23. Juni

FertigOHNELettering

U1, U4, Innentitel, Epilog, Lettering, erste Korrektur, zweite Korrektur, istnichtdoch, mussdanoch. Noch ne Korrektur.

Wegen mir könnte die Arbeit an einem Buch nur aus den letzten Wochen vor „druckfertig“ bestehen. Die leichte Hektik, feine Panik und das tunnelhafte Arbeiten, nach dem dann alle Seiten klarer und schöner werden und sich tatsächlich zu einem kompletten Ganzen zusammenfügen. Das liebe ich sehr.
Beim Gedanken daran, dass es nicht mehr lange dauert, bis es ein Buch mit Umschlag und Buchrücken und Papier zum Umblättern wird- puh.
Das wird krass.

Jedenfalls. Deshalb konnte ich hier nicht viel schreiben, geschweige denn zeichnen in den letzten Wochen.

Es ist jetzt echt fast fertig.

30. Mai

disussion

Gestern bin ich tatsächlich in eine Minidebatte in der Kommentarfunktion bei Facebook geraten, die ich nicht geneigt war, weiterzuführen. Zu anstrengend.
Da mir aber Überheblichkeit und fehlende Argumente vorgeworfen wurden, musste ich nun doch noch vorm Frühstück meine Antwort aus dem Kopf aufzuschreiben.
Hier traue ich mich, sie zu veröffentlichen, drüben sind mir die Reaktionen zu übergriffig, bin ich ganz ehrlich.
Natürlich! Dürft ihr in den Kommentaren darüber offen und respektvoll eure Meinung schreiben, keine Scheu!
Also:

…..
Ich werde immer alles aus der Perspektive des Kranken und seiner Angehörigen sehen.
Ich werde immer dafür sein, jede Möglichkeit, Leben zu retten, wahrzunehmen,
wenn es eine gibt.
Ich werde immer denken, ein Mensch, egal wie alt, egal wie vorerkrankt, egal ob er sowieso irgendwann sterben muss, ist wichtiger als alles sonst.
Ich werde immer alles in Kauf nehmen, um andere vor Krankheit zu schützen.
Auch wenn es mich selbst zeitweilig einschränkt.
Persönliche Freiheit ist jedem Einzelnen gegeben.
Immer, in ganz individueller Form.
Er kann sie aber bitte unterzuordnen, wenn Schwächere bedroht sind.
Das ist für die einen leicht, für andere superschwer.
Natürlich. Wie alles.
Das Brüllen nach Freiheit, die Angst unterdrückt zu werden, der Egoismus von Leuten, die glauben, sie sind im Recht, nur weil sie angeblich weiter denken als andere, geht mir deshalb wahnsinnig auf die Nerven, weil die vor allem eins sind: IchIchIch.

Ich habe so ein Ding mit Ärzten. Eins mit dem Gesundheitssystem, mit Wissenschaftlern und auch mit dem Tod.
Mein „Trigger“, wenn man so will  ist folgendes Zitat, das uns mal von einem Staatsanwalt geschickt wurde:

„Angesichts dieser Sterblichkeitsraten kann nicht davon ausgegangen
werden, dass das Leben von Nils hätte gerettet werden können.“

Und das ist nachweislich nicht wahr gewesen.
Und deshalb werde ich immer davon ausgehen, dass Leben gerettet werden kann.
Weil es immer um einzelne Menschen geht. Nicht um Raten oder Zahlen.
Nicht ums Recht-Haben.
Und nicht um Dichdichdich.

Und ja: Meinemeinemeine Meinung.
Aber immer flexibel.
 

 

 

 

 

20. Mai

In dem Buch, in dem wir manchmal arbeiten, um verstopfte Herzlöcher durchzuspülen, war gestern die Aufgabe, einen Brief zu schreiben.
Um ihm noch mal zu sagen, was einem wirklich wichtig ist.

Ich möchte zum Beispiel nicht, dass er denkt, er müsse mich trösten. Weinende Mütter sind schwer auszuhalten und ich mute es meinen Kindern nur ungern zu.
Um Trauer zu fluten ist es erlaubt, aber niemand soll sich niemals dafür verantwortlich fühlen, bitte.
Auch nicht Nils.
Noch wichtig: Wir werden ihn nie vergessen.
Selbst wenn sich die Erinnerungen verändert haben und sich immer verändern werden.
Sie werden nicht leer werden.

Ich mag das Buch.
Auch wenn es wahnsinnig anstrengt, zusammen diesen Dingen hinterher zu denken.
Und man Trauersprüche ab und zu etwas passender schreiben muss.

Buch

Ich habe den Eindruck, es ist in unserer Version nur noch gebraucht erhältlich:

„Du bleibst für immer in meinem Herzen“ aus dem Groh Verlag.
ISBN: 4036442004135
Jetzt sieht es wohl so aus.
Wegen mir bräuchte es allerdings keine kindgerechten Bildchen.

11. Mai

Wer Interesse hat, sich meine Piktogramme  auszudrucken,
für sein Büro, seine Arbeitsstelle, die Schule, den Kindergarten oder für wo auch immer,
dem stelle ich sie liebend gern zur Verfügung!
(dann, klar, ohne Kopierschutz drauf…)

Ich habe es nämlich geschafft, sie zu vektorisieren, mithilfe meiner geschätzten Kollegin Katja Jäger.
(ich werde dir dafür ewig dankbar sein!)
Sprich, sie sind jetzt so kackscharf, man könnte eine Plakatwand Fünf mal Dreissig Meter (oder so) am Alexanderplatz damit bekleben.

Bitte wendet euch per Mail an mich, um mehr über den geschäftlichen
und finanziellen Teil der Nutzung zu erfahren.
Ich behalte mir nämlich vor, das Honorar individuell zu verhandeln.
Meine Mailadresse findet ihr im Impressum.

Ihr dürft dies gerne teilen und weitersagen!
Für mehr bunte Regeln, die jeder verstehen können sollte.

Coronapiktos

23. April

Set7

Habt ihr überhaupt schon gesehen, dass jetzt auf der Kerzentierseite, rechts im Menü,
komplettamente ALLE 365 Kerzentiere zu sehen sind?

Völlig durcheinander und von wordpress sehr phantasievoll in verschiedenen Größen angeordnet,
aber wenn man sie anklickt, werden sie normal groß und man kann sogar die Nummerierung und den Titel sehen. Könnt ja mal gucken.

Es sind die reinen, unbearbeiteten Scans, mit all ihren Flecken und Spuren…nicht wundern.

Ein paar von ihnen,
fein bearbeitet und in Szene gesetzt von meiner Assistentin Greta,
gibt es jetzt neu im Shop als Dreier-Postkartensets.


EDIT: Dank einer aufmerksamen Kerzentierbesitzerin sind nun w i r k l i c h  ALLE zu sehen.
Und sogar in der richtigen Reihenfolge.

21. April

Kohortenjumpsuit

Natürlich bin ich solidarisch mit all den #coronaeltern.
Selbstverständlich sollen sie alle laut schimpfen, um politisch was zu bewegen.

Sorry für die Fresse gestern.
Ich habe leider im Moment außerordentlich schlechte Laune, die ich eigentlich nicht mehr so sehr gern hier verteile. (außer sie fällt auf den Zwölften)
Gemeckert wird sowieso viel zu viel zu viel.

Seid froh drüber.

Ob die schlechte Laune mit den Zeiten wie diesen zusammenhängt,
glaube ich übrigens nicht.
Kann auch sein, dass es normale Frühlingsbefindlichkeit ist.
Der sechswöchige Sonnenschein, der langsam nervt.
Ausserdem kriege ich Werbung für Gesichtsyoga zur Verringerung von Doppelkinnen auf mein Handy.

Da dachte ich, ich zeichne das Problem mit meinem oberbequemen, superangesagt und echt très chic aussehenden Overall, den ich sehr liebe und gestern nach Wochen wiedergefunden habe. Er hatte sich im Schrank versteckt.

Bleibt tapfer.