
Nach dem Aufwachen denke ich oft kurz Gedanken,
die sich im Laufe des Tages verflüchtigen.
Den hier habe ich mir aber gemerkt.
Was, wenn Leute denken: Ist die stark.
Wie die es schafft, ihre Trauer auf diese positive Art zu verarbeiten,
soviel Licht zu zeichnen, inzwischen alles im Griff zu haben.
Was, wenn jemand denkt, die profitiert sogar davon? In jeder Hinsicht?
Also kreativ und geschäftlich gesehen.
Denkt euch lieber nichts. Denn irgendwie stimmt das alles und auch alles nicht.
Hat mich keiner gesehen, gestern bei der Post, als im Hintergrund an einer Kasse ein etwa dreijähriges Mädchen einen Trotzanfall bekam und wie um ihr Leben schrie.
Ihre Mutter kühl und souverän gar nicht drauf reagierte.
Es brüllen ließ.
Vier Minuten lang.
Und ich fast zusammengebrochen bin.
Zitternd, mit Schnappatmung und Augen, aus denen Wasser rauslief.
Ein Glück war da ein Hocker.
Und die Postmitarbeiterin so fein klassisch
vorweihnachts-brandenburg-deutsche-post-unfreundlich,
dass ich mich schnell beruhigt habe.
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