lost and found

Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich diesen Text ERST bei Instagram veröffentlicht.
(fuck Gewohnheiten btw)

Hier- nun noch für euch Blogginchen:

Wir hatten uns so ungefähr 20 Jahre nicht gesehen, meine Freundin und ich, als wir uns letzten Herbst trafen und sie erzählte von ihrer entdeckten Liebe zum Goldschmieden und ich darauf von meiner Suche nach DEM Ring.
Golden, zierlich, schlicht und mit einem kleinen gelben Stein.
Nach dem ich immer und überall Ausschau halte und den ich nie finde.
Und sie? Sie sagte, kein Problem. Mache ich dir. Und zwar SO gern!

Sie lebt in England und wieder at home angekommen, fing sie sofort damit an.
Suchte für mich einen gelben Stein, bestellte das Gold und schmiedete mir den schönsten kleinen Ring, mit dem süßesten kleinen gelben Saphir für meinen runzeligen kleinen Finger.
Und dann war er in der Post.

Wunderwunderschön und ganz so, wie ich ihn mir geträumt hatte.
Er passte perfekt, glitzerte gelb und war ganz mein.

Im Februar, als dieser dicke Schnee lag und Handschuhe die ständigen Begleiter waren,
vermisste ich ihn plötzlich nach einem Pferde-Spaziergang.
Er war weg.
Alles habe ich abgesucht, aber im Wald, bei 30 cm Schnee?
Da fällt er natürlich durch, auf Nimmerwiedersehen.
Katastrophe.
Mein einziger Trost war, dass er ja irgendwo ist- in der Nähe.
Zwar nicht zu finden, aber hier. Im Wald oder am Stall oder so.
Nicht geklaut, oder in einem Zug nach Köln. (oder sonstwohin)
Hatte mich ja nie weiter entfernt.
Trotzdem.
Wie sehr habe ich geweint, als ich meiner Freundin sagen musste,
dass ich meinen gelben Ring verloren habe.
Jaja. Nur ein Ring- aber trotzdem.

Und gestern hat Georg ihn in seiner Unterhosenschublade gefunden.
Da lag er einfach drin.
Und tat als ob nix wär.

In diesen Ring hat meine Freundin so viel reingeschmiedet.
Gelben Glitzer, Liebe, Erinnerung, Freundinnenschaft und ganz offensichtlich Humor.

Danke dir so. @acvwiddern 💛
Und dir, @gmagjn , fürs Finden.
Ist ein bisschen #werbung für @vonwjewellery , aber aus Überzeugung, nicht für Geld oder so.

Buddelkiste

Als ich mein Instagram vom Handy entfernt habe, für eine Pause, habe ich nach etwas gesucht, einem Bild oder Beispiel, dass ein guter Vergleich sein könnte um mir zu erklären, warum diese Pause jetzt echt mal sein muss.

(Ich musste dafür einigermaßen weit in die Vergangenheit reisen)

Ich sitze in der Buddelkiste und mache Sandkuchen. Richtig schöne, sie gefallen mir sehr und sehen schön aus, ich verziere sie mit Gänseblümchen und Zierapfelscheibchen, die ich mit einem scharfen Stein schneide. Sie sehen aus wie echte kleine Kuchen und ich spiele, dies wäre mein Laden.

Andere Kinder spielen mit, wir bauen und backen zusammen, eine Idee jagt die nächste, wir bewundern gegenseitig unsere Kuchen und Klöße und Ladentheken, wir lachen und haben tausend Ideen und Spaß.

Irgendwann ist die Buddelkiste voll.

Ich sitze mittendrin und gucke und staune und sehe Megasandburgen, Tunnel, Löcher, Bauwerke, Murmelbahnstraßen und Kuchen in Formen und Farben, wie ich sie NIE selber hätte machen können. Welten entstehen da. Ganz tolle.
Auch sehr viel Mist, doch selbst der ist faszinierend.
Alle diskutieren und streiten und verbünden und entzweien sich.
Es wird geschrien, geheult, gejohlt.
Mein Mund steht offen, ich vergesse zu blinzeln und die Zeit und glotze und starre und mache sonst nix mehr.
Den ganzen Tag erstmal nicht.

Und dann jeden Tag, ich gehe trotzdem hin, denn vieles ist im Entstehen, geht weiter, wie eine Serie, ich kann kaum hinsehen, aber auch nicht weg.
Ich habe meinen festen Platz da, mache ab und zu einen meiner Kuchen und dann rufen viele:
OOOh! Wie herzig! Du bist sooo super!
Das ist schön und dann lasse ich mich in den Sand sinken und.
Meine Güte, bin ich müde. Erstmal gucken. Gucken, gucken.

So ungefähr fühlt sich das an.

Ich vermisse die Buddelkiste zwar irgendwie, irgendwie aber auch nicht.
Die Stille ist schön.
Zwar bewundert keiner mehr jeden Tag meine Sandkuchen, aber egal: Haha, ich habe ja noch meinen eigenen kleine Spielplatz hier, ich Schlaumeierin. Chacka.

(weil mein Scanner im Büro ist, musste ich die Sandkuchen aufm Ipad zeichnen.)

13. September

Völlig verrückt, wie ein Computer dem Betrachter vorgaukelt,
man hab das mit Pinsel und Farbe gemalt.
Auch ein bisschen unheimlich.
Letztens abends vorm Fernseher gemal-daddelt.