Englisch Elend

EDIT: Gestern habe ich „Zeit Verbrechen“ gehört, die Folge mit dem Autorennen 2016 am Kurfürstendamm, bei dem ein Mann ums Leben kam. In dem Zusammenhang wirkt mein Text hier ziemlich daneben. Glaubt mir, unsere „Rennen“ waren und sind auf die drei Sekunden anfahren beschränkt gewesen. Und ehrlich gesagt, habe ich jetzt gar keine Lust mehr, mich mit irgendeinem Auto zu messen.

Hier ist die Folge: Der Podcast bei Spotify

Das große Auto war die Tage zum Durchgucken beim unserem Werkstattmann des Vertrauens.
Er nennt es das „Englisch Elend“, inzwischen eher liebevoll und aus Tradition glaube ich, und lache jedes Mal darüber.
Immerhin fährt der Wagen inzwischen viel länger, als er je gedacht hatte.
(und wir)
Ich frage ihn jedesmal, ob er einen Bus hat oder kennt, der abzugeben wäre.
Auch Tradition.
Früher fuhren wir einen blauen VW Bus.
Und in einer Zeit, wo wir viel im Auto saßen, Nils oft kränklich quengelig neben mir im Kindersitz als Beifahrer, gab es unterwegs ein Spiel, mit dem man ihn aufheitern konnte.
Es hieß- Rennfahrer.
Ein heikles Spiel, wenn wir entweder, nicht an der Poleposition an der Ampel standen, oder – aber das passierte selten- gegen das Fahrzeug neben uns das Anfahr- Rennen verloren.
Da konnte die Stimmung ernstlich kippen.
Ist klar, dass ich immer alles aus dem Klapperbus rausholte.
Mein Gewinn war das Lachen.
Keine Ahnung, wo er es her hatte, aber damals sagte er oft zu mir:
Wenn wir einen Rangerover haben, Mama- gewinnen wir immer, oder Mama?
Er sprach es so Jänschjover aus.

Glaubt mir. Ich gewinne jedes Ampelrennen, seit wir uns das große Auto kauften.
Seit sechs Jahren.

lost and found

Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich diesen Text ERST bei Instagram veröffentlicht.
(fuck Gewohnheiten btw)

Hier- nun noch für euch Blogginchen:

Wir hatten uns so ungefähr 20 Jahre nicht gesehen, meine Freundin und ich, als wir uns letzten Herbst trafen und sie erzählte von ihrer entdeckten Liebe zum Goldschmieden und ich darauf von meiner Suche nach DEM Ring.
Golden, zierlich, schlicht und mit einem kleinen gelben Stein.
Nach dem ich immer und überall Ausschau halte und den ich nie finde.
Und sie? Sie sagte, kein Problem. Mache ich dir. Und zwar SO gern!

Sie lebt in England und wieder at home angekommen, fing sie sofort damit an.
Suchte für mich einen gelben Stein, bestellte das Gold und schmiedete mir den schönsten kleinen Ring, mit dem süßesten kleinen gelben Saphir für meinen runzeligen kleinen Finger.
Und dann war er in der Post.

Wunderwunderschön und ganz so, wie ich ihn mir geträumt hatte.
Er passte perfekt, glitzerte gelb und war ganz mein.

Im Februar, als dieser dicke Schnee lag und Handschuhe die ständigen Begleiter waren,
vermisste ich ihn plötzlich nach einem Pferde-Spaziergang.
Er war weg.
Alles habe ich abgesucht, aber im Wald, bei 30 cm Schnee?
Da fällt er natürlich durch, auf Nimmerwiedersehen.
Katastrophe.
Mein einziger Trost war, dass er ja irgendwo ist- in der Nähe.
Zwar nicht zu finden, aber hier. Im Wald oder am Stall oder so.
Nicht geklaut, oder in einem Zug nach Köln. (oder sonstwohin)
Hatte mich ja nie weiter entfernt.
Trotzdem.
Wie sehr habe ich geweint, als ich meiner Freundin sagen musste,
dass ich meinen gelben Ring verloren habe.
Jaja. Nur ein Ring- aber trotzdem.

Und gestern hat Georg ihn in seiner Unterhosenschublade gefunden.
Da lag er einfach drin.
Und tat als ob nix wär.

In diesen Ring hat meine Freundin so viel reingeschmiedet.
Gelben Glitzer, Liebe, Erinnerung, Freundinnenschaft und ganz offensichtlich Humor.

Danke dir so. @acvwiddern 💛
Und dir, @gmagjn , fürs Finden.
Ist ein bisschen #werbung für @vonwjewellery , aber aus Überzeugung, nicht für Geld oder so.

12. Januar

Gut ins Jahr gestartet mit den ersten Zwölf.
Ja, wir haben es gut gerade.
Ich weiß das und bin froh drum und dankbar.
Ansonsten seht selbst.
Mehr Zwölfer gibt es wie immer bei Caro von DraussennurKännchen!
Danke fürs Gucken und: Bleibt tapfer.
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