17. April

Hypnoticdogs

 

Freitag und dann schon wieder Wochenende.
Nach den Ferien.
Montag wieder Schuluhrzeiten, was ich sehr begrüße.
Und die erste schriftliche Abiturprüfung,
so ein Glück, dass das nicht abgesagt wurde, sondern einfach stattfindet.
Der Abiturient wirkt entspannt.

Ich habe,
(gefühlt recht alleine in einer großen Masse von Meinungen und Empfindungen und Empörtheiten )
gar kein kein Bedürfnis, mich zu äussern, in diesen Zeiten heutzutage, wie ich sie gern nenne.

Bin weder sehr kreativ, eher weniger, noch sehr unkreativ, das war schon mal mehr besorgniserregend.
Bin nicht durchgehend verzweifelt, ängstlich, panisch oder depressiv, auch nicht genervt.
Ich tanze nicht in der Küche, weil ich Rücken habe, aber das liegt nicht an, äh diesen Zeiten.
Dolle Erkenntnisse habe ich nicht gewonnen.
Bisschen was verloren.
Mein Hirn ist voll von Handyspam und leer von Handyspam.

Lieblingsidee in diesen Zeiten ist „flexibel denken“.
Und: Energiesparmodus an.

Nun habe ich mich doch geäußert.
Gezeichnet aber nur Hunde, während ich telefonierte.

Guckt mal, mein Lieblingslieblingslieblingssänger,
mit dem Song!
„Learn To Play The Hannon Way“.
Liebe es. So sehr. Ihn auch.

Das
Passt wiederum zum Bild. Ein bisschen.

Bleibt flexibel. Tapfer seid ihr ja schon.

14. April

017Tiefsee3A5Druck
Ich habe es gerade ausgelesen und jetzt ist es eins meiner Lieblingsbücher.
Zum Glück wird es zwar viel empfohlen,
aber zum noch mehr Glück hatte ich mich zum Inhalt irgendwie nie ausführlich informiert,
so das es mich komplett überrascht hat.
Deshalb sage ich auch nicht mehr als:
Schnell den Buchladen anrufen und heute liefern lassen.

MARIANENGRABEN von Jasmin Schreiber.
(extra nicht verlinkt. Der/die Buchhändler*in weiß dann schon)

12. April

Ostersonntag. Sind wie eigentlich nie zuhause, diesmal schon.
Ich zeichne mit schlechter Laune lustiger als mit guter, finde ich, entschuldige mich aber trotzdem für den bloody content (blutigen Inhalt) am Anfang. Horrormone.
Mehr Zwölfer gibt es wie immer bei Caro von DraussennurKännchen. Danke!

9. April

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Im Rehwiesenladen gibt es jetzt Kerzentiere als Drucke im DIN A 5 Format.
Meine Assistentin hat sie für dafür richtig schön herausgeputzt,
sie leuchten nun freigestellt auf ganz schönem weißen (oder dunkelschwarzen), matten, festen Papier, in feinster Qualität.

Hinten sie sie gestempelt und handsigniert.

Mutmacher, Trostspender, Lichtbringer.

Demnächst wird es auch Dreiersets Postkarten geben.
(sie sind jetzt nämlich nach Farben sortiert, die Tiere, das Home-Office-Team hier hat echt die besten Ideen!)

Einen Postkarten-Wochen-Kalender dann gegen Ende dieses Jahres.
Zum Drauf-Freuen.

Freut euch und bleibt gesund!

29. März

dritter
Was würde ich dafür geben, ihn heute so hier zu haben, lachend und albernd, Geschenke auspackend, Torte essend.
Einfach da seiend.

(Natürlich mit fünf Kerzen mehr, einer cooleren Frisur und vermutlich einer eigenen Playstation im Hintergrund.)

Alles Liebe zum Geburtstag, großer Nils.
Wir feiern dich und dass du geboren bist.
Torte essen wir heute auf jeden Fall. Für dich.

23. März

Norbert

Was ich nervig finde:

Jammern darüber, dass man an sozialer Distanz leidet.

Jammern über Kinderbetreuung, die man voll anstrengend findet.

Jammern über den Stress vom Homeschooling.

Jammern über zu viele Corona-Witz-Videos.

Sechs von zehn Corona-Witz-Videos.

Und ja: Ich habe es gut.
Könnte trotzdem über das ein oder andere jammern, will ich aber nicht.
Nicht jetzt, wo Alle echte Gründe zum Jammern haben.

Was ich liebe:

Den täglichen Fest und Flauschig Podcast.
(der mich solche albernen Bilder zeichnen lässt)
Und Pferde.

Meine mitmutigen Gedanken allen, die Angst haben, chronisch krank und oder immungeschwächt sind,
oder die in unglücklichem, schlechten oder gewalttätigem Umfeld leben,
oder irgendwie sonst in Not sind.
Die jammern hoffentlich bitte bitte laut und rufen um Hilfe.

21. März

Scan 1

Eine Woche rum und mein Vorsatz, mehr zu posten eine Woche alt.
Corona, Corona, Corona.
Ich lese und denke nichts anderes.
(Und euch bleibt es jetzt auch hier nicht erspart!)
Der Alltag ist bei uns nicht schwer oder anstrengend oder mühsam.
Die Kinder sind groß, fröhlich (ein Glück!) und bemühen sich, ihre Aufgaben so gut wie möglich zu erledigen.
Ich bin allerdings auch nicht sehr streng als Homeschoolaufsicht.
Die machen das schon.
Arbeite währenddessen an meinem Buch über Tod, Wut und über Mut und frage mich,
ob irgendwann irgendjemand diese Geschichte lesen will. Dann.

Ich hatte gefühlt als erstes Angst.
Als noch alles normal lief und man sich nur kopfschüttelnd die hamsternden Panikmacher ansah.
Sich an den Kopf fasste und alles voll übertrieben fand.
Da kriegte ich schon Angst.
Ich machte Seiten bunt, die ein Krankenhaus beschrieben, in dem Kinder sterben, weil niemand aufpasst.
Ich überlegte, wie dasselbe Krankenhaus und all die anderen mit mehr als zehn sehr schlimmen Fällen gleichzeitig zurechtkommen soll.
Ich traue ihnen keine zwölf zu!
Ich habe wortwörtlich keine Luft mehr bekommen, während die Nachrichten aus Italien dramatischer wurden und die ersten Erkrankten in Deutschland bekannt wurden.
Bin aufgewacht und eingeschlafen mit dem Gedanken: Ohnein, ohnein, bitte nicht.

Jetzt geht es besser.
Jetzt, wo ich weiß, es w i r d gruselig schlimm, es i s t schon verrückt schlimm.
Und die meisten es endlich begriffen haben.
Eins, das ich gelernt habe, und ich muss ja was gelernt haben, wenn ich einen dicken Schinken darüber geschreibzeichnet habe, wie man in der größtmöglichsten Schrecklichkeit Dinge findet,
die einen am Leben lassen, ist: (und ich wende es erneut relativ erfolgreich an…)

Wenn was ist, wie es ist, dann ist es so und man kann alles schaffen.
Von irgendwo kommt immer ein kleines Fitzelchen irgendwas angeflogen,
das man nur aufheben, hochhalten, feiern und nutzen muss.
Als Mutmacher. Weiterleber. Aufrechtsteher.
Ich zitiere mich mal selber: (hehe)

„Die Glut bleibt, egal, was passiert.
Man muss nur weiteratmen. Lieben. Ohne Angst.
Es ist anstrengend, sie anzupusten, damit sie funkt und vielleicht irgendwann wieder brennt, aber man kann es schaffen.
So ist das.“

Mit dem Glück, mit der Trauer und mit einer Weltkrise auch.
Irgendwann wird es etwas besser. Kann Jahre dauern, wird aber.

Georg ist Arzt.
So wie es aussieht, wird der Tag kommen, an dem er eingezogen wird,
um zu helfen, und zwar rund um die Uhr und ohne zwischendurch nach Hause kommen zu können.
Er will das sogar, hat die Kraft und wird das schon schaffen.
Ich bete trotzdem, dass ein kleines Wunder passiert.

Und das jetzt endlich alle zuhause bleiben für eine Weile.