, die Traurigkeit wird nicht vergehen, wie auch, aber es wird anders.
    Ich wünsche Ihnen allen Kraft und daß Sie an diesem besonderen Band, das Sie alle bis in den Himmel und zurück verbindet immer Halt finden werden. Und Danke – ich glaube fest daran, dass nichts verloren geht in dieser Welt…
    Herzlich und traurig, Martina K.

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  15. Ich wünsche dir von ganzen Herzen, dass ihr immer wieder Momente findet, in denen ihr gemeinsam mit euren Kindern glücklich sein könnt, den kleinen Nils fest in eurem Herzen und irgendwie auch in eurer Mitte. Dein Brief ist unglaublich berührend und ich danke dir dafür, dass du ihn uns gezeigt hast.

    Alles Liebe
    Claudia

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  16. Ich komme gerade aus einem kleinen Dorf in Bayern, in dem man an Maria Himmelfahrt samt Pfarrer und allen Musikern auf den Berg des Ortes steigt und dort ganz oben, wo man dem Himmel am allernächsten ist, eine Messe feiert zur Erinnerung an die Gestorbenen und daran, dass wir alle wie Maria und sie in den Himmel aufsteigen werden, wenn es an unserer Zeit ist. Man lässt dort oben Kräuterbuschen weihen, die mit ihrem Duft an die üppige Kraft und Heilwirkung der Natur erinnern und im Haus aufgehängt dessen Bewohner und auch die schon Vorausgegangenen beschützen sollen.
    Dass ganz schnell „alles wieder gut“ sein soll, als wäre es irgendwie komisch, wenn man länger als ein paar Wochen um einen geliebten Menschen trauert, ist ein Phänomen der ernüchterten Stadtmenschen, die sich von Tod und von Trauer peinlich berührt fühlen. Man mag von Religion halten was man will, aber ihr Umgang mit dem Tod ist deutlich tröstlicher als jener, die an nichts glauben.
    Jemand wird Nils den Brief vorlesen dort oben. Vielleicht eine Oma oder ein Opa, die sich jede Minute liebevoll um ihn kümmern, wenn Gott zu beschäftigt ist.

    Herzlich, Katja

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  17. dein brief hat mich tief berührt und ich lasse, wie so oft, wenn ich nils foto anschaue, meinen tränen freien lauf. katjas worte, dass irgendein opa oder eine oma sich liebevoll um nils kümmert find ich einen tröstlichen gedanken. und zum fußballspielen findet er ganz sicher auch ein anderes sternschnuppenkind.
    ganz liebe grüße von mano

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  18. A-M

    Ich habe leider erst vor ein paar Wochen durch einen Eintrag bei der raumfee zu euch gefunden und möchte nun auch endlich ein paar Worte dalassen.
    Selten habe ich so mit jemandem Fremden mitgelitten. Vielleicht, weil meine Tochter ein ähnliches Alter hat, vielleicht, weil du ein so lebendiges Bild von Nils zeichnest (im wahrsten Sinne des Wortes), so dass man glaubt, ihn gekannt zu haben.
    Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. Unkommentiert wollte ich meine Besuche in den letzten Wochen nun aber auch nicht mehr lassen.

    Alles Liebe.

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  19. Mir fehlen die Worte. Es ist so unvorstellbar, was ihr aushalten müsst. Dieses Vermissen. Das darf es doch gar nicht geben!
    Und doch…

    Ich bewundere deine Illustrationen, deinen Stil schon lange, das wollte ich dir auch mal sagen!

    Alles, alles Liebe, Selina

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  20. Liebe Melanie, ich denke ständig an euch. Ich kann mir überhaupt gar nicht vorstellen, wie ihr in eurem Leben überhaupt weitermachen könnt. Und ich verstehe deine Worte so gut, dass er überall fehlt. Haltet euch weiterhin fest. Dein Brief ist wunderschön.
    Liebe Grüße,
    Kathrin

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  21. Liebe Melanie, das hast Du so schön geschrieben. Bin zu Tränen gerührt. Genauso stelle ich mir den Himmel auch vor.
    Bin mir sicher, dass es Nils da oben gut geht und er nicht alleine ist.
    Wir denken ganz viel an Euch & drücken Euch ganz doll, Nele & Felix

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  22. Wie Mond weine ich auch schon wieder. Ich trau mich im Moment gar nicht, direkt auf Deinem Blog nachzuschauen, ich sehe immer erst mal bei Svea vorbei und gucke, ob dort ein neues Bild beim Link zu Deinem Blog einen neuen Eintrag verrät. Weil es schon für mich, so ganz aus der Ferne und ohne Nils je begegnet zu sein, schwer auszuhalten ist und ganz ernsthaft richtig wehtut, und einen schmerzlichen Eintrag dann wieder und wieder zu sehen, vermeide ich feigerweise auf diesem Weg.
    So, wie Du Deine Kinder liebst, sollte jedes Kind auf der Welt geliebt werden. Ich glaube nicht, dass es dann noch viel Elend gäbe außer dem unvermeidbaren, das nicht durch Menschenhand geschieht. Wie Du ihn hältst und loslässt, sein Wohl immer wichtiger als das Deine.
    Nee, wird nicht wieder gut. Ich bin bei euch so unglaublich sicher, dass ihr das packt, dass ihr wieder Freude am Leben habt und dass es eines Tages nicht mehr dauernd so schrecklich wehtut, aber Mann, wie soll das denn je „gut“ werden, wenn man ein Kind verloren hat? Das wird nie gut, es heilt nur so weit, dass man sich wieder ohne Schmerz rühren und strecken kann und die Welt sich über weite Strecken wieder freundlich und sonnenhell anfühlt. Aber fehlen, fehlen wird er immer. Was ist das nur für eine seltsame Idee, dass es anders sein könnte?

    Wenn es ein Danach gibt, ist es für Nils natürlich ein ganz schönes Abenteuer. Wahrscheinlich kuschelt er sich nachts gelegentlich mal unsichtbar zwischen euch, um Liebe aufzutanken. Und irgendwann seht ihr euch wieder. Wenn ich irgendetwas durch Tod und Verlust und den ganzen Rotz gelernt habe, dann immerhin das: Liebe geht nicht verloren. Die weiß, dass Zeit eine Illusion ist.

    Maike

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  23. ohne worte. der kloß im hals ist zu dick dafür und die tränen nehmen mir die sicht auf den bildschirm. :(
    die frau s.

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  24. Ich wünsche mir, ich könnte die Welt ein klein wenig so sehen wie du es tust.
    Du bist echt wunderbar.

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  25. Seit acht Wochen gehe ich täglich auf deine Seite. Und immer hoffe ich, dass ich mich vertan habe. Dass das nur ein böser Traum war. Dass Nils weiterhin munter durch deine Zeichnungen rennt, springt, reitet… Ich kann es immer noch nicht begreifen. Will es auch nicht begreifen, weil es so sinnlos ist. Seit acht Wochen weine ich um einen kleinen Jungen, den ich nicht kannte. Der aber durch deine Zeichnungen so lebendig wurde, dass er einen Platz in meinem Herzen bekommen hat.
    Es schmerzt sehr, dich in deiner Trauer zu sehen. Ich kann es, wenn überhaupt, nur erahnen wie es dir geht, wie sehr dir Nils im Hier und Jetzt fehlt. Den Gedanken, dass Nils sich unsichtbar zwischen euch quetscht, finde ich sehr tröstlich. So ist er weiterhin bei euch. In euren Herzen und euren Gedanken ist er sowieso.
    Ganz liebe Grüße Stephanie

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  26. Gegen Verbundenheit ist kein Kraut gewachsen. Und das ist gut so. Wenn ich an euch als Familie denke, dann seit ihr in Gedanken immernoch vollständig. Und das wird auch so bleiben. Nur euren Schmerz über das Getrenntsein – den mag ich mir nicht vorstellen. Aber dass es dem Nils, dort wo er nun ist, gut geht – also da bin ich mir irgendwie ganz sicher… Und die Gesellschaft, die du ihm wünscht, hört sich ganz nach Rehwiese an!

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  27. Wie kann man nur so eine blöde Frage stellen als Mensch, so ahnungslos im Leben bleiben…man kann auch glücklich werden im Traurigsein. Vorfällen hat man ein reicheres Menschenleben als jene, die das nicht verstehen oder kennen. Und : Nach einem solchen Erlebnis weiß man, dass man auch andere schlimme Sachen irgendwann überstehen kann.
    Alles Liebe!
    Astrid

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  28. Denke jeden Tag an euch!

    Fern und nah zugleich,
    wie sich das Meer und der Himmel sind,
    wenn sie sich am Horizont zu berühren scheinen,
    so eng verbunden und doch so weit entfernt sind
    Diesseits und Jenseits,
    sichtbare und unsichtbare Welt.

    So fern und doch so nah sind die Menschen,
    die uns verlassen mussten
    und doch immer zu uns gehören.

    Der Tod ist der Horizont unseres Lebens,
    aber der Horizont ist nur das Ende unserer Sicht.
    (Autor: unbekannt)

    Für immer, immer in eurer Mitte

    Christa

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  29. Anonym

    Mir fehlen die Worte, welche weiteren kann es geben?
    Von Herzen, Rike

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  30. ach melanie.
    das ist ein ganz wunderbarer brief.
    ich habe so viele gedanken für euch.
    fernwarme umarmung.

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  31. Was für ein Brief, ich weiss nicht ob ich lächeln oder weinen soll! Danke fürs teilen. Ich weiss das sehr zu schätzen, ja der Brief ist sehr persönlich und doch rüttelt er in uns soviele Gedanken auf. Ich selber habe vor 3 Wochen meine Schwiegermutter sehr überraschend verloren. Sie war mit 67 noch *jung* und doch hat sie ihr Leben gehabt. Nils blieb nur diese kurze Zeit mit euch, viel zu kurz, eben wie eine Sternschnuppe.
    Stille Grüsse
    Carmen

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  32. gerne würde ich jetzt neben dir sitzen. ganz still, ohne worte, in den himmel schauen, in den wolkenbilder nach federvieh und windhunden suchen und im wind nach kinderlachen heurchen.

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  33. melanie, ich folge dir noch gar nicht so lange. als ich das mit nils gelesen habe, konnte ich es am anfang gar nicht glauben. es ist so unfassbar was euch passiert und mit wie viel mut du hier alles oder vieles so ganz öffentlich mit uns teilst. immer, wenn ich hier bei dir vorbei schaue, dann bin ich danach ganz zerissen- einerseits bin ich dann so traurig und ich habe unbekannterweise tränen in den augen, obwohl ich mich doch gar nicht in deine lage versetzen kann und das wohl auch nicht sollte, und gleichzeitig bin ich danach so sensibilisiert für all das gute in der welt. die kleinigkeiten. die winzigen aufmerksamkeiten. ich reiße meine augen auf und sauge das ganze leben, jedes lachen auf. für mich selbst und für nils noch gleich mit. durch deine zeichnungen, durch deine worte, durch deine trauer und deine liebe ist nils irgendwie ein teil von jedem von uns geworden und kann jetzt ganz frei überall sein und alles miterleben. wie du sagst, traurig, aber nicht unglücklich.

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  34. ich wünsche Euch ganz viel Kraft.
    Du hast das so schön geschrieben.
    die Liebe zu Deinem Sohn endet niemals.

    mir laufe die Tränen
    Judika

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  35. …dieser Brief hat mich sehr berührt, schon vor einiger Zeit…jetzt wieder neu, ganz aktuell und ich hab ihn mir mal abgeschrieben, versprochen nur ganz privat und mit einem herzlichen Dankeschön…marit

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