21. Februar

 

9 Jahre wird Ferdinand heute.
Zu dem Anlass habe ich mal eben in alten Fotos gekramt…
Auf dem oberen Foto ist er so, wie wir ihn bekommen haben, mit ungefähr vier Monaten.
Unten übt die klitzekleine Greta Halsband verschliessen.
Also, alles Liebe zum Geburtstag, mein lieber Grosser.
Und Danke, dass du die vollgekackte Nils-Windel, die ich vergessen hatte mit raus zu nehmen,
heute morgen nur rumgeschleppt und nicht geöffnet und aufgefressen hast.
Du scheinst jetzt langsam echt reifer zu werden.

21. Februar

Lieber Ferdinand!
Herzlichen Glückwunsch zu deinem siebten Geburtstag.
An dir scheiden sich die Geister.
Du bist wunderschön, eine mehr als imposante Erscheinung,
kleine bis mittlere Jungs lieben dich, viele Erwachsene fürchten sich vor dir,
einige Hunde finden dich ziemlich kacke,
die meisten möchten dir besser nicht ohne Maulkorb begegnen….
und wir, deine Familie, mögen dich so, wie du bist,
vor allem dein Freund und Fürsprecher in allen (auch widrigen) Lebenslagen, Artur.
(wehe, ich komme jetzt runter und du hast die Cornflakespackung zerlegt, bloss weil ich wegen des Schneesturms den Spaziergang zeitlich verlegt habe… dann gibts keine Geburtstagswurst!)
Nachtrag: Cornflakespackung verschont und Geburtstagsgeschenk selbst gefangen… eine unvorsichtige Maus auf dem Feldweg lief ihm quasi vor die Nase. Lebend verschluckt. Ist ihm gut bekommen. 

1. Januar

Todesmutig?
Grössenwahnsinnig?
Ferdinand hatte, wie jedes Jahr, den Raketen den Kampf angesagt.
Vielleicht will er bei uns sein, wenn die Welt scheinbar untergeht.
Denkt, Angriff sei die beste Verteidigung. (kann auch gut sein…!)
Jedenfalls ist er eindeutig nervenstark.
(und zweifelsfrei kastriert…!)

1. Dezember

Letzte Woche hätte hier auch die Todesanzeige von Ferdinand stehen können.

Ich hatte von meiner Freundin Eva einen selbstgemachten Adventskalender geschenkt bekommen.
War so gerührt und glücklich…
Wann hatte ich das letzte Mal einen Adventskalender?
Es war eins von diesen Frohmach-Geschenken: angucken-frohsein!
Dann kamen wir an einem Nachmittag nach Hause und Ferdinand hatte sich den Karton von der Küchenablage geklaut und siebzehn von vierundzwanzig Tütchen zerrissen und den Inhalt aufgegessen.
(die nicht verdaulichen Teile fand ich am nächsten Morgen in der Küche, ausgekotzt. )
Ich habe beinahe einen Nervenzusammenbruch erlitten. Echt.
Und zwei Tage lang geweint. ( da sind aber auch die Hormone dran schuld)
Und meinen Hund gehasst.
(Ja, liebe Windhundfreunde, 
manchmal steht er schon mit drei Pfoten auf einer „Zuhause-gesucht-Seite“…m a n c h m a l )
Eva hat mir tatsächlich einen neuen Adventskalender gemacht,
daraufhin habe ich noch mal einen halben Tag geweint, vor Freude!
Heute habe ich dann mein erstes Päckchen geöffnet, hier oben, in meinem sicheren Zimmer!
Danke, meine Liebste!


Mit Ferdinand habe ich mich auch wieder vertragen.