2. August

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Zumutung und Zu-Muten liegen nah beieinander.

So ähnlich habe ich vorhin einen Kommentar beantwortet und musste sofort an das Buch denken, dass mir
Ina Milert schon vor einer ganzen Weile geschickt hat.
Ich habe ihr versprochen, darüber zu schreiben, damit möglichst viele davon erfahren und es lesen.
Dann wusste ich nicht, wie.
Sie schreibt darin, wie sie ihre Tochter Lea verlor.
Es soll kein Ratgeber sein, wie sie zu Beginn schreibt, sie möchte ihren Schmerz und ihr Erlebtes teilen, um damit vielleicht anderen Trauernden zu helfen.
Nach zehn Jahren traut sich die Autorin, die Tagebücher ihrer verstorbenen Tochter zu lesen und mit in ihre Erinnerung einfließen zu lassen.
Es ist nicht nur ihr Buch, auch das von Lea.

Schwer zu lesen, und am liebsten möchte man es jedem ersparen.
Aber es ist echt. Von einer sehr sehr mutigen Mutter sehr gut geschrieben.
Danke, dass ich es lesen durfte!
Ich verlinke es ausnahmsweise über Amazon. Hier.

Eine andere Mutter schreibt auf Facebook täglich darüber,
was genau vor einem Jahr mit ihrem Sohn passierte.
Ich schaue jeden Tag zu.
Und mir wird jeden Tag ganz anders.

Hinsehen, mitfühlen und mitmuten.

Dafür habe ich heute die Zeichnung nicht passend zum Text gemacht.
Wäre sonst zu hart.

1. August

ArschlochIII
Menschen im Gespräch ungefragt mein totes Kind ins Gesicht zu ballern,
wie einen Hammer,
k a n n   unter Arschlochsachen fallen.
Manchmal mache ich das extra und verspüre eine gewisse Häme,
wenn die Unterhaltung damit beendet ist.

Gab aber auch schon, dass der andere nur nickte und meinte:
Ja. Mein Vater hat auch immer gesagt, er hat vier Kinder, obwohl mein Bruder gestorben ist.
Und weiter fragte.
Oder andere gute Sachen, so in der Art.
Das ist dann eine Arschlochsache-Ausgehebelt.

30. Juli

Reitschule

Viento war eine Woche lang, knapp vierhundert Kilometer weit,
zu einem Bildungsurlaub in der Reitschule Horstmann.

Und wir haben viel viel viel gelernt.
Mal ganz davon abgesehen, fünf Stunden ohne Pipipause mit Hänger auf der Autobahn zu fahren. (ging gut!)

Und wir haben natürlich das Pferdekind besucht!

25. Juli

Jetzt habe ich seit gestern nachgedacht, was für Arschlochsachen ich bisher gemacht habe, weil ich dachte/denke, ich darf alles.

Tja. Bin zum Schluß gekommen, ich d a r f alles. Haha.

Fremde kleine Kinder durch gemeine Grimassen verstören, weil sie mich zum falschen Zeitpunkt angucken, mache ich sowieso schon lange nur noch ganz selten.

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24. Juli

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Seit der Artikel erschienen ist, denke ich, sowohl bei Instagram, als auch hier, ich sollte nun wirklich mal wieder was thematisch „passendes“ schreibenzeichnendenken, irgendwas, das zeigt:
Bin natürlich immer noch so wowheldenhaft, wie der Zusammenschnitt meiner Texte in dem Artikel.

Fällt mit schwer.
Leider fühle ich mich nicht so.

Habe Angst Ist mir zu warm, reinzufühlen, Gefühle in Wörter zu fassen oder womöglich Ratschläge zu geben.

Habe Probleme damit, Menschen, deren Lieben sterben, passende Sachen zu sagen.
Habe inzwischen selber so viel gelesen, davon, was man besser nicht tun soll, wie man jenes vermeiden muss und das alles macht es dazu noch sehr theoretisch.

Vielleicht sollte ich eine kleine Liste anfangen,
welche Arschlochsachen ich gemacht habe, weil ich fand (finde), ich darf alles.
(machichvielleicht)
Einfach, um ein bisschen Matsche zu schmeißen.

Oder zeichne mal wieder Pferde.

zwischenwand

Meine liebe Freundin Kerstin ist Jemand, die immer das Richtige schweigt und schreibt, die noch viel mehr darf als ich, meine eigene Heldin im bescheuerten Club (den es nicht geben sollte) der Mütter, die ihre Kinder verlieren mussten, absolut.

Ein Bilderbuch von ihr ist gerade erschienen, und sie hat eine wunderschöne Geschichte geschrieben, darüber, wie nah dunkel und hell nebeneinander liegen.
Wie die einen im Dunklen, die anderen im Hellen leben.
Das Struppige hier und das Zarte dort.  (oder umgekehrt…)
Dabei bleibt es natürlich nicht,  denn sie lernen sich kennen und schließen Freundschaft.
Ein Buch, das keine Ratschläge gibt und nicht trösten muss.

Es zeigt die Schönheit beider Seiten, und eine Anleitungsantwort, wie man es schaffen kann, hin und her zu springen.
Für Kinder!
Für alle, die sich nicht nur im Hellen aufhalten.
Und für die, die zwar im Dunklen wohnen, aber auch dort fein leben.

DAS DUNKLE UND DAS HELLE von Kerstin Hau, tollstens illustriert von Julie Völk.

Kauft es am besten in einem echten Laden!
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16. Juli

Manchmal habe ich das sehr sehr ungute Gefühl, dass die Welt schrecklich gefährlich ist. Und plötzlich gehts wieder.

Dazu endlich mal wieder ein songdestages, der eigentlich einer meines Lieblings-Albums der letzten Wochen ist.

Und dazu das Video. (also danach- n a c h  dem song!)