Schritt – Atemzug – Besenstrich.
(Michael Ende aus Momo)

Ist nicht SO leicht, hier was zu schreiben.
Ich weiss, das hier inzwischen Milliarden Leute geguckt haben, 
Anteil nehmen, weinen, an uns denken 
und die ganze Zeit wissen wollen, wie es uns geht.

Ich mag die Geschichte von Beppo dem Strassenkehrer.
So ähnlich ist es bei uns.
Wir machen jetzt erstmal einen Schritt 
in den am kurzfristigsten geplanten Urlaub, den man sich vorstellen kann. 
Nehmen dort einen Atemzug und dann kommt der nächste Besenstrich.

Danke für die viele viele Post, die Karten, die Mails, die Briefe, die Gedanken.

Ganz ehrlich gesagt: Eigentlich ist es nicht auszuhalten.
Aber es muss ja.


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18 Antworten zu „7. August“

  1. Oh ja, der Beppo, der Gute…. anders gehts gar nicht, atmet ganz tief und denkt nicht an die Millionen Leute, die an euch denken… alles Liebe von Michaela

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  2. aus meinem Lieblingsbuch ::)) ganz tiefe Atemzüge helfen zu befreien. Ich glaube daran und glaube an Euch.!!!
    Liebe Grüße und Gedanken von
    heiDE

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  3. Ein bisschen Urlaubs-Abstand- das klingt gut! Ich weiß nicht, wird es aushaltbarer, irgendwann? Ich hoffe das so sehr für Euch! Und ich glaube auch, dass es so ist. Die Atemzüge werden länger, aus einem Besenstrich werden vielleicht zwei, drei… der Blick zurück schmerzt nicht mehr so doll, auch wenn er immer noch weh tun wird, der Blick nach vorn erscheint nicht mehr ganz so sinnlos….

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  4. Anonym

    passt gut auf Euch auf, nichts anderes ist wichtig.
    Luft holen, Weite blicken, Geborgenheit fühlen hier wie dort, im Unaushaltbaren doch irgendwie Halt finden, ich wünsch es Euch von Herzen,
    Silke

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  5. Ganz so ist der richtige Weg.
    Der Beppo weiß es!
    Atmet durch in eurem Urlaub…
    Andrea

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  6. Meine beste Freundin ist vor fast einem Jahr in meinem Arm gestorben. Es sind viele kleine Schritte, manchmal auch seitwärts und rückwärts, ganz langsam… Alles Gute.

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  7. „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

    Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“
    Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.“

    Für jeden Schritt und jeden Atemzug wünsche ich Euch alles,alles Liebe und Gute!! Und Kraft. Und Stärke. Und.

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  8. Keine Erwartungen an Euch stellen. So wie's geht, geht's, und wenn es mal nicht geht ist das auch völlig in Ordnung.
    Bimbi x

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  9. Anonym

    Ja, an jedem einzelnen Tag denke ich an Euch.
    An Nils, an seine Geschwister, an Euch Eltern.
    An das ganze komplett aus dem Gleichgewicht geratene Mobile einer Familie, der ein Teil fehlt.
    Ich kenne Euch nicht, aber ich fühle zutiefst, wie es Euch geht.
    Heilen kann Eure Wunde nicht.
    Die Zeit heilt nicht alle Wunden.
    Aber ihr werdet lernen, mit ihr zu leben, immer ein bisschen besser.
    Und eines Tages, das hat eine Kommentatorin so gut gewünscht: werdet ihr traurig glücklich sein.
    Haltet zusammen, das klingt so profan, wie es essentiell ist.
    Fühlt Euch irgendwie getragen.
    Und wisst, dass euer Nils niemals vergessen sein wird.
    Jede Träne, die um ihn geweint wird, ist eine Würdigung seiner kleinen Person, seines kurzen und kostbaren Lebens und all der Liebe, die er verdient.
    Und jede Fröhlichkeit in seinem Andenken ebenso.

    In tiefer Verbundenheit

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  10. Anonym

    Hallo Familie Garanin, sowas ist nicht auszuhalten. Schrecklich und grausam. Ich glaube ich habe Deinen Eintrag vom 5. Juli mindestens schon 12. Mal gelesen. Unendlich Traurig. So schnell und plötzlich ist er weg. Ein Stück aus seiner eigenen Seele wird einem entrissen…. großer Schmerz. Unendlich! Ohne deine anderen Kinder würdet ihr es kaum überstehen, denke ich. Eine üble und harte Herausforderung des Lebens an Euch alle. Ich fühle mit Euch und schon der kleine Schmerz den ich durch deine Zeilen fühle ist grauenhaft, ganz zu Schweigen von dem großen unendlichen Schmerz den ihr erleben müsst. Ich mag den Satz „Die Zeit heilt alle Wunden“ nicht, sie kann manches nicht heilen. Die Zeit wird nichts heilen, es dauert sehr lange, aber dann, irgendwann, wird es leichter und man kann Schritt für Schritt auf das Morgen zugehen. Er wird immer ein Teil von Euch bleiben. Immer. Wird er bleiben. Die gemeinsame Zeit kann euch niemand nehmen. Ganz viele Herzensgrüße, Simone

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  11. Anonym

    „Wir werden durchnässt bis auf die Herzhaut“ hat Hilde Domin in ihrem Gedicht „Bitte“ geschrieben. Es beschreibt, finde ich, so gut, wohin der Schmerz reicht – ganz, ganz tief in jede Faser.

    Ich denke, die Zeit heilt nicht alles, „aber sie rückt vielleicht das Unheilbare aus dem Mittelpunkt.“ (Ludwig Marcuse) Bis dahin werden es mit Sicherheit noch viele, viele Besenstriche sein. Auf diesem Weg wünsche ich euch von ganzem Herzen Zeit und Ruhe zum Trauern, Geduld, viel Trost, Kraft zum Weitergehen (- und sollte der nächste Schritt auch mal zu schwer fallen, jemand der euch ein Stückchen trägt), Licht und Gottes Segen.
    Alles Gute,
    Meike

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  12. Anonym

    Ich sende Dir Kraft und ganz viel Liebe!!!
    Ich zünde Dir eine Kerze in meiner lieblingskapelle an….
    Mir ist so schwer ums Herz.
    Es tut mir so unendlich leid.

    E.

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  13. Anonym

    Das ist so treffend und wunderbar geschrieben, dass ich mich einfach an diese Worte anschließen möchte. Jeder einzelne Satz spricht mir aus der Seele.
    Ich denke täglich an euch und den kleinen Nils.

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  14. Hallo! Nein, es ist kaum auszuhalten! Ich weis es, wir verloren letzten Herbst unser Baby kurz vor Ende der Schwangerschaft ganz plötzlich und ohne den Grund zu kennen. Wir kannten ihn nicht ao wie ihr. Wieviel größer muss Euer Schmerz sein. Ich bin fast verrückt geworden, hätten mich meine beiden anderen Kinder nicht gebraucht und dadurch zurück ins Leben befördert. Tut was Euch gut tut, nehmt Euch Zeit und lasst die Trauerwellen Euch mitnehmen. Es geht hoch und runter, aber sie werden ruhiger irgendwann später – jetzt veraucht erstmal den Kopf wieder zu finden, ihn dann über Wasser zu halten… das ist alles was ihr tun könnt. Das Leben ist da draußen und wartet auf Euch, später reicht. Mit tat neben vielen Gesprächen Sport gut und ein Instrument. Erstmal musste ich aber wieder zu mir finden, dann mussten wir als Paar unseren Weg mit den Kindern finden, durch die Trauer… ein langer Weg, ein harter, einer voller Verzweiflung, manchmal Angst, noch mehr zu verlieren. Heute kann ich sagen, dass ich das Leben anders wahr nehme, es ist nicht mehr schwarz weiß, es ist bunter und trauer de Menschen spüre ich schneller – ich habe dazugewonnen. Ich hätte gerne darauf verzichtet… ihr sicher auch. Doch es hilft nichts… leider… Vielleicht tut Euch in Kürze mal ein Urlaub gut, uns hat er ein halbes Jahr danach unendlich gut getan. Trotzdem werden wir keinen Ausflug in der nächsten Zeit machen ohne einen kleinen Stein für unseren Sohn zu suchen, der dann auf Grab gelegt wird, besonder Herzförmige Steine suchen wir. Redet und weint – jedes Wort möchte gesprochen werden, jede Träne geweint…
    alles, alles Liebe! Ihr seid nicht allein, verzweifelt nicht! Liebe Grüße Lolo

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  15. oh, entschuldige, vor lauter weinen habe ich nicht gelesen, dass ihr ja bereits in Urlaub fährt.

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  16. Ein so schöner, trauriger, weiser Kommentar! Und jetzt, wo ich gerade Melanies Instagram-Bild vom wunderschönen Herz-Stein gesehen habe, den sie inder Toskana gefunden hat… kommt es mir noch ergreifender vor, dass du offenbar haargenau die Worte gefunden hast, die für Melanie bestimmt gewesen sein müssen… Fast mystisch, das. Auf jeden Fall aber wahnsinnig … gut einfach.

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  17. Ich, ohne Instagram, lasse hier ein paar Wörtchen zurück für dich; so schöne Fotos von eurem Urlaub! Alles wild und tief und voller Mystik und engem Familiengefühl. Ich mag es euch so gönnen, wenn es schöne Momente sind, die ihr teilt. Neben allem Grauen und Schwarzen, das euch vielleicht immer wieder einholt… Ich denke an euch. Alle. Immer wieder.

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