21. Juli

Scan 11.jpeg

9/100

Auf dem aller-allerersten Foto-Film,
den ich verknüpfen (knipsen, du Arschautokorrektur) durfte,
so mit sechs oder sieben, war ein einziges Bild etwas geworden:
Ein Wildschwein, durch die untere Ecke rennend.
Ich war megastolz und schwor mir, dass Wildschweine jetzt für immer meine Lieblingstiere sind.
Für die jüngeren unter euch: Agfa Pocket Kamera googeln.

20. Juli

Scan 10.jpeg

8/100

Niegei.
Der Name ist zusammengesetzt aus Mela-Nie und Hol-ger. Logisch.
Daraus, dass der Name meiner kleinen Schwester nicht integriert wurde, schließe ich, bekamen wir unseren Kanarienvogel vor 1977.
Einmal flog er in die Badewanne und einmal weg.
Frau Dr. Schröter, unsere Kinderärztin fand ihn vor ihrem Wohnzimmerfenster.
Was für ein Zufall, oder? Und mit was für einem Zeug ist mein Hirn eigentlich verstopft?
Niegei wurde ziemlich alt. Mindestens zehn.

19. Juli

Scan 9.jpeg

7/100

Als ich schon fast auf der Welt war, bekam Asja einen Zwinger draußen, weil meine schwangere Mama den Hundegeruch nicht mehr ertragen konnte. Ich selbst erinnere mich leider nicht mehr an den allerersten Hund in meinem Leben. Wir zogen für eine Weile nach Mexiko, da war ich noch nicht mal eins, und die riesengroße Dogge
konnten wir nicht mitnehmen.
Ich weiß nur noch, dass ich das viel später superschlimm fand und meinen Eltern abertausend Vorwürfe machte.
In der Zeit, wo ich mir nämlich dringend einen wünschte.

17. Juli

Auch hier- nicht aktuell, sondern vom 7. April…

Scan 6.jpeg

5/100

Hahn Solo.
Unkomplizierter wäre die Auflistung unserer Hähne in chronologischer Reihenfolge. Aber Hahn Solo hat vorgestern der Fuchs geholt, daher heute sein Quasi-Nachruf.
Er war der Sohn von unserem Hahn Theo, das eine Küken, von dem ganz aufgeregt erzählt wurde, vor fast genau drei Jahren, da ist er nämlich geschlüpft, ausgebrütet worden bei den Hühnern von Nils Tagesmutter.
Dann starb Theo. Und Nils.
Hahn Solo zog ein, in diesem einen Sommer vor drei Jahren.
Die letzten Monate waren hart für ihn, denn sein Sohn, der Yodahahn, hatte die Macht übernommen und ihn verstoßen. Seit ein paar Wochen zog er allein, dafür frei, seine Runden durch den Garten und fraß einem aus der Hand.
Ehrlich: Im Bezug auf Hühner bin ich inzwischen eine Bäuerin. Von daher ist das nun mal so. Natur. Tschüss Hahn Solo und schöne Grüße.

16. Juli

Heute natürlich nicht mehr taufrisch…. wir waren da gerade in Dänemark, in den Osterferien…

Scan 4.jpeg

4/100

Ein ganz taufrisches Tier aus meinem Leben. Der dänische Isländer, den ich gestern reiten durfte. Er war das, was ich fast vergessen hatte, was Islandpferde sein können: Freundlich und wohlerzogen. Mit Energie und unfassbarem Tölt, ganz fein zu reiten und (mir am wichtigsten…) völlig problemlos mit nichts in der Hand zu bremsen.
Ich hab Muskelkater im Gesicht von der Dauergrinsgesichtsentgleisung.
Danke dafür, Islandpferd. (Hab seinen Namen vergessen…)

15. Juli

nele.jpg

3/100

Nele.
So ungefähr 1980 geboren war sie meine Kindheits- Jugend- und Erwachsenwerd-Katze. Ist mit mir ausgezogen und hat meine wildesten Jahre erlebt. Für sie trug ich fünfzehn Jahre keine wolligen Pullis, denn an denen konnte sie nicht nuckeln.
Sie ist in Berlin mal vom Balkon gefallen. Nicht tief, erster Stock, aber natürlich in einen ekligen Hundehaufen. (…)
Oh, wie ich sie geliebt habe, Nelepopele

14. Juli

 

Ok. Here we go.

1/100 war nur die Einleitung, daher geht es mit dem hier los. (was bedeutet, ich hätte ja eigentlich noch eins offen….) Danke für eure Rückmeldungen, ab jetzt also hier hundert Tage lang hundert Tiere aus meinem Leben.

Scan 2.jpeg

2/100
#100tiereausmeinemleben
Paulinchen sollte eigentlich Misses Smith heißen.
Die Dame von der Igelhilfe meinte aber, dass könne ich der Igelin nicht antun, sie würde ja jedesmal vor Angst sterben, wenn ich diesen Namen ausspreche, denn die vielen ssss klingen in Igelohren, wie das böse Zischen einer Schlange.
Ich habe im Laufe des Winters, als meine Freundin und ich, jede einen Igel versorgten, natürlich sehr vorsichtig etwa dreitausendmal ausprobiert „Missessmissssss“ zu sagen und rege mich über diese bescheuerte Erwachsenenklugscheisserei von ihr immer noch auf.
Paulinchen war ihr Name piepegal. Sie hat sogar den Fußball-A-Like-Stunt überlebt, als sie sich in meinen Zeh verbissen hatte.

(ca.1983)

13. Juli

 

Als ich mich gestern bei meinem Blog entschuldigte, weil ich ihn etwas links liegen gelassen habe, dachte ich nicht, dass es wohl wirklich einige gibt, die NICHT bei Instagram mitlesen…. Tsssss.

Jetzt mal Hand aufs Herz:

Haben hier wirklich welche die #100tiereausmeinemleben verpasst?

Vorgestern habe ich dieses Instagram-Projekt beendet, nachdem ich täglich ein Tier gezeichnet und seine Geschichte dazu erzählt habe. Anfangs hatte ich überlegt, sie parallel hier zu posten, fand es dann aber irgendwie doppeltgemoppelt und wollte niemandem mit gleichen Beiträgen auf zwei Kanälen auf die Nerven gehen…

Außerdem wurde den einen und anderen Tag auch die Zeit etwas knapp und da war ein schnelles Abfotografieren und Texten auf dem Handy vorm Fernseher ganz praktisch.

Ich frage jetzt einfach mal in die Runde: Soll ich die Serie hier noch mal posten?

(dank meines Schüler-Praktikanten vor ein paar Wochen sind ohnehin fast alle schon gescannt…also von daher…)

Oder ist das Aufwärmen von alter Suppe?

 

Es sähe dann so aus:

Scan 13.jpeg

melaniegaranin11/100
#100dayproject#100tiereausmeinemleben
Mein Opa hat als Gestütswart in Warendorf gearbeitet. Nach seiner Pensionierung kaufte er Bratsche, eine Vollblutstute, auch, und vor allem, wie er meinte, für uns Enkelkinder. Es war allerdings etwas unheimlich, auf ihr zu reiten, sie kam nämlich geradewegs von der Rennbahn. Zu diesem Pferd gehört der Geruch von Zigarren und trockenem Schwarzbrot und die Erinnerung, wie wir hinten auf Omas Fahrrad (später auch selber, ich habe dort radfahren gelernt!) „zum Hof“ gefahren sind, mit einem Marmeladenweißbrot in der Hand.
Sie ist sehr alt geworden, die schöne, später schneeweiße Bratsche.